Chef der Linzer Verwaltung wieder gewählt
Zweite Amtszeit angetreten
In der ersten VG-Ratssitzung 2015 erhielt Hans Günter Fischer von seiner Stellvertreterin die Ernennungsurkunde
Linz. Am ersten Septembersonntag vorigen Jahres hatte Verbandsbürgermeister Hans-Günter Fischer mit dem Slogan „Lebt hier - Bewegt hier“ erfolgreich den Sessel des Linzer Verwaltungschefs verteidigt. Mit 67,5 Prozent der Stimmen hatte sich der Christdemokrat bei der Wahl klar gegen den gemeinsamen Kandidaten von SPD, FWG, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und Die Linke, den Waldbreitbacher Wolfgang Bernath, bei einer Wahlbeteiligung von 41,2 Prozent durchgesetzt. Knapp eine Woche vor Ablauf seiner ersten Amtszeit am Dienstag, 27. Januar, übergab ihm die Erste Beigeordnete der VG, die Sozialdemokratin Andrea Sünning-Löhr auf der ersten Sitzung des VG-Rats im neuen Jahr die Ernennungsurkunde.
Während Achim Nonnen seinem Parteifreund im Namen der CDU-Fraktion mit einem in weiß gehaltenen Blumenstrauß gratulierte, hatten sich die so genannte „Bunte Mehrheits-Koalition“ für rote Blumen entschieden, wobei sich Hans-Günter Fischers Stellvertreterin nicht sicher war, ob sich dabei jemand etwas gedacht habe und wenn ja, was das wohl sei. Der alte und neu Amtsinhaber wertete dies dagegen als positives Angebot, welches er umgehend aufgriff: „Ich will gemeinsam mit Ihnen die VG voranbringen. Die zweite Amtsperiode für unserer Heimat kann beginnen!“
Aufgaben warten genug auf ihn und die Mandatsträger hinsichtlich einer Verbesserung der Generationenfreundlichkeit, des Umwelt- und Klimaschutzes, hinsichtlich des Ehrenamts und der Schule sowie der Verbesserung der Infrastruktur. Und dies alles in enger Kooperation mit den Verbandsgemeinden Bad Hönningen und Waldbreitbach als „Aktivregion Rhein-Wied“ im Modellprojekt des Landes Rheinland-Pfalz „Starke Kommune - starkes Land“ sowie im Quartett mit der VG Unkel in der EU-Leader-Förderung „Lille“, dem „Lokalen, integrierten ländlichen Entwicklungskonzept“.
„Im Wettbewerb mit anderen Regionen und Kommunen ringen wir um die besten Lösungen im Interesse unserer Bevölkerung und mit dieser zusammen“, so Hans-Günter Fischer. Wie groß bei dieser der Zusammenhalt und die Solidarität sei, habe sich eindruckvoll bei dem dramatischen Hangrutsch am Kaiserberg gezeigt, erinnerte der VG-Chef. Als bei diesem eine Familie nicht nur ihr Haus durch Abriss, sondern auch das gesamte Hab und Gut verloren hatte, war spontan eine Initiative mit einem entsprechenden Spendekonto gegründet worden, auf dem zahlreiche Einzahlungen eingegangen sind, nicht zuletzt die Sitzungsgelder der VG-Ratsmitglieder aller Faktionen sowie einen Tag danach die der Linzer Stadtratsmitglieder. „Das Engagement für das Gemeinwohl ist in der heutigen Zeit wichtiger denn je“, so der alte und neue Chef der Linzer Verwaltung, der gleichzeitig für Toleranz nicht nur im Umgang mit den Flüchtlingen warb, sondern allgemein für Menschen aus anderer Kulturräumen.
