Lokalsport | 09.12.2014

FC Unkel 80 geht in die Winterpause

Zeit, die Blessuren vollständig auszukurieren

Unkel. „Endlich Winterpause“ - das werden sich die meisten gedacht haben, nachdem die vergangenen drei Spiele absolviert waren. Zunächst wurde das Meisterschaftsspiel gegen Maischeid beim Stande von 4:0 für die Blau-Weißen auf Antrag des Gegners wegen sportlicher Überlegenheit nach einer guten halben Stunde abgebrochen.

Im darauf folgenden Meisterschaftsspiel wurde der FC im Spitzenspiel vom punktgleichen Verfolger in Dattenberg empfangen. Grundsätzlich war dieses Spiel eines Spitzenspieles würdig. Zwei Mannschaften auf Augenhöhe zu sehen, kommt selbst in der D-Klasse nicht allzu häufig vor. Überhaupt nicht zurecht kamen die Gäste aus Unkel jedoch vor allem mit zwei Dingen. Erstens mit den sich bietenden Tormöglichkeiten, was aber seit Beginn der Saison den großen Negativposten in der Mannschaft darstellt. Zum anderen war es die sehr körperbetonte Spielweise des Gastgebers, die vom ansonsten guten Schiedsrichter leider viel zu selten „honoriert“ wurde. Nachdem Bastian Lindlohr bereits Mitte der ersten Hälfte mit dem später glücklicherweise nicht erhärteten Verdacht auf Zehbruch ohne direkte Gegnerbeteiligung ausgewechselt werden musste, traf es den Torhüter Thomas Walbröhl in der 50. Minute umso härter. In einer klassischen 1:1-Situation Torhüter gegen Stürmer lag er bereits mit Ballkontrolle auf dem Boden, sodass der Stürmer ihn mit Leichtigkeit und unter Anwendung der allgemeinen sportlichen Regeln hätte überspringen können. Stattdessen suchte er den Torerfolg und traf den Torhüter unglücklich am Schienbein. Er wurde letztlich mit einem Schienbeinbruch ins Krankenhaus Linz eingeliefert. Unverständlicherweise wurde diese Aktion vom Schiedsrichter in keiner Weise geahndet.

Anschließend wurde der Ersatztorhüter Malte Dommermuth zweimal kalt erwischt, davon einmal unglücklich von einem eigenen Mitspieler. Aber selbst beim Stande von 0:2 gegen die Blau-Weißen wurde Druck ausgeübt. Eine dieser druckvollen Aktionen führte dann auch im Mittelkreis zu einem rüden taktischen Foul eines Dattenbergers gegen Severin Wallek. Hier bestätigte sich im Nachhinein der Verdacht auf einen Bruch des Schambeins glücklicherweise nicht. Da es sich bei einem taktischen Foul dem Sinn nach immer um ein absichtliches Spielunterbinden mittels Körperkontakt handelt, wäre ein Feldverweis durchaus angebracht gewesen. Leider unterblieb dieser aber. Das Spiel sowie die Tabellenführung wurde letztendlich verloren und so konnte man sich mit den restlichen verbliebenen, gesunden und unverletzten Spielern auf das Pokalspiel gegen den C-Ligisten aus Niederbreitbach konzentrieren. Aufgrund der Verletzungen aus dem vorigen Spiel sowie einiger krankheitsbedingter Ausfälle standen lediglich 13 Spieler zur Verfügung, die in dieser Konstellation noch nie miteinander gespielt hatten. Letztlich ging dieses Spiel mit 0:5 verloren, wobei immer wieder erstaunlich ist, mit welchem Kampfeswillen die Blau-Weißen ans Werk gehen. Spielerisch war diese Begegnung an diesem Tag leider nicht zu gewinnen.

Das nächste Pflichtspiel steht nun im März 2015 an. Zeit genug, um die kleineren Blessuren auszukurieren, um dann noch einmal richtig durchzustarten.

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