Allgemeine Berichte | 29.10.2014

Bad Honnefer Martinimarkt erwies sich als stimmungsvoller, schöner und noch besser besucht als in den Vorjahren

Jahrmarkt der Superlativen

Vor allem der Besucherandrang am Wochenende überstieg die relativ hohen Erwartungen der Centrum-Vertreter nachmals beträchtlich.

Bad Honnef. Bereits zum 19. Mal hatte der Centrum-Verein Bad Honnef um seine Vorsitzenden Georg Zumsande, Jürgen Kutter und Walter Löbach zum traditionellen Martini-Markt in die Innenstadt eingeladen, um mit diesem einmaligen Herbstmarkt am Fuße von Sankt Johann Baptist auf dem Markt- und Kirchplatz, in der Fußgängerzone und in den umliegenden Straßen am Saynschen Hof sowie der Haupt- und Bahnhofstraße auf die besinnliche Jahreszeit einzustimmen. Offiziell eröffnet wurde das vom Centrum mit Hilfe der Agentur Kutter organisierte Fünf-Tage-Event von dem Vorstand des Vereins zusammen mit Bürgermeister Otto Neuhoff und dem kaufmännischen Vorstand der Bad Honnef AG als Hauptsponsor, Peter Storck, an der Glühwein-Taverne.

„Nicht nur die riesige Dekoration mit den Eisenraben, die nicht nur hinter uns, sondern an allen Ecken und Kanten zu sehen sind, weisen auf den Herbst hin. Jürgen hat auch Hunderte von Kürbissen in der Innenstadt verteilt, von den Unmengen an Maiskolben ganz zu schweigen“, schwärmte Georg Zumsande vom Ideenreichtum des Marktleiters. Der hatte lediglich um die Stände dick Rindenmulch verteilen lassen, und dies etwa nicht aus Sparsamkeit, sondern um Rollstuhlfahrern und Nutzern von Rollatoren ein barrierenfreies Vorwärtskommen über den Markt zu ermöglichen.

„Aufenthaltsqualität ist uns wichtiger als Besucherrekorde“

Der Markt hat eine lange Tradition. „Der Festtag des heiligen Martin markierte früher den Beginn des bäuerlichen Jahreslaufs, an dem Zinsen und Zehnt fällig sowie Verträge gekündigt oder geschlossen wurden“, erinnerte Georg Zumsande. Außerdem war mit ihm die Zeit gekommen, in der man sich nach der Mast von Schweinen und Gänse trennte. „Wir haben nach altbewährtem Rezept wieder eine gelungene Mischung aus Kunst und Kommerz versprochen. Entsprechend gibt es gelebtes Handwerk und Kunstgewerbe in Hülle und Fülle an den Ständen“, schwärmte Jürgen Kutter. Außerdem würden viele Geschäfte in der Innenstadt, die mit ihrer fantasievollen und stimmungsvollen Dekoration geradezu in einen Wettbewerb eingetreten sind, mit ihren vielfältigen Angeboten auf die Besucher des Martinimarktes warten. Auch in diesem Jahr würden das gemütliche Ambiente und die hochwertigen Angebote der Aussteller im Vordergrund stehen. „Wir wollen nicht größer werden, sondern schöner und gemütlicher. Aufenthaltsqualität ist uns wichtiger als Besucherrekorde“, ergänzte Georg Zumsande. Das aber war ganz offensichtlich nur ein frommer Wunsch. Selbst der am Eröffnungstag zu später Stunde einsetzende Regen konnte die Besucher nicht zum Gehen veranlassen. Am Samstagnachmittag dann, vom sonnigen Sonntag ganz zu schweigen, gaben weniger die Gänse das sprichwörtliche Marschtempo über den Martinimarkt an, als vielmehr Schnecken.

Besondere Schmuckstücke angeboten

Menschmassen schoben sich dicht an dicht zwischen den Ständen der Händler durch, bestaunten Christbaumkugeln, Eiszapfen und Glocken, die mit gefiederten Paradiesvögeln demnächst etliche Weihnachtsbäume zieren werden. Auch jede Menge Material für die Krippen wurde neben den traditionellen Figuren angeboten, vom Brunnen über das Hirtenfeuer bis hin zu einer kompletten Schmiede. Nicht auf dem Amboss, sondern erheblich feiner gearbeitet waren die Schmuckstücke aus Silber und anderen Edelmetallen, die an einem Stand sogar mit dem Bernstein eine Verbindung eingingen. Nicht nur das mächtige Wattussirind mit seinen ausladenden Hörnern vom Circus Meik entführte in ferne Länder. Das gelang auch dem Stand mit exotischen Dekorationsstücken wie Südseemuscheln, Alpoka- oder Calleona-Schoten aus Java oder Pfeifenzweigen aus Indien.

