Der Löschzug Sankt Katharinen hatte zum Tag der offenen Tür an sein Gerätehaus eingeladen
Zwei Hubrettungsfahrzeuge standen im Mittelpunkt
Sankt Katharinen. Mehr Platz denn je hatte der Löschzug von Sankt Katharinen am Sonntag, beim Tag der offenen Tür seine Fahrzeuge neben dem des THW Neuwied zu präsentieren, da die benachbarte alte Sporthalle abgerissen worden war. „Wir haben unmittelbar nach dem Frühschoppen heute Vormittag unsere Feuerwehr-Rallye für die Kinder begonnen“, berichtete Andreas Scharrschmidt, der vor etlichen Wochen Wehrführer Willi Kröll abgelöst hatte und nun zusammen mit seinem Stellvertreter Dirk Hermann die 31-köpfige Feuerwehr-Mannschaft von sankt Katharinen führt.
Die konnte sich wie schon im Vorjahr bei ihrer Präsentation über mangelnde Resonanz nicht beklagen. Während die Rallye-Teilnehmer sich mit Fragen herumquälten, genossen die großen Besucher die Getränke und Speisen der Feuerwehrleute, nachdem sie ihre Fahrzeuge ausgiebig betrachtet hatten.
Im Mittelpunkt des Interesses stand aber natürlich das seit April 2012 in Linz stationierte Teleskopgelenkarm-Fahrzeug der Verbandsgemeinde. Das war angeschafft worden, um auch in engen, verwinkelten Gassen eine Brandbekämpfung von allen Seiten zu gewährleisten, was mit herkömmlichen Einsatzfahrzeugen meist unmöglich ist. Am Sonntag aber schwebte es, auf seinen ausgefahrenen Auslegern ruhend, mitten auf dem Platz vor der Fahrzeughalle. „Für seine Bedienung haben bereits 18 Maschinisten und Fahrzeugführer entsprechende Prüfungen abgelehnt und haben dafür rund 1.000 Stunden in diese Ausbildung investiert“, erklärte Andreas Scharrschmidt, der auch der Stellvertreter des Linzer Wehrleiters Thomas Nelles ist. Dieser berichtete, dass der TGM 32-12 zur Menschenrettung und Sicherung des zweiten Rettungsweges im Vorjahr bereits fünf Mal eingesetzt worden ist.
Wie die meisten Besucher genoss auch er nach dem langen Winter das herrliche Frühlingswetter mit fast sommerlichen Temperaturen an einem der Versorgungsstände. Und auch die wenigen Gäste, die in der Fahrzeughalle Schutz vor der Maisonne gesucht hatten, verließen diese neugierig, als Andreas Scharrschmidt weitere Gäste ankündigte. „Neben unseren befreundeten Löschzügen aus der Verbandsgemeinde und dem THW Neuwied ist gerade auch noch eine Delegation der Werksfeuerwehr von Thyssen Krupp Rasselstein aus Andernach angekommen“, so der Wehrführer. Nachdem er Sebastian Hinze begrüßt hatte, musste das Linzer Teleskop-Gelenkmastfahrzeug seinen Platz räumen. Der Grund: Die Rasselstein-Feuerwehrleute hatten ihr Hubrettungsfahrzeug mitgebracht, quasi den großen Bruder des TGM 32-12. Das Andernacher Werksfahrzeug fuhr seine Leiter auf stolze 44 Meter aus. „Außerdem verfügen wir auch noch über einen 2.500 Liter-Wassertank“, informierte Sebastian Hinze die Gäste. Die wären nur zu gerne mit der Hubarbeitsbühne in so luftige Höhen gestiegen, ein Wunsch, den ihnen die Rasselstein-Feuerwehrleute aber nicht erfüllen wollten.
Neben dem Linzer TGM 32-12 fuhr der Rasselstein-Hubwagen seine 44 Meter lange Leiter aus.
