Lokalsport | 24.09.2014

Wie im Vorjahr siegte Eavans Kipkoech Korir, während Annika Peiler sogar das Tripple gelang

Vettelschoß war beim 9. Rheinhöhenlauf das Mekka der Langstreckenläufer

68 Walker, 495 Langstreckenläufer und die Startläufer der Staffeln beim 9. Rheinhöhenlauf.  DL

Vettelschoß. Hochbetrieb herrschte auf dem Werksgelände der Firma Birkenstock Orthopädie GmbH & CoKG in Vettelschoß am Samstagmittag. Langläufer aus ganz Deutschland waren zum 9. Rheinhöhenlauf angereist, einem Halbmarathon, den Dieter Altmann zusammen mit Wolfgang Gemein ins Leben gerufen hatte. Durchgeführt vom Förderverein des Franziskus-Krankenhauses Linz waren neben den beiden sowie den übrigen Cheforganisatoren zudem wieder 160 Helfer vom SV Vettelschoß-Kalenborn und dem DRK im Einsatz, ganz zu schweigen von Feuerwehr und Polizei, die unterwegs für die Sicherheit der Sportler sorgten. Zu diesen zählten auch 68 Walker, 47 Frauen und 21 Männer, vor denen eine 12,7 Kilometer lange Strecke lag. „Der Rheinhöhenlauf hat sich innerhalb weniger Jahre zu einem Sportereignis der besonderen Art entwickelt. Vielleicht liegt es an den schönen Streckenabschnitten, vielleicht an der guten Organisation, vielleicht an den Zuschauern, oder vielleicht an dem schönen Rahmenprogramm. Ganz bestimmt liegt es aber auch an Euch“, wandte sich Dieter Altmann an die Akteure, von denen sich 684 auf die lange Strecke machten, zuzüglich der 89 Staffeln, bei denen sich zwei oder drei Starter, auch in gemischten Teams, die Strecke teilten. Gewechselt wurde wie immer an den Verpflegungsstellen eins und drei am Zigeunerplatz. Entsprechend lief der Startläufer die ersten 5.650 Meter, um dann den zweiten Läufer auf eine 10.345 Meter lange Strecke zu schicken, bevor der Schlussläufer wieder am Zigeunerplatz ins Geschehen eingriff und den letzten Abschnitt mit rund 5.100 Meter bis zum Ziel an der Grundschule zurücklegte. Dort waren die Nachwuchsläufer aktiv, von denen die Grundschule „Am Blauen See“ vor der Sankt Georg Grundschule Sankt Katharinen die meisten Teilnehmer stellte. Aber auch ganz jungen Sportler wie Naom Moog und Finn Walther, beide Jahrgang 2010, machten sich, angefeuert von zahlreichen Zuschauern im späteren Zielbereich auf die beiden Kurzstrecken. „Für alle ambitionierten Läuferinnen und Läufer, denen ein Tag nicht reicht, haben wir auch in diesem Jahr wieder einen dreitägigen Etappenlauf über insgesamt 50 Kilometer“, erinnerte Dieter Altmann und stellte mit Stephan Fromme (59:58) sowie Carsten von Kuk (58:33) die beiden Läufer vor, die den Freitagslauf von Linz nach Vettelschoß klar dominiert hatten, für den Halbmarathon aber einen taktischen Lauf im Hinblick auf einen Gesamtsieg anvisierten. Klar auf Sieg und damit auf das Tripple aus war dagegen Annika Peiler, die Triathletin vom SSF Bonn, die im Vorjahr mit 1:27:48 durchs Ziel gegangen war. Während sie sich keine Chancen ausrechnete, den Fabelrekord der Frauen zu brechen, den Jeunice Kales 2009 mit 1:13:47 aufgestellt hatte, wollte Eavans Kipkoech Korir vom Mizuno Team Vettelschoss sich selber übertreffen. Im Vorjahr hatte der Kenianer den Streckenrekord seines Landmanns Dickson Kimutai Kimayo vom Tyron-Team Vettelschoß mit 1:03:18 um fast zwei Minuten unterboten. „Auf einen Rekord ist Stefan Fetting nicht aus“, stellte Dieter Altmann den Königswinterer Feuerwehrmann vor, der sich in einer acht Kilogramm schweren Montur englischer Feuerwehrleute auf den Halbmarathon machte. „Für mich ist das heute ein Probelauf für den Regenbogenlauf Mitte Oktober in Hilden zugunsten eines Kinderhospizes“, so der Läufer, der eine Zeit um 2:10 Stunden anpeilte. Den Sieg als stärkste Gruppe hatte das Martinus-Gymnasiums da bereits eingesackt ebenso wie den entsprechenden Pokal, den Bürgermeister Heinrich Freidel überreichte. „Wenn nicht jetzt, wann dann“ klang es aus den Lautsprechern, als der Countdown heruntergezählt wurde und sich