Allgemeine Berichte | 20.01.2015

Leubsdorfer schafften naturnahe Unterkunft für Bienen und Co.

Insektenhotel wartet auf Gäste

Naturpark Rhein-Westerwald unterstützt Maßnahme

Die Rentnergilde beim Besuch des fertigen Insektenhotels. Alfons Faßbender

Neuwied. „Im Frühjahr sind wohl die ersten Gäste im Insektenhotel bei Leubsdorf zu erwarten“, so Dr. Friedericke Weber, Geschäftsführerin des Naturparks Rhein-Westerwald. Den Insekten, wie Wildbienen oder Wespen, einen Lebensraum zu bieten, dazu hat die „Rentnergilde aus Leubsdorf“ den Sommer über ein Insektenhotel gebaut, welches bei winterlichen Temperaturen nun offiziell eingeweiht wurde.

Die Ehrenämtler der „Rentnergilde“ aus Leubsdorf waren dazu viele Stunden aktiv: Recherchearbeiten wurden betrieben, geeignete Konstruktionen überlegt sowie Naturmaterialien wie Rinden oder Fichtenzapfen gesammelt, die den unterschiedlichen Insekten vielfältige Lebensräume bieten sollen.

Fürst zu Wied, der Vorsitzende des Naturparks Rhein-Westerwald, freute sich darüber, dass die Ehrenämtler sich aktiv in der Sache des Insektenschutzes einbringen - ein Engagement, das der Naturpark Rhein-Westerwald gerne mit der Förderung des Insektenhotels über Mittel des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten (MULEWF) unterstützt. Seitens der Gemeinde Leubsdorf wird das beispielhafte Engagement der Rentnergilde ausdrücklich begrüßt: „Neben dem positiven Effekt, den das Insektenhotel bezüglich des Natur- und Artenschutzes einnimmt, wird auch der Rheinsteig in der Leubsdorfer Gemarkung aufgewertet. Am Standort des Insektenhotels hat man zudem einen herrlichen Ausblick in das Rheintal und die Eifel“, so Achim Pohlen, der Ortsbürgermeister von Leubsdorf.

Dass Insektenhotels für Insekten wichtig sind, betonte auch Günter Hahn, Biotopbetreuer des Kreises Neuwied. Zusammen mit Joachim Oppitz wurde die Idee zum Bau der Brutstätte für Wildbienen während der Pflege der bunten Wiesen um die Koppe und den Schwarzen See geboren. Über 500 Arten gibt es deutschlandweit von ihnen, darunter Mauerbienen, Sandbienen, Pelzbienen, Kuckucksbienen, Hummeln, Faltenwespen, Grabwespen, Schlupfwespen, bunte Erzwespen. Sie alle leben individuell und legen ihre Eier auf verschiedene Weise einzeln ab: in hohle Pflanzenstängel, kleine Löcher und Käfergänge in Holz und Rinde, im Sand oder als kunstvoll getöpferte Gebilde an Lehmwand und Mauer. Im Gegensatz zu den wenigen, sozial lebenden Bienenarten, wie die domestizierte Honigbiene und die staatenbildenden Wespen, treten Wildbienen nicht in großen Schwärmen auf und stechen den Menschen auch nicht. Die teilweise glänzend bunten und größtenteils kleine, nur wenige Millimeter große Wildbienenarten sind durch die großflächige und intensive landwirtschaftliche Nutzung gebietsweise selten geworden. Ihnen fehlen Feldraine, bunte Wiesen, Wildkräuter in Acker und Wegrand. Aber auch die sauber gepflegten Gärten, Dörfer und Städte bieten den Wildbienen keinen Lebensraum mehr. Dabei ist ihre Leistung für den Naturhaushalt von unschätzbarem Wert: sie sind für die Bestäubung der meisten Pflanzenarten, Obstbäume und Kulturpflanzen unerlässlich und leisten dafür einen wesentlich höheren Beitrag als die Honigbiene. Durch ihre Artenvielfalt und Anpassung an die verschiedensten Lebensräume erreichen sie mehr Pflanzen als die Honigbiene und sind auch flexibler bei Wind und Wetter.

Im Insektenhotel finden Wildbienen für ihre Brut und Überwinterung optimale Rückzugsräume, die in der Landschaft oftmals fehlen. Außerdem finden Schmetterlinge und auch andere Nützlinge Platz bei schlechtem Wetter und im Winter. Das Insektenhotel - ein wichtiger Beitrag zum Schutz der Natur.

Die Rentnergilde beim Besuch des fertigen Insektenhotels. Foto: Alfons Faßbender

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