Die Jugendfeuerwehr der Verbandsgemeinde Linz feierte ihr 25-jähriges Bestehen
Wehrleiter Thomas Nelles unterstrich die Bedeutung der Naschwuchsarbeit
Sankt Katharinen. Musikalisch perfekt eingestimmt auf den Verbandsgemeindefeuerwehrtag wurden die sieben Löschzüge der VG Linz im Bürgersaal von Sankt Katharinen vom Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Leubsdorf unter Leitung von Dirk Weber. Dorthin eingeladen hatten der Chef der Linzer Wehr, Verbandsbürgermeister Hans-Günter Fischer und Wehrleiter Thomas Nelles mit seinem Stellvertreter Christoph Teuner. „Beim Blick in den bis auf den letzten Platz gefüllten Saal ist mir nicht bange um die Zukunft der Linzer Wehr“, so Hans-Günter Fischer in seiner Begrüßungsrede. Namentlich willkommen heißen konnte er neben den Bundestagsabgeordneten Sabine Bätzing-Lichtenthäler und Erwin Rüddel sowie der Landtagsabgeordneten Ellen Demuth Landrat Rainer Kaul, den Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes, Dirk Elberskirch, die Ehrenwehrleiter Horst Knospe und Hans-Dieter Reufels sowie nicht zuletzt seine Bürgermeisterkollegen Achim Pohlen, Dieter Runkel und Kurt Pape sowie Dieter Sander, gleichzeitig VG-Beigeordneter ebenso wie Karl-Heinz „Flipo“ Wölbert. Sein besonderer Gruß galt dem Hausherrn, Bürgermeister Willi Knopp und dem Wehrführer des Löschzugs Sankt Katharinen, Tobias Schaarschmidt. Vergessen wurden von ihm auch nicht die Kameraden der Alterswehr sowie die Jugendfeuerwehr der VG Linz, die ihr 25-jähriges Bestehen feiern kann. „Wir sind stolz auf diese junge Mannschaft, auf Euch können wir bauen“, lobte er die potenziellen Nachwuchs-Feuerwehrleute. In dieses Lob schloss er aber auch die Löschzüge ein, die schnell, effizient und engagiert für die Sicherheit der Bürger sorgen würden. „Die vom VG-Rat beschlossenen Investitionen belegen deutlich: Wir stehen hinter Euch“, schloss Hans Günter Fischer seine Rede. Bevor Thomas Nelles auf den Jubilar einging, nannte der Wehrleiter einige Zahlen. So wurden die Löschzüge in 2012 zu 134 Einsätzen alarmiert, während es im Vorjahr noch 176 Einsätze waren. Zu Wasser und zu Land habe die Feuerwehr der VG Linz gezeigt, zu was sie in der Lage sei, und habe ein hervorragendes Ergebnis in der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr erzielt. „Durch das schnelle, umsichtige und professionelle Handeln der 235 Einsatzkräfte konnten neun Personen gerettet und ein bleibender Schaden für Leib und Seele verhindert werden“, resümierte er. Die Einsätze würden deutlich machen, wie wichtig es sei, eine flächendeckende und leistungsfähige Feuerwehr vorzuhalten. Moderne Einsatzfahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände in Verbindung mit hoch motivierten und qualifizierten Einsatzkräften würden die Feuerwehr Linz zu dem machen, was sie heute ist: zu einem leistungsstarken Team.
„Was aber nutzt dies alles, wenn kein Nachwuchs zum Nachrücken und Aufrechterhalten der Feuerwehr hier in der VG vorhanden wäre“, fragte Thomas Nelles rein rhetorisch. Am 9. Oktober 1987 war auf einer Wehrführer-Dienstbesprechung nach Ausrichtung des damaligen Kreisjugend-Feuerwehrfestes der Grundsatzbeschluss gefasst worden, auch in der VG Linz eine Jugendfeuerwehr zu gründen, was dann unter Wehrleiter Horst Knospe im folgenden Jahr am 2. Juli realisiert wurde. Neben einer kind- und jugendgerechten feuerwehrtechnischen Früherziehung würden in der Jugendfeuerwehr auch Spaß und Freude besonders groß geschrieben. „In den 25 Jahren wurden von Michael Nietzard (1988-92), kommissarisch von Andreas Rörig (1992-94), von Martin Schneider (1994-2003) sowie von Sven Kramer (2003-13), der dieses Jahr von Florian Ziegenhein abgelöst wurde, elf Mädchen und 152 Jungen auf den Dienst in der Feuerwehr vorbereitet, sodass inzwischen 40 Prozent der Linzer Einsatzkräfte aus der Jugendfeuerwehr zu uns gekommen sind“, rechnete Thomas Nelles hoch. Es sei erstaunlich, wie viele Führungskräfte bereits aus der Jugendfeuerwehr entstanden seien, fast die Hälfte der Wehrführer und ein Wehrleiter sollen aus dieser Nachwuchs-Organisation hervor gegangen sein. „Das ist für uns alle Ansporn genug, die Jugendfeuerwehr mit derzeit 19 Mitgliedern, darunter zwei Mädchen, auch weiterhin nach allen Möglichkeiten zu unterstützen“, so der Wehrleiter. Das beispielhafte Engagement der Jugendfeuerwehr war am Vortag bereits von Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei ihrem Besuch in der Linzer Burg gewürdigt worden. Zusammen mit der SPD-Ortsvorsitzenden Gezina Stuip und dem Vorsitzenden des SPD-Gemeindeverbands, Hajo Schwedthelm, hatte sie Jugendfeuerwehrwart Florian Ziegenhein und Wehrleiter Thomas Nelles nicht nur die Urkunde des Jugend-Aktiv-Preises überreicht. Die Kasse der Nachwuchs-Organsiation der Linzer Feuerwehrleute wurde von den Sozialdemokraten auch noch mit 150 Euro aufgefüllt. Außerdem lud der SPD-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Fredi Winter die Jugendfeuerwehr nach Mainz ein. Aber auch anlässlich des Jubiläums gab es natürlich am Samstag noch ein Geschenk. „Da bei der Besichtigung Eurer Räume festgestellt wurde, dass Euch noch eine Möglichkeit zum Anschauen von Ausbildungsfilmen fehlt, übergeben wir Euch heute eine TV-Anlage. Außerdem bekommt jeder von Euch den kleinen Feuerwehrdrachen Grisu mit Schlüsselband überreicht“, schloss Thomas Nelles seine Rede zum Jubiläum der Jugendfeuerwehr.
