FC Wierschem - Maifeld Volleys
Zuhause ungeschlagen
Sieg gegen den Tabellenführer
Münstermaifeld. Die Halle war neu, das Resultat nicht: Die Volleyballerinnen des FC Wierschem haben auch ihr fünftes Heimspiel in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saarland für sich entschieden und dabei dem Mitabsteiger ASV Landau die erste Niederlage in dieser Saison zugefügt. Da die reguläre Spielstätte in Mendig nicht verfügbar war, mussten die Maifeld Volleys in ihre Trainingshalle ausweichen, und sie besiegten den Tabellenführer in der Gymnasialsporthalle Münstermaifeld nach zähem Ringen mit 3:2 (18:25, 25:18, 25:22, 18:25, 15:7). Im Klassement bleibt der ASV nach zehn Spieltagen mit 27 Zählern vorn und Wierschem mit 19 Punkten Vierter. Das Topspiel der beiden letztjährigen Regionalligisten stand für die Gastgeberinnen unter nicht allzu günstigen Vorzeichen: Trainer Lutz Kasper musste aus privaten Gründen passen, für ihn übernahm Claudia Bach das Coaching. Und die Angreiferin merkte schnell, dass die Doppelaufgabe keine leichte ist: „Öfter brauche ich das nicht. Beides konnte ich nicht gut erledigen und bin dann lieber rausgegangen. Beim Coaching war ich heute wertvoller fürs Team.“ Eine sehr selbstreflektierte und ehrliche Einschätzung, die wahrscheinlich den Sieg brachte. Im zweiten Durchgang kam Paula Rüber für Claudia Bach und schaffte es, die Sicherung des Blocks und der Abwehr zu stabilisieren. Kurz darauf hatte der FCW den miserablen Auftaktsatz ausgeglichen, das Spiel begann neu und ging gut weiter für Wierschem. Paulas Schwester Anna Rüber kam im dritten Satz für Romy Berger und sicherte mit starken Aufschlägen viele Punkte. „Sie hat uns den Satz gewonnen“, urteilte Spielertrainerin Bach. Die musste im vierten Durchgang zwar mitansehen, wie ihr Team erst mal mit zwölf Punkten zurücklag, dann aber eine Aufholjagd startete, die immerhin bis zum 18:23 führte. Den Satz holte sich Landau trotzdem, Wierschem hatte aber wieder seinen Rhythmus gefunden. „Den Schwung haben wir dann in den Tiebreak mitgenommen“, so Bach. Die konnte sich auf die Zuspielerin Donna Sesterhenn verlassen, die aus der starken, von Libera Kimberly Löcher gut organisierten Annahme immer wieder erfolgreiche Angriffe inszenierte. Der X-Faktor an diesem Tag war aber die ebenso junge wie starke Bank des FCW. Denn mit Carolin Janoschek trumpfte im Entscheidungssatz der nächste Youngster auf. Eine Serie mit scharfen Aufschlägen der Mittelblockerin brachte fünf Punkte in Folge und kurz danach die zwei Zähler für den 3:2-Heimsieg. Ein gelungener Einsatz auch für Interimstrainerin Claudia Bach, die trotzdem offen zugab: „Ich bin froh, wenn Lutz an der Linie zurück ist.“ FC Wierschem: Sesterhenn, Weiler, Kopp, Dücking, Berger, Bach; Löcher; Glück, Paula Rüber, Janoschek, Anna Rüber, Wey.
Das nächste Spiel findet bereits am Samstag, 23. Januar um 20 Uhr in der Kreissporthalle in Mendig statt. Zu Gast ist der Tabellenzweite TV Rohrbach. Die Zweite Mannschaft spielte am vergangenen Sonntag in Konz, konnte immerhin einen Punkt mitnehmen (Satzergebnis 2:3).
