Schachclub 1947 Linz
Linzer Traditionsclub vor dem Aus?
Verein sucht neue günstige Verinsräume
Linz. Der Schachclub 1947 Linz, dessen Ursprung bis vor den 1. Weltkrieg zurückreicht, hat durch die jüngst explodierenden Nebenkosten im Molti-Gebäude, keine finanzielle Basis mehr. Nachdem der Club über 28 Jahre in der Gaststätte Franz-Josef Zimmermann ein Zuhause hatte, fing nach deren Schließung die Misere für den Club an. Nach kürzeren Episoden in verschiedenen Linzer Lokalen konnte der Club einen Raum in der Kath. Familienbildungsstätte in der Alten Jugendherberge nutzen, bis dort durch einen Brand auch viele Dinge der Vereinsgeschichte verloren gingen und die Räume nicht mehr nutzbar waren. Danach konnte man vorübergehend im Martinus-Gymnasium spielen. Mit Unterstützung des Stadtbürgermeister Adi Buchwald bekam man 1995 einen Klassenraum im Alten Gymnasium. Die Mitglieder renovierten tüchtig und man bekam die Einrichtung von der Steffens-Brauerei gespendet. Dann musste man wieder ausziehen. Seit 2007 konnte der Verein das „Lehrerzimmer“, circa 36 qm, im Molti-Gebäude beziehen. Die jährlichen Nebenkosten für diesen Raum lagen bei anfänglich circa 400 Euro.
Sie stiegen von Jahr zu Jahr deutlich, und konnten nur durch zusätzliche private Gelder der Mitglieder aufgebracht werden. Nach anfänglich 10,50 Euro pro Quadratmeter sind diese aktuell auf 29,35 Euro geradezu explodiert. Nun muss man diesen Raum schnellstmöglich aufgeben. Deshalb ruft der Club nun die Linzer Institutionen und alle die helfen möchten auf, einen Raum zu finden, den der Club nur einmal pro Abend (Freitags von 19 bis 23 Uhr) für Training und Jugendarbeit benötigt. Für die 3. Mannschaft müsste man dort vier bis fünf Mal in den Herbst-und Wintermonaten die Heimspiele austragen dürfen. Diese beginnen in der Regel sonntags ab 10 Uhr . Außerdem müsste man das Spielmaterial aufbewahren dürfen.
