Allgemeine Berichte | 13.10.2014

Projektchor Kreis-Chorverband Mayen auf Konzertreise

90 Sängerinnen und Sänger am Lago Maggiore

In der voll besetzten Kirche von Stresa wurde die heilige Messe musikalisch mitgestaltet vom Projektchor.

Region. Nach vier Jahren Pause war es endlich wieder soweit. Im September erlebten 120 Sänger/innen und Partner zum wiederholten Mal eine unvergessliche Konzertreise. Nach der Toskana, Ungarn und Polen ging es zum Lago Maggiore.

Die Reise wurde organisatorisch von der Firma CCO-Tours aus Schwarzenholz im Saarland in Verbindung mit dem Kreis-Geschäftsführer Lothar Käsgen aus Mertloch betreut. Hierzu gehören auch der Konzertauftritt mit einem italienischen und weiteren deutschen Chor in Mercurago bei Arona sowie die musikalische Gestaltung der Messe in Stresa.

Gut gelaunt trafen sich alle zur gemeinsamen Abfahrt in Ochtendung. Zeitig zum Abendessen erreichte der Chor den Zielort Belgirate am südwestlichen Ufer des Lago Maggiore. Lothar Käsgen war es wichtig, alle Teilnehmer gemeinsam in einem Hotel unterzubringen, damit während der gesamten Reise der familiäre Zusammenhalt z.B. bei Abendessen und Frühstück gewahrt und gepflegt werden kann.

Letzte Proben vor Ort rückten bei den Sänger/innen das erarbeitete Liedgut wieder in den Vordergrund. Und unmittelbar vor dem Konzert, also dem eigentlichen Höhepunkt der Konzertreise, stellte die Chorleiterin Chordirektorin (FDB) Barbara Nöst-Butz den Chor auf die hervorragende Akustik in der kleinen Rundkirche ein und das Repertoire ließ sich dann spielerisch konzentriert darbieten. Das Konzert wurde von dem Männerchor Jugendfreunde Herborn/Hessen imposant eröffnet. Der Auftritt des Projektchores ist in einen geistlichen und weltlichen Teil untergliedert und begann mit keinem geringeren als W. A. Mozart und seinem Ave verum corpus. Takt- und gefühlvoll unterstützt wurde der Chor auf dem eigens mitgenommenen Keyboard von der Sängerin Elke Schäfgen. Es folgte der mächtige bassbetonte Chor Deep river im Satz von Burleigh. Einen musikalischen Gegenpart stellte das Spiritual Good news dar, das frisch und flott mit dem ganzen Körper zelebriert wurde. Das gleiche gilt für den Reggae „Laudato si“. Der Text basiert auf einem italienischen Sonnengesang des Franz von Assisi aus dem Jahr 1225. Die mündlich überlieferte Melodie ist von Holger Clausen arrangiert. Der geistliche Konzertpart wurde mit „The Blessing of Aaron“ beendet. Hierbei nutzte der Chor in seiner Dynamikgestaltung die excellente Kirchenakustik voll aus.

Den weltlichen Teil gestaltete der Chor mit Carl Orff’s „Odi et amo“ aus „Catulli Carmina“. Das Stück beinhaltet ebenfalls einen erheblichen Dynamikumfang mit einigen gewöhnungsbedürftigen Akkorden. Es folgte mit „Un poquito samba“ ein Sprung zu Samba-Rhythmen von Lorenz Maierhofer, welche vom Publikum begeistert aufgenommen wurden.

Mit dem etwa 10 Jahre alten Pophit „You raise me up“ wurde es etwas ruhiger, blieb aber dennoch rhythmisch anspruchsvoll. Dieser Tendenz folgend brachte der Chor dem aufmerksamen Publikum den schlichten 7stimmigen Chorkanon „Zeiten der Ruhe“ von Lorenz Maierhofer zu Gehör.