die Läufer auf den Weg machten. Dabei setzte sich Eavans Kipkoech Korir, angeführt von seinem „Hasen“ Andrewben Kimtai direkt an die Spitze des Feldes, das die beiden am Zigeunerplatz nach gut 5.000 Metern bereits weit hinter sich gelassen hatten. Für einen neuen Streckenrekord reichte es dieses Jahr jedoch nicht. Mit 1:03:58 blieb der Kenianer genau 40 Sekunden hinter seiner eigenen Bestzeit. Damit ließ er wie im Vorjahr den zweitplatzierten Maciek Miereczko aus Erftstadt weit hinter, der mit 1:14:36 seine Zeit aus dem Vorjahr zwar um 36 Sekunden verpasste, aber Moritz auf der Heide mit 15 Sekunden Vorsprung auf den dritten Rang verwies. Danach tat sich eine große Lücke auf, kam Stephan Fromme doch erst mit 1:19:19 als Vierter ins Ziel vor Daniel Weiser. Auch der Vorjahres-Siebter brauchte dieses Mal mit 1:21:59 ganze 20 Sekunden mehr für die Strecke, die der Run50-Läufer Carsten von Kuk in 1:22:18 bewältigte vor dem Linzer Alexander Löhr, der sich im Vergleich zu 2012 mit 1:22:30 um über eine Minute verbesserte. Einen harten Kampf lieferten sich Annika Peiler und Marlen Günther. Erst auf den letzten 2.000 Metern konnte sich die Bonner Triathletin, die am Franziskuskrankenhaus arbeitet, absetzen, um so in 1:28:46 ganze elf Sekunden vor ihrer Konkurrentin durchs Ziel zu gehen, die wiederum Lea Böhmer 2:12 Minuten hinter sich ließ. Die Vorjahres-Dritte, Birgit Lennarz aus Sankt Augustin musste sich mit 1:38:02 mit Platz vier begnügen. Den Titel als stärkste Gruppe hatte das Siebengebirgs-Gymnasium nach dreimaligem Gewinn zwar an das MGL abtreten müssen, dafür sorgten die Bad Honnefer Schüler aber bei den Staffeln für Furore, kamen doch sieben Sibi-Mannschaften unter die erste 13. Zwar lief die Laufgemeinschaft Neschen/Kurtscheid in 1:28:33 einen ungefährdeten Sieg heraus. Die „Dongsi-Dängsi“-Läufer verwiesen dagegen mit 1:32:37 die Sibi-Road Runner, Gustav und Jakob Wehrenpfennig sowie Michael Lucas, nur um acht Sekunden auf Rang drei. Auch der undankbare vierte Platz ging mit Kim Knopp, Jannik Busch und Julia Fromm, die in 1:35:12 durchs Ziel gingen, an das Sibi, dessen Staffeln „Laufgas“ in 1:37:27 und „7.3.“ in 1:39:22 hinter dem ersten MGL-Team, „Beastmode“ die Ränge sieben und acht belegten. Bei den Walkern siegten wie im Vorjahr Renate Möbus (1:26:55) und Josef Weber (1:23:02) vom Lauftreff Sternberg. Zweite bei den Frauen wurde erneut Bianca Klein aus Horhausen in 1:36:53 vor Eveline Schwarz (1:40:34). Bei den Männern belegte Otto Jarosch von der LG Rheinbach in 1:30:55 den zweiten Platz. Während Jürgen Prangenberg im Vorjahr Rudi Schorn von der LG Rhein-Wied noch um eine Sekunde auf Platz drei hatte verdrängen können, besetzten die beiden dieses Jahr in 1:33.53 gemeinsam den dritten Platz auf dem Siegerpodest. Gemeinsam durchs Ziel in 54:55 gingen Stephan Fromme vom Team Gore Running Wear und der Kölner Carsten von Kuk beim abschließenden Run50-Lauf am Sonntag auf dem Linzer Markt, nachdem sich Stephan Fromme beim Halbmarathon mit 1:19:19 einen stattlichen Vorsprung von zweieinhalb Minuten gesichert hatte und in 3:14:11 den Gesamtsieg einfuhr. Mit 3:15:45 verwies der Kölner wiederum Dirk Gimnig aus Westum (3:28:23) klar auf Platz drei, der über stolze fünfeinhalb Minuten Vorsprung vor dem viertplatzierten hatte. Mit zwei Minuten Vorsprung passierte Sabine Korz am Sonntag in 1:09:52 das Ziel vor Heide Schneider und Grit Baedecker, die in 1:12:10 Linz erreichte. Damit hatten sich auch die drei Gesamtsiegerinnen (4:07:14, 4:10:39 und 4:12:00) beim Abschlusslauf erneut durchgesetzt.

Schon Ende der „Stadionrunde“ hatten die beiden Afrikaner einen gehörigen Vorsprung herausgelaufen.

Schon Ende der „Stadionrunde“ hatten die beiden Afrikaner einen gehörigen Vorsprung herausgelaufen.

68 Walker, 495 Langstreckenläufer und die Startläufer der Staffeln beim 9. Rheinhöhenlauf. Foto: DL

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