Erpeler Grundschüler und Kita-Kinder folgten St. Martin durch den Ort
„Ich geh mit meiner Laterne“ erfüllte die Erpeler Ley
Erpel. „Sankt Martin, Sankt Martin, Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind“, stimmte das Tambourcorps Erpel unter Leitung von Dirk Richarz auf dem Schulhof der Johannes Grundschule an. Auf dem hatten sich nicht nur die Schüler mit ihrem Laternen aufgestellt, auch aus dem „Regenbogenland“ waren kleinen Lampionträger in die Winzerstraße gekommen, um ihre gefleckten Giraffenköpfe mit den zapfenartigen Hörnern ebenso erglühen zu lassen wie die kleinen Gespenster, die im Kindergarten mühelos Halloween überlebt hatten.
Angeführt und eskortiert vom Erpeler Löschzug um Wehrführer Ernst Eich, machte sich der Martinszug auf, dem heiligen Mann, der in seinem roten Mantel eines römischen Offiziers hoch zu Ross vor der „Null-Uhr-Kapell“ ritt, durch den Ort zu folgen. Vorne weg marschierte die „Kinderwagenfraktion“, während etwas größere Kinder auf den Schultern ihrer Eltern das Meer der Laternen von oben betrachten konnten. In deren Licht schimmerte der goldene Helm von Sankt Martin, der freundlich die Zaungäste mit ihren Voll- und Halbmonden am Zugweg grüßte.
„Seit über zehn Jahren trägt Mona nun schon den Erpeler Sankt Martin durch die Alte und Freie Herrlichkeit. Das ist ihr letzter Auftritt, denn nächstes Jahr ist sie dann schon längst in Rente“, verriet Eberhard Euskirchen, der dieses Mal für den noch amtierenden Prinzen in die Rolle des heiligen Mannes geschlüpft war. Es folgten die leuchtenden Tiger der Erstklässler und die pausbäckigen Äpfel der 2b, in denen sich nimmersatte Raupen satt aßen. Nicht zum Verzehr geeignet waren die hellen Martinsgänse, die ihre langen Hälse nach möglichen Gefahren reckten, während Kängurus und Bumerang die Laternen der Viertklässler zierten, die den Martinszug abschlossen.
„Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir“, sangen die Kinder. Dabei leuchteten „da oben“ nicht nur die Sterne, sondern auch kreisrund der Vollmond, nicht zu vergessen das riesige Martinsfeuer auf der Erpeler Ley. Das konnte man besten im Ort bewundern, während die kleinen Fackelträger lauthals verkündeten, „dat d’r hellije Zinter Mätes ne jode Mann wor“. Und um dies zu unterstreichen, verteilte dieser dann zum Abschluss des Martinszuges auf dem Marktplatz an jedes Kind den obligatorischen Martinswecken als Lohn für den Fackelbau und den Gesang zu seinen Ehren.
Kleine Gespenster hatten im Kindergarten mühelos Halloween überlebt.