Und natürlich kam auch das Kulinarische nicht zu kurz. Reibekuchen, Bratfisch und Rostbratwurst konkurrierten an der Pfarrkirche mit Chocokebab vom Asia-Stand. Nicht weit davon entfernt bot der Zauberbäcker an seiner Feldbeckerey neben dem nostalgischen Riesenrad an der Sakristei Steinofenbrot und Rosinenbrötchen an, während unten am Markt lodernde Buchenscheite den Geruch von Flammlachs über den Martinimarkt schickten. Kein Wunder, dass es nur zufriedene Gesichter beim Center-Verein gab, wurde der Martinimarkt doch von den Besuchern in den höchsten Tönen gelobt. „Freunde haben mir empfohlen, dieses Wochenende nach Bad Honnef zu fahren und dieser Tipp war Gold wert. Ich habe den Markt in vollen Zügen genossen und dabei auch schon einige Weihnachtsgeschenke ergattern können“, schwärmte ein Bonner. Der war dem Rat gefolgt, seinen Wagen auf einem der Parkplätze in Lohfeld abzustellen und den kostenlosen Shuttle-Busservice in Anspruch zu nehmen. Und wem die Taktung der Busse immer noch nicht hoch genug war, der marschierte eben die Bahnhofstraße hinauf in die Bad Honnefer Innenstadt, um dort in die vorweihnachtliche Atmosphäre des Martinimarktes einzutauchen.

Vor allem der Besucherandrang am Wochenende überstieg die relativ hohen Erwartungen der Centrum-Vertreter nachmals beträchtlich.

Vor allem der Besucherandrang am Wochenende überstieg die relativ hohen Erwartungen der Centrum-Vertreter nachmals beträchtlich.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
  • Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
Dauerauftrag 2025
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Fahrer gesucht (m/w/d)
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
First Friday Anzeige März
Innovatives rund um Andernach
Anzeigenauftrag FMP-1P9L0-AD-351131
125-jähriges Jubiläum der Rosenkranzkirche Bad Neuenahr und offizielle Wiedereröffnung am 12.04.26
Stellenanzeige Kita
125-jähriges Jubiläum der Rosenkranzkirche Bad Neuenahr und offizielle Wiedereröffnung am 12.04.26
Empfohlene Artikel
In Linz am Rhein fand wieder der „Klapperlauf“ statt – ein organisiertes Gemeinschaftserlebnis, bei dem zahlreiche Teilnehmer mehrmals täglich durch die Stadt ziehen und "klappern", begleitet und gefördert durch die VR Bank RheinAhrEifel eG.  Foto: Jan-Erik Burkard I VR Bank RheinAhrEifel eG
12

Linz. Der Klapperlauf in Linz am Rhein ist weit mehr als ein Brauch – er ist gelebte Tradition, Gemeinschaft und ein eindrucksvolles Zeichen regionaler Verbundenheit. Die VR Bank RheinAhrEifel eG begleitet dieses besondere Ereignis bereits seit über 40 Jahren als verlässlicher Partner und Förderer.

Weiterlesen

Die auch Roter Ibis oder Scharlachsichler genannten Vögel sind für ihre leuchtend rote Färbung mit schwarzen Flügelspitzen bekannt.
20

Neuwied. Gleich zwei neue Vogelarten sorgen seit Kurzem für farbenfrohe Akzente im Zoo Neuwied: Rotschulterenten und Rote Sichler sind in die Anlage gegenüber der Löwen, neben den Capybaras, eingezogen. Sie teilen sich das Gehege mit einem Pärchen der Nacktgesichtshokkos.

Weiterlesen

Symbolbild.
95

Die Woche vom 20. bis 26. April fällt in eine Phase des spürbaren Übergangs. Der Frühling zeigt sich vielerorts bereits stabil, gleichzeitig wächst die Erwartung auf den Mai. Diese Mischung aus Aufbruch und Ungeduld prägt viele Entscheidungen. In Liebe, Gesundheit und Beruf entstehen Chancen, aber auch Momente der Unsicherheit. Kleine Veränderungen im Alltag können große Wirkung entfalten.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf.
16

Im Foyer des Rathauses in der Rosengasse liegt ein Kondolenzbuch aus, in das sich Bürgerinnen und Bürger eintragen können

Stadt Mayen trauert um Mario Adorf

Mayen. Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf, der am 8. April 2026 im Alter von 95 Jahren verstorben ist.

Weiterlesen

Pfarrer Jörg Meyrer. Foto: privat
6

Sie ist gerade nicht besonders verlässlich. Kriege, Krisen, harte Worte in der Politik. Vieles ist in Bewegung, manches gerät aus den Fugen. Für uns Erwachsene ist es schon nicht einfach, alles zu verfolgen – und erst recht nicht, alles zu verstehen. Und zu begreifen, warum die Mächtigen ihre Gewalt- und Kriegsspiele treiben. Wie machen Kinder das?

Weiterlesen

Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Daueranzeige
Dauerauftrag 2026
Holz Loth-Entsorgung
Alles rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Doppelseite PR/Anzeigen
Vortrag: Arthrose des Hüft- und Kniegelenk
Tag der offenen Tür
SB Standesamt
Stellenanzeige
Ostergrußanzeige
Wohnträume
Wohnträume
Stellenausschreibung Hausmeister/in