Die Gemeinde Bruchhausen investierte in ihre kommunale Kindertagesstätte
Gut ausgerüstet für Kinder jeden Alters
Weit über 50 Prozent der 40 Kinder besuchen die Einrichtung auch nachmittags
Bruchhausen. Der kommunale Marien-Kindergarten Bruchhausen hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich zu einer gut besuchten Kindertagesstätte entwickelt. „Nach Zeiten einer eher zurückhaltenden Belegung in einem eingruppigen Betriebskonzept und auch eher zögerlicher Nachfrage nach Ganztagsplätzen wurde das Betriebskonzept ab 2011 einschneidend verändert“, berichtetet der Erste Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach vor Ort. Wegen des stetig angestiegenen Bedarfs an U-3-Plätzen und Ganztagsplätzen waren nun Umbauarbeiten im Bereich der sanitären Einrichtungen sowie für die Nutzung eines für die Mittagsruhe notwendig geworden, die während der Ferienzeit durchgeführt worden waren, sodass Bürgermeister Markus Fischer und Kita-Leiterin Claudia Otto die Ergebnisse vorstellen konnten. „Der Sanitärbereich befindet sich zwischen zwei Gruppenräumen und wird zudem als Zugang zum Außengelände genutzt. Diesen Raum haben wir nun geteilt, sodass ein separater Wickelbereich für die Kleinste geschaffen wurde, um so die Abläufe zwischen den größeren Kindern zu trennen und um einen Absicherung zur Außentür zu schaffen“, berichtetet Markus Fischer in Anwesenheit von Planer Ingo Dittrich, dem Kreis-Dezernenten sowie VG-Chef Karsten Fehr mit Sonja Klewitz und Annette Loth vom Unkeler Bauamt. Außerdem habe man eine Trennwand errichtet sowie separate Zugänge zu den jeweiligen Gruppenräumen geschaffen. „Die bisherigen Waschbecken wurden zudem durch eine stufige Waschrinnen ersetzt, um sie so den unterschiedlich großen Kindern aus den verschiedenen Altersgruppen bequem zugänglich zu machen. Natürlich wurde auch eines der Kinder-WCs durch ein Mini-WC ersetzt“, ergänztet Claudia Otto. Der neue Schlafraum sei hinsichtlich des notwendigen Schallschutzes mit einer Tür statt der bisherigen Schiebetür neu ausgestattet worden und auch die Trennwand zum Gruppenraum sei entsprechend verstärkt worden.
Bauarbeiten verliefen nach Plan
„Wir sind froh, dass die Arbeiten pünktlich zum Ende der Sommerferien fertig geworden sind, sodass die Kinder und ihre Erzieherinnen nicht in eine Baustelle einziehen mussten“, so der Bürgermeister. Nicht nur hinsichtlich der Zeit, auch hinsichtlich der Kosten sei man mit 54.500 Euro genau im Plan geblieben. Landesmittel in Höhe von 8.000 Euro sowie ein Kreiszuschuss in Höhe von 2.600 Euro seien beantragt. „Die Gemeinde hat bisher bis zu elf U-3-Plätze ohne Baumaßnahmen zur Verfügung gestellt. Während eines Aufsichts- und Beratungsbesuchs im Oktober des Vorjahres hat Frau Otto dann aber deutlich gemacht, dass die Sanitäranlage für die Kinder keine intime Wickelmöglichkeit und -atmosphäre biete und dass auch hinsichtlich des Schallschutzes für den Schlafraum dringend Abhilfe geschaffen werden müsse“, erinnerte Achim Hallerbach.
Dem Kreis sei von Beginn an klar gewesen, dass da die vom Bund angesetzte Bedarfsquote für Ganztagsplätze von 32 Prozent zu gering gewesen sei, so man die Quote auf 36 Prozent angehoben habe. „Mittlerweile ist aber deutlich geworden, dass sich das Anmeldeverhalten der Eltern vor allem hier im Norden des Landkreises extrem geändert hat“, berichtete der Kreisbeigeordnete. So liege man in der Marienkita von Bruchhausen ab dem Herbst bei 40 Kindern und 24 Ganztagsplätzen bei einer Quote von über 50 Prozent. Außerdem müsse man hinsichtlich der Belegungszahlen auch dem Trend Rechnung tragen, dass schon Einjährige aufgenommen werden müssten. „Der steigende Bedarf in der Region an der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen ist nicht zuletzt durch den Zuzug junger Familien bedingt, die hier nicht nur günstigere Mieten sowie preiswerte Baugrundstücke finden. In Rheinland-Pfalz ist ja auch der Besuch der Kitas kostenlos“, erinnerte Karsten Fehr.
Entsprechend gebe es an der Neuwieder Kita-Front der Kitas auch längst noch keine Ruhe, ergänzte Achim Hallerbach. „Allerdings rechnen wir nicht damit, dass in Bruchhausen trotz der ausgewiesenen Bauplätze und des damit verbundenen weiter steigenden Bedarfs an Kita-Plätzen in naher Zukunft eine Erweiterung um einen Gruppenraum geplant werden muss“, so der Kreisbeigeordnete abschließend.
Claudia Otto und Markus Fischer präsentierten Achim Hallerbach, Markus Fischer, Karsten Fehr, Ingo Dittrich sowie Sonja Klewitz und Annette Loth den neuen Sanitärraum.