Den Schlusspunkt bildeten „Amor vittorioso“ und „Neigen sich die Stunden“. Das erstgenannte Stück stammt von Giovanne Gastoldi aus dem Jahr 1591. Es ähnelt einem flotten Tanzlied und sprüht vor Vergnügen. Als besonderen Dank an die italienischen Freunde und Ausrichter dieses Konzertes wurde die zweite Strophe in italienischer Sprache dargeboten und wurde mit Begeisterung von den Besuchern aufgenommen. Ähnliches gilt für das Schlusslied „Neigen sich die Stunden“. Ein würdiger Abschluss des Konzertbeitrages, denn die Strophen wurden deutsch, englisch und italienisch gesungen. Das Publikum und alle Sänger/innen waren begeistert. Alles in allem ein gelungenes Event. Peter Weiler lobte insbesondere die herzliche Gastlichkeit und den unkomplizierten Umgang mit den überwiegend nicht italienisch sprechenden Projektsänger/innen. In frohgelaunter Stimmung konnten man sich, so gut es eben ging, mit den italienischen Freund/innen noch unterhalten und dabei ein Glas Sekt und einen kleinen Imbiss geniesen.

Musikalische Mitgestaltung

Am darauffolgenden Sonntag durfte der Projektchor die Messe in der voll besetzten Kirche von Stresa musikalisch gestalten. Mit dem stimmgewaltigen „Lobt den Herrn der Welt“ sang der Chor zum Eingang. Auch hier konnte der Chor mit Elke Schäfgen als Begleiterin und mit dem Keybord der Chorleiterin alles mit eigenen Personen und Mitteln gestalten. J. S. Bachs „Befiehl du deine Wege“ aus seiner Matthäus-Passion und dem Text von Paul Gerhardt wurde schlicht aber bestimmt vorgetragen. W.A. Mozarts „Ave verum corpus“ wurde ruhig fließend vorgetragen. Der folgende musikalische Kontrast wurde offensichtlich mit dem auch im Konzert gesungenen „Laudato si“. Als Schlussgesang diente „The Blessing of Aaron“. Er begeisterte die Gottesdienstbesucher und lohnten mit langem Beifall. Sogar australische Urlauber bezeugten ihr Gefallen an diesem Chorgesang und waren erstaunt als sie erfuhren, dass der Chor aus dem ihnen bekannten Großraum Koblenz stammt.

Ein Ständchen für das Ehepaar Schmitz

Zurück im Hotel gab es noch ein Ständchen und Gratulationen für das aktiv teilnehmende Ehepaar Maria Katharina und Wilhelm Schmitz aus Monreal. Auf den Tag genau konnten sie auf 40 gemeinsame Ehejahre zurückblicken.

Das vom Geschäftsführer Lothar Käsgen erarbeitete Rahmenprogramm erfüllte den Rest der im nachhinein viel zu kurzen Verweildauer am Lago Maggiore. Informative Tagesausflüge unter Begleitung der Reiseleiterinnen nach Mailand, zu den Borromäischen Inseln mit Besichtigung der Fischerinsel Pescatori, zum Ortasee mit Schifffahrt zur Insel San Giulio sowie zu den Städten Stresa, Como und Lugano waren die Höhepunkte.

Eine Überraschung hatte Lothar dann noch parat: Alle Reisenden erhielten kostenlos in einer Eisdiele in Stresa eine Portion Eis mit fünf Geschmacksrichtungen nach Wahl. Ein Bild für die Götter: 120 Teilnehmer einschließlich Reiseleiterinnen und Busfahrer/in schleckten gleichzeitig bestes italienisches Eis und träumten bereits von der nächsten Konzertreise.

Im Hotel überraschte der Chor das Ehepaar Schmitz mit einem kleinen Ständchen.

Im Hotel überraschte der Chor das Ehepaar Schmitz mit einem kleinen Ständchen.

In einer Eisdiele in Stresa erhielten die SängerInnen ein Eis. privat

In einer Eisdiele in Stresa erhielten die SängerInnen ein Eis. Fotos: privat

In der voll besetzten Kirche von Stresa wurde die heilige Messe musikalisch mitgestaltet vom Projektchor.

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