Lokalsport | 30.03.2015

Fußball-Regionalliga Südwest – Saison 2014/15

TuS Koblenz kann nicht nachlegen

Schängel unterlagen im Südwestderby dem 1.FC Saarbrücken unglücklich mit 0:1

Hier war Fabrice Vollborn machtlos. Alexandre Mendy hatte gerade per Kopfball den Führungstreffer für die Saarländer markiert. -TH-

Koblenz. Die TuS Koblenz muss auf weiteres auf ihren zweiten Heimsieg in der Regionalliga Südwest warten. Am Samstagnachmittag kassierte die Mannschaft von Cheftrainer Petrik Sander vor 2.229 Zuschauern im Stadion Oberwerth eine unglückliche 0:1-Niederlage gegen den 1. FC Saarbrücken. In einer ausgeglichenen Partie markierte Alexandre Mendy (26.) per Flugkopfball das Tor des Tages.

So war TuS-Coach Petrik Sander vom Auftritt seiner Mannschaft, trotz der neunten Heimniederlage, nicht unzufrieden: „Ich habe nicht einen so großen Unterschied gesehen. Heute hat die individuelle Qualität der Spieler den Unterschied ausgemacht. Und da hat Saarbrücken einen Vorsprung, den wir nicht ausgleichen konnten. Trotzdem hatten wir unsere Möglichkeiten, ich denke hierbei vor allem an die Monsterchance von Danko Boskovic, und hätten auch meiner Meinung nach einen Punkt verdient gehabt.“

Sander hatte die Mannschaft gegenüber dem 2:1-Sieg bei Waldhof Mannheim nur auf einer Position verändert. Angelo Hauk kam nach seiner Sperre für Dustin Ernst in die Startelf, Pokalheld Kadir Yalcin saß für den verletzten Torwart Darius Motazed auf der Bank. In den Anfangsminuten hatten die Gäste mehr Spielanteile, ohne gefährlich vor dem Koblenzer Tor aufzutauchen. Die TuS versteckte sich aber nicht und versuchte es immer wieder mit langen Bällen in die Spitze. Saarbrücken dagegen versuchte es immer wieder über die Außenbahnen. So entstand dann auch der Führungstreffer. Wegner flankte mustergültig in den Strafraum und Mendy aus sieben Metern in die Maschen. In den Schlussminuten der ersten Halbzeit wurden die Schängel dann noch einmal mutiger und hatten innerhalb von sechzig Sekunden zwei Gelegenheiten durch Armir Softic und Danko Boskovic die aber nicht das gewünschte Ergebnis brachten.

Auch in der zweiten Halbzeit blieb der Favorit aus Saarbrücken harmlos. Nur noch einmal hatte die TuS Glück, als FCS-Stürmer Luz nach einer Wegner-Vorlage den Ball frei vor dem Tor nicht mehr kontrollieren konnte.

Die besseren Möglichkeiten hatte die TuS. Gut zwanzig Minuten vor dem Ende hätte TuS-Kapitän Danko Boskovic für den 1:1-Ausgleich sorgen müssen, als er mustergültig von Felix Lietz am langen Pfosten bedient wurde. Doch dem 33-Jährigen versagten freistehend die Nerven, FCS-Keeper Hohs rettete mit einem starken Reflex (67.). Saarbrücken überließ der TuS nun die Spielkontrolle, der Tabellenzweite stand sehr tief in der eigenen Hälfte und lauerte auf Konter. Der ehemalige Koblenzer Matthew Taylor versuchte es eine Viertelstunde vor Spielende aus der Drehung aber sein Flachschuss verfehlt sein Ziel um zwei Meter. Es sollte die einzige nennenswerte Offensivaktion für Taylor bleiben. Zwei Minuten später dann die nächste Möglichkeit zum Ausgleich. Eine Steuke-Flanke von rechts wurde so gefährlich abgefälscht, dass der starke Keeper Hohs den Ball mit den Fingerspitzen aus dem Winkel kratzen musste. In den Schlussminuten warfen die Schängel dann alles nach vorne, allerdings ohne noch einmal für Gefahr zu sorgen. Beinahe hätten die Gäste die freien Räume in der Schlussphase ausgenutzt, Meyerhoefer und Wegner scheiterten an Torwart Fabrice Vollborn (90.). Letztlich ein sehr glücklicher Erfolg für den 1. FC Saarbrücken, denn die Sander-Elf hätte sich einen Punkt in einer sehr ausgeglichenen Partie verdient gehabt. Dementsprechend froh war Fuat Kilic über den Erfolg seiner Mannschaft: „Wir wussten, dass dies heute ein sehr intensives Spiel würde und deshalb sind wir froh über den Erfolg meiner Mannschaft“.

TuS Koblenz: Vollborn, Matuwila, Qoutschalla (73. Ernst), Steuke (90. Dzaka), Marx, Boskovic, Softic (82. Hadzic), Benamar, Lietz, Hickl, Hauk.

Hier war Fabrice Vollborn machtlos. Alexandre Mendy hatte gerade per Kopfball den Führungstreffer für die Saarländer markiert.Foto: -TH-

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