VG-Chef Hans-Günter Fischer will seine Politik fortsetzen
„Ich will ein Bürgermeister der Menschen meiner Heimat sein, in der ich verwurzelt bin“
Linz. Der Christdemokrat Hans-Günter Fischer, der vor acht Jahren die Nachfolge von Klaus Hannuschke als Chef der Linzer Verwaltung angetreten hatte, war damals ohne Gegenkandidat auf stolze 91,3 Prozent der Stimmen gekommen. Ohne eine wirkliche Wahl zu haben, war damals allerdings nur gut ein Viertel der Wahlberechtigten der sieben Kommunen an die Urnen gegangen. Das wird dieses Mal mit größter Wahrscheinlichkeit ganz anders sein, nicht zuletzt wegen der Vorwürfe und Anschuldigungen, denen Fischer vonseiten der Fraktionen von SPD, FWG, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und Die Linke ausgesetzt ist. „Es ist zwar richtig, dass in der zurückliegenden Wahlperiode nicht alles eitel Freude und Sonnenschein war“, gesteht Hans-Günter Fischer ein, den Schuh, alleine Schuld an den Zwistigkeiten und Anfeindungen gewesen zu sein, zieht er sich aber nicht an.
„Ich will nicht nur Chef einer modernisierten Verwaltung, sondern ein Bürgermeister der Menschen meiner Heimat sein, in der ich verwurzelt bin“, habe ich 2005 vor meiner Wahl versprochen“, erinnert der gebürtige Lorscheider und diesem Anspruch sei er auch so weit wie möglich gerecht geworden. Und so wirbt der Amtsinhaber auch dieses Mal auf seinen Wahlplakaten: „Hans-Günter Fischer lebt hier, bewegt hier!“ Dafür hatte der 55-jährige Diplom-Volkswirt, der mit seiner Familie seit 1992 in Ockenfels lebt, seinen Posten als Hauptgeschäftsführer eines Bundesverbandes mit über 600 mittelständischen Unternehmen aufgegeben.
„Ich will meine erfolgreiche Politik fortsetzen und die Region weiter voranbringen, was nur möglich ist, wenn man die Bürger in diesen Prozess einbindet“, so der Verbandsbürgermeister, hinter dem alles andere als leichte Jahre liegen, angesichts einiger personeller Engpässe in wichtigen Abteilungen der Verwaltung. Vor allem die Umstellung auf die Doppik hatte diese Verwaltung vor große Aufgaben gestellt.
Trotzdem sei es ihm gelungen, den Standort „VG Linz“ zu stärken, um im Wettbewerb mit anderen Regionen vor allem unter Berücksichtigung des demografischen Wandels bestehen zu können.
„Wir haben die Kooperation mit dem von meinem Vorgänger ins Leben gerufenen Seniorenbeirats intensiviert, eine Ehrenamtsbörse aufgebaut sowie mit einer Vereinslotsin und einem ehrenamtlichen Bürgerbeauftragten für Betreuung und Gesundheitsfragen entscheidende Weichen für die Zukunft gestellt“, listet er Erfolge seiner Tätigkeit auf, zu denen auch der Bürgerfahrdienst sowie die Bürgercafés in Ohlenberg und Leubsdorf zählen.
Außerdem habe die VG im Zweckverband Abwasser Linz-Unkel extrem nachhaltig gearbeitet, wie in der Broschüre vom Mainzer Umwelt- und Wirtschaftsministerium zu lesen ist, in der die gemeinsame Kläranlage als zukunftsweisendes Beispiel angeführt wird. „Und schließlich sind wir nicht umsonst zusammen mit den Verbandsgemeinden Bad Hönningen und Waldbreitbach als Modellregion ausgezeichnet worden, worin ich durchaus eine Bestätigung und Anerkennung für unser geleistete Arbeit sehe“, betont Hans-Günter Fischer. Das Profil als „AktivRegion Rhein-Wied“ und die Mobilisierung der regionalen Synergien werde die eigene Position weiter stärken und so dazu beitragen, den Zusammenhalt über alle Generationen hinweg zu festigen, legt der CDU-Kandidat als Marschrichtung fest.
