Allgemeine Berichte | 28.09.2015, 09:40 Uhr

Preisverleihung des Sparkassen-Riesling 2015                                       - Anzeige -

Kürung des Siegerweines im geschichtsträchtigen Ambiente der Burg Eltz

Der Wein des Brunnenhofes Ibald aus Hatzenport erreichte den ersten Platz

Burg Eltz. Treppensteigen und Höhen überwinden sind im Hause Ibald Alltag. Denn ihr Weinberg in Hatzenport weist Steigungen von 30 bis 70 Prozent auf. Eine Treppe der besonderen Art erwartete die Familie beim Wettbewerb zum Sparkassen-Riesling 2015, der von der Kreissparkasse Mayen ausgerichtet wurde. Ihr eingereichter Wein, der 2014er Hatzenporter Kirchberg Riesling Hochgewächs lieblich, schmeckte der vierzehnköpfigen Jury bei der Verkostung am 9. September so gut, dass sie die höchste Stufe des Siegerpodestes erreichten.

In einem feierlichen Rahmen fand jetzt die Preisverleihung statt, an der neben dem ersten Platz für den Wein des  Brunnenhofs Ibald zwei weitere Weine ausgezeichnet wurden. Wie bei der Verkostung wählte man auch diesmal einen ehrwürdigen Ort mit außergewöhnlichem Ambiente, die romantisch im Tal gelegene Burg Eltz. Dem Hausherren,  Dr. Karl Graf zu Eltz, war es eine große Freude, dass die Kreissparkasse seine Einladung angenommen hatte. Nachdem er die Gäste, auch im Namen seiner Familie, begrüßt hatte, entschuldigte er sich humorvoll für das Wetter, denn der Himmel hatte seine Schleusen geöffnet. Dr. Karl Graf zu Eltz bedankte sich bei Karl-Josef Esch, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Mayen, weil Wettbewerb und Preisverleihung auf der Burg stattfanden. So involviert ist für den Grafen klar, was er zukünftig möchte: „Die 800 Jahre alte Weinbautradition an der Mosel durch tun und nicht durch lassen beleben.“ Er wünschte den Anwesenden einen schönen Abend und Freude am Wein.

„Ein herzliches Willkommen auf der geschichtsträchtigen Burg, die sogar einmal auf einem Geldschein war“, wünschte Karl-Josef Esch und freute sich, dass aus der Idee, die zunächst ein kleines Pflänzchen war, einen Sparkassen-Riesling zu küren, ein Wettbewerb geworden ist: „Das funktioniert nur, da hervorragende Weine angebaut werden. Dank der qualifizierten Arbeit der Winzer.“ Die Winzer lud er ein, auch im nächsten Jahr dabei zu sein, und mit Herzblut bei der Sache zu bleiben. Zwei Drittel der Weingüter im Geschäftsgebiet der Kreissparkasse hatten in diesem Jahr am Wettbewerb teilgenommen.

16 Weingüter reichten 28 Weine ein

Das entspricht 16 Weingütern, die insgesamt 28 Weine einreichten. Darüber zeigte sich auch Landrat Dr. Alexander Saftig begeistert, der selbst Jurymitglied war: „Wir sind stolz auf unseren Wein, die Rieslingweine der Mosel haben wieder Ruf! Und wenn man über etwas stolz ist, sollte man darüber berichten. Die Schönheit, die Genüsse in den Vordergrund stellen, dafür stehen viele Menschen hinter der Sache.“

„Die Weinkultur ist das Markenzeichen des Landkreises“

Er betonte die großen Chancen durch den Wein für den Tourismus in der Region: „Die Weinkultur ist das Aushängeschild, das Markenzeichen und Identifikationssymbol des Landkreises Mayen-Koblenz.“ Bezogen auf die schwierige Suche nach dem Sparkassen-Riesling 2015, denn Potenzial und Qualität besaßen alle Bewerber, sagte er: „Die Moselweine sind eine Freude für jeden Gaumen. Schlechten Wein sucht man in Mayen-Koblenz vergebens.“ Davon konnten sich die Gäste selbst überzeugen und die Siegerweine, gepaart mit einem Winzerschmaus, probieren.

Mit auf das Siegerpodest stiegen auf Platz 2 der „2014er Hatzenporter Kirchberg Riesling Auslese“ vom Bio-Ferienweingut Sabine und Elmar Leyendecker aus Kattenes und auf Platz 3 der „2014er Hatzenporter Bischofstein Riesling Hochgewächs“ vom Bio-Weingut Julia und Rabea Weckbecker aus Moselkern.

Der „Sparkassen-Riesling des Jahres“ ist eine Edition der Kreissparkasse Mayen für Gondorf-Hatzenport-Kattenes-Lehmen und Löf. Der Riesling des Weinguts Brunnenhof der Familie Ibald (www.brunnenhof-hatzenport.de) gewann den Wettbewerb, der 2013 startete, zum zweiten Mal. Der 1,25 Hektar große Betrieb wird seit 1987 im Nebenerwerb gef

ührt. Die großen Steigungen machen viel Handarbeit nötig. Im Schieferboden auf einer erstklassigen Südlage wachsen unverkennbare, gebietstypische Rieslingweine. Das Weingut im Herzen der Terrassenmosel baut zu 80 Prozent Riesling, zu 15 Prozent Blauen Spätburgunder und zu fünf Prozent Dornfelder an. Mit Herzblut keltern die Moselwinzer ihre Weine, mit Herzblut setzt sich die Kreissparkasse Mayen für ihre Produkte ein. Und so stellt sich bald wieder die Frage: Wer wird der Sparkassen-Riesling 2016?

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