Allgemeine Berichte | 06.01.2016

Traditionelles Neujahrskonzert in der Stadthalle

Linz startet beschwingt ins neue Jahr

Bereits zum achten Mal bestritt die Junge Philharmonie Köln das Linzer Neujahrskonzert

Die jungen Musiker begeisterten ihr Publikum wie in den Vorjahren. DL

Linz. Die „Leichte Kavallerie“ ließ das Ensemble der „Jungen Philharmonie Köln“ am Freitagnachmittag bei Beginn des traditionellen Linzer Neujahrskonzert durch die Stadthalle traben. Noch vor der weltberühmten Ouvertüre zu der gleichnamigen Operette von Franz von Suppé, die Dirigent Volker Hartung als „eine glänzende Parodie der Habsburger Pferdemacht“ angesagt hatte, hatte der Stadtbeigeordnete Karl-Heinz Wölbert wie schon im Vorjahr in Vertretung von Stadtbürgermeister Hans Georg Faust das Publikum in der bis auf den letzten Platz besetzte Halle begrüßt. „Das Konzert, mit dem uns die jungen Musiker bereits zum achten Mal in Folge mit einem bunten Strauß klassischer Melodien ins neue Jahr begleiten, war unheimlich schnell ausverkauft. Deshalb haben wir das Ensemble auch gleich für das Neujahrkonzert im kommenden Jahr engagiert“, berichtete er unter dem begeisterten Beifall der Gäste, bevor er sich dem Jahresrückblick zuwandte

In diesem konstatierte er zunächst die in Linz durchgängige Präsenz des gestaltenden gesellschaftlichen Miteinanders, um dann allen Hilfsorganisationen und Interessengruppen, Vereinen und politischen Vereinigungen für ihr ehrenamtliches Engagement in vielen sozialen Bezügen zu danken. Diese würden von der Seniorenarbeit über die Krankenbetreuung bis hin zum Hospizdienst, von der Linzer Tafel und dem Fairen Handel über Essen auf Rädern bis zur Betreuung von Asylanten reichen, die der vor den Gräueltaten und Kriegsverbrechen in ihrer Heimat auch in Linz Schutz suchen würden.

„Wir haben uns schon das ganze Jahr über auf das Neujahrskonzert hier bei Ihnen in der herrlichen Linzer Philharmonie gefreut“, so Volker Hartung, nachdem die Ouvertüre zu der ersten Wiener Operette verklungen war, in der von Franz von Suppé 1866 lange vor dem „Zigeunerbaron“ von Johann Strauß das ungarische Element zur Geltung gebracht worden war. Zusammen mit seinem Komponistenfreund Zoltan Kodaly sei Bela Bartok Anfang des 20. Jahrhunderts durch Rumänien gereist, um dort Volkslieder festzuhalten, nachdem er einem Dienstmädchen aus Siebenbürgen beim Singen zugehört habe“, erinnerte der Dirigent, der die Leitung der „Jungen Philharmonie Köln“, die von dem Solo-Kontrabasssisten des Tonhalle-Orchesters Zürich, Erich Kluge, 1972 ins Leben gerufen worden war, bereits 1986 übernommen hatte. „Bei den ‚Rumänischen Volkstänzen‘ des ungarisch-österreichischen Komponisten werden wir von dem Moldawier Ion Malcoci, einem der weltbesten Panflötisten unterstützt“, verriet er den Zuhörern, bevor das Ensemble den Tanzwalzer „Geschichten aus dem Wienerwald“ von Johan Strauß intonierten. Erstmals „erzählt“ worden waren diese 1868 im K.u.K. Volksgarten, wobei Anton Paschinge damals das Zithersolo übernommen hatte. „Wir ersetzen dieses Instrument durch ein 70 Kilogramm schweres Zymbal, mit dem der Moldawier Andrei Pavlinciuc für den typischen Balkan-Klang sorgt“, so Volker Hartung.

Der Italiener Gioachino Rossini ist im Programmen der „Jungen Philharmonie Köln“ ein Stammgast. Im Linzer Neujahrskonzert war er mit der „Rossiniana“ des polnischen Komponisten Karol Kurpinskis vertreten. „In diese hat unser Klarinettist Miltos Mumulides Anleihen von vielen anderen Komponisten bis hin zu Rachmaninow eingearbeitet“, so der Dirigent, bevor der Grieche mit einer erstaunlicher Fingerakrobatik und ausdrucksvollem Ton das Publikum begeisterte, dass dann von dem Ensemble mit der Schnellpolka „Perpetuum Mobile“ von Johann Strauß wie schon vor zwei Jahren in die Pause entlassen wurde.

Wenig später entführten die Musiker ihre Zuhörer in der Bunten Stadt am Rhein mit dem Strauß-Walzer an die „schöne blaue Donau“, bevor der junge russische Konzertmeister Artem Kononov als Solist bei den „Zigeunerweisen“ für Violine und Orchester von Pablo de Sarasate brillierte. Nach diesen Variationen von lyrischer Melodien bis hin zu einem Feuerwerk an Rhythmus wurde das Konzert mit der rumänischen Rhapsodie fortgesetzt, einer Zusammenstellung traditioneller Volksmusik. Zusammengestellt und für sein Instrument bearbeitet hatte diese Ion Malcoci, der zudem von seinem Landsmann Andrei Pavlinciuc als weiterem Solisten auf dem Zymbal unterstützt wurde, bevor das Neujahrskonzert von der Jungen Philharmonie Köln mit dem Walzer von Franz Lehar „Gold und Silber“ beendet wurde.

Die jungen Musiker begeisterten ihr Publikum wie in den Vorjahren. Foto: DL

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