Kalt im SWR Fernsehen
Porträt am 27.9. in der „Landesschau Rheinland-Pfalz“
Kalt/VG Maifeld. Schon seit mehreren Jahren sendet das SWR Fernsehen in der Reihe „Hierzuland“ liebevolle Ortsporträts. Ein achteinhalb Minuten langer Beitrag über die Waldstraße in Kalt läuft am Freitag, den 27.9., ab 18.45 Uhr innerhalb der „Landesschau Rheinland-Pfalz“. Eines vorweg: Es ist in Kalt und auf der Kalter Waldstraße nicht kälter als sonst wo im Land. Der Dorfname, sagt Bürgermeister Willi Probstfeld, sei keltischen Ursprungs. Der Straßenname dagegen ist eindeutig: Die Waldstraße ist ein schmaler Weg entlang des Waldes. Am Wegrand sind einige alte Höfe, drei Wohnhäuser aus den 70er-Jahren. Viel mehr Bebauung kam nicht hinzu ? die Waldstraße ist eine ruhige Wohnstraße und erregte doch im letzten Jahr sehr viel Aufmerksamkeit. Besuch aus Übersee reiste an: 14 Amerikaner besichtigten den Deutschordenshof. Allesamt sind sie Nachfahren eines Peter Esch, der um 1575 den Hof betrieb. Im 19. Jahrhundert waren drei Geschwister namens Esch in die USA ausgewandert, hatten dort für zahlreiche Nachkommen gesorgt. Und diese „US-Eschs“ suchten Spuren ihrer Ahnen in Kalt und wurden fündig. Bis heute ist der Deutschordenshof im Besitz der Familie Esch. Franz-Josef Esch wurde hier geboren, seine Frau stammt aus dem Nachbarhaus. Als Eschs in den 70er-Jahren in der Waldstraße neu bauten, war es ihnen eine Herzenssache am Hang zu wohnen, mit Blick über den alten Hof. Heute ist er Wohnort des Künstlers Michael Loeb. Er malt fotorealistisch, Pop-Art und Autos wie Ferrari oder Lamborghini. Erotik und Luxusautos sind eine wirkungsvolle Kombination seiner Ausstellungen. Seine Bilder verkauft Michael Loeb in Internetauktionshäusern, in Berliner Szene-Bars, oder er malt direkt im Auftrag von Autoliebhabern. Man könnte meinen, ein Maler der High-Society passe so gar nicht in die ruhige Waldstraße, doch weit gefehlt: Der Künstler liebt seine Kalter Wahlheimat, Natur und Landleben. Dabei bietet gerade die Waldstraße Möglichkeiten, das Landleben auch für Kinder und Teenager interessanter zu machen. Ulrike Horst ist seit vielen Jahren ehrenamtlich in der Kalter Jugendarbeit aktiv, lässt sich immer wieder neue Aktionen einfallen. Und lebt auch ein „Rattenfänger von Hameln“ in der Waldstraße ganz neu auf.
