Basketball MTuS Meckenheim / Basketball Regionalliga
Heimers verlieren denkwürdiges Spiel
1. Herrenmannschaft verliert gegen BG Kamp-Lintfort (58:61)
Meckenheim. Gegen eine dezimierte, körperlich und spielerisch unterlegene Mannschaft fand das Team von Trainer Torsten Schierenbeck selten einen Rhythmus und leistete sich zu viele Fehler. Die Gastgeber hätten das Spiel am Ende dennoch für sich entscheiden können (müssen), doch die überragend kämpfenden Gäste verteidigten den Vorsprung in das Ziel.
Denkwürdig war das Spiel unter anderem, weil es Spiel eins nach dem mehr als unglücklichen Abgang des US-Amerikaners David Golembiowski war. Der Topscorer der Heimers unterrichtete den Verein am Freitag (einen Tag vor Wechselfrist) davon, dass er zu den Telekom Baskets Bonn in die Regionalliga wechseln will. Nach einer kurzen Schockstarre und guter Überlegung entschieden die Verantwortlichen den Spieler, trotz laufenden Vertrages, ziehen zu lassen. Einen Spieler, der nur seinen eigenen Vorteil sieht und lieber in einem anderen Team spielen will zu halten, macht erfahrungsgemäß keinen Sinn. Der Trainer teilte der Mannschaft die Entscheidung am Freitagabend mit. Die zeigte sich sehr enttäuscht von dem Verhalten Golembiowskis. Das Training verlief entsprechend unkonzentriert, und das zog sich bis ins Spiel hinein. Die Verteidigung agierte wieder auf gutem Niveau, in den letzten fünf Spielen kassierten die Heimers im Schnitt nur 64 Punkte. In der Offensive fehlte natürlich eine wichtige Option. Die Kurzfristigkeit der Entscheidung gab dem Verein keine Möglichkeit mehr zu reagieren. Die Heimers nutzten nur noch die Möglichkeit, Till Henkel zu melden. Dieser trainierte seit Saisonbeginn sporadisch mit der Mannschaft. Henkel wird in zwei Wochen regelmäßig in das Training einsteigen und wenn möglich auch in den Spielen zur Verfügung stehen. „Für mich ist das Verhalten von David völlig inakzeptabel. Der Verein und allen voran Alexander (Hillmann) haben einiges in Bewegung gesetzt, ihm im Sommer den Wechsel zu ermöglichen“, so Schierenbeck.
Diese Unruhe übertrug sich auch auf das Spiel, das die Heimer gut begannen, und bis zur 23. Minute (37:28) schien auch alles weitestgehend im Lot. In der Folge häuften sich jedoch die Fehler und brachten den Gegner wieder ins Spiel. Die Kamp Lintforter mit sehr aggressiver Verteidigung und hohem Einsatz blieben immer im Spiel und drehten es am Ende zu ihren Gunsten. Die überforderten Schiedsrichter ohne jegliche Linie verunsicherten die Mannschaft noch mehr und am Ende holten die Gäste den Sieg aufgrund ihrer überragenden Moral nicht unverdient. Die Enttäuschung bei den Heimers war groß.
„Die Mannschaft wird die Vorkommnisse in der kommenden Trainingswoche aufarbeiten und mit der veränderten Rotation trainieren. Ich bin mir sicher, dass wir in der kommenden Woche in Opladen anders auftreten werden. Wir habe viel Charakter und Potenzial und werden uns wieder hochkämpfen“, ist sich der SG-Trainer sicher.
Viertel: 19:8, 14:18, 12:17, 13:18
Es spielten: Zimmermann (22 P.), Klär (19), Kube (7), Gloeckner (6), Marquez Valasek und Sävert (je 2), Bauz, Sattarov, Walter (0), Bergamann, Terlecki n.e.
