Sessionseröffnung bei der Rheinbreitbacher KG „Me haalen et us“
Oli I. und Jule I. proklamiert
Rheinbreitbach. Anders als in der vorigen Session hielt es die Rheinbreitbacher KG „Me haalen et us“ in diesem Jahr nicht einmal bis zum Elften im Elften aus. Bereits am Samstag hatten die „Ushaaler“ zum Sessionsstart in den Bürgersaal eingeladen, in dem Achim Klasen die Jecken, darunter Bürgermeister Wolfgang Gisevius, dessen Vorgänger, Verbandsgemeindebürgermeister Karsten Fehr, sowie etliche Ratsmitglieder, mit Schunkelleedcher in Stimmung versetzte, bis die KG um die Vorsitzenden Rudolf Martin und Thomas Saß pünktlich um 19.11 Uhr mit den Weckmöhnen in den Breitbacher Gürzenich einzogen.
Nach einigen Schunkelwalzern konnte Moderator Patrick Wolf dann den ersten „Stammgast“ auf die Bühne bitten, „Dä Tuppes vum Land“. Jörg Runge aus Engelskirchen bediente sich geschliffener Reimform, um Twitter und Facebook aufs Korn zu nehmen, bevor das Kinderprinzenpaar 2013/14 Felix I. (Hüttner) und Paula I. (Scheinpflug) mit seinen Pagen Pagen Etienne (Frings) und Jenny (Schulz) von Patrick Wolf und Rex-Muuzemändelche Karoline Laufenberg verabschiedet wurde.
Eingezogen war das Quartett mit den „Sternchen“, was Dieter Kock von den „Löstigen Gesellen“ aus Bad Honnef auf den Plan rief, der Karoline Laufenberg und der „Sternchen“-Trainerin Sandra Bovelet die ersten Sessionsorden seiner KG zu überreichte.
Als dann die Burgbläser mit ihrem Dirigenten Hansgünter Schröder et Trömmelche jonn ließen, stunden se natürlich al parat, die Breitbacher Jecke, und begrüßten frenetisch ihre zukünftigen Regenten, Oli I. aus dem Hause Saß, und Jule I. aus dem Hause Maihöfer, die, Strüßjer werfend und eskortiert von der Kleinen Burggarde und der Burggarde, mit ihren Pagen Nina Edelmann und Lasse Linden einzogen. „Karneval fiere find ich klasse, vor allem mit nem Freund wie meinem Lasse“, stellte die kleine Tollität ihren Pagen vor.
Prinzessin Jule I. verriet: „Tanzen finde ich ganz krass, vor allem mit der Burggarde macht es besonders Spaß!“ Das findet auch ihre Pagin Nina, ihre beste Schulfreundin. „Unser Tollitäten sind Fastelovend-technisch familiär extrem vorbelastet“, ergänzte Karoline Laufenberg. Oli I. ist nicht nur der Sohn des Vize-Vorsitzenden Thomas Saß, er tritt auch in die Fußstapfen von Schwester Meike, die 2011 Kinderprinzessin war. Erheblich länger zurück liegt die Tollitäten-Ära der Maihöfers. Am 7. November 1999 waren Jules Geschwister als Millenniums-Kinderprinzenpaar Benedikt I. und Corinna I. proklamiert worden. Mit so viel karnevalistischem Blut in den Adern forderten die beiden Herrscher ihr Völkchen auf: „Ihr Jecken groß und klein, mer wollen Fastelovend zesamme sein. Stimmt alle mit ein hier im Bürgersaal, ein dreifach Alaaf auf den Karneval!“ Das ließ sich die Narrenschar nicht dreimal sagen.
