Allgemeine Berichte | 24.10.2015

Eindrucksvolles Gemeinschaftserlebnis mit der St.-Matthias-Bruderschaft Mayen

100 Dompilger waren unterwegs zur Wallfahrtshochburg Kevelaer

Pilgertradition am Niederrhein begründet sich mit einem geheimnisvollen Aufruf an einen armen Kaufmann

Die Peter und Paul-Kirche in Strealen war eine weitere Pilgerstation der Matthiasfreunde aus Mayen und Umgebung. PRESS

Mayen/Region. Die jährliche „Domfahrt“ der Mayener St.-Matthias-Bruderschaft (SMB MY) führte diesmal nach Kevelaer. Mit jährlich einer Million Besuchern ist die niederrheinische Stadt (bei Kleve) Anziehungspunkt insbesondere für Wallfahrer und Freunde von Kultur- und Volksgeschichte und auch des Kunsthandwerks. Die „Hundertschaft“ der Matthiasfreunde steuerte natürlich insbesondere die historischen Pilgerziele an.

Geheimnisvoller Kapellen-Auftrag

Die Wallfahrts-Tradition in Kevelaer hat ihren Ursprung in einem geheimnisvollen Aufruf, den ein schlichter Handelsmann 1641 wiederholt erlebte: „An dieser Stelle sollst Du mir ein Kapellchen bauen“, hörte er auf seinem Weg von Weeze nach Geldern, als er vor einem Hagelkreuz betete. Der Beter Hendrick Busmann, der selbst arm war, führte dennoch diesen Auftrag aus. In den Bildstock stellte man 1642 das heutige Gnadenbild der „Trösterin der Betrübten“ dem auch heute noch viele Menschen - in der 1645 errichteten sechseckigen „Gnadenkapelle“ - begegnen wollen. Die Matthiasfreunde besuchten im Wallfahrtsbereich auch weitere Gotteshäuser: Die Kerzenkapelle, das Forum Pax Christi und auch die Beichtkapelle waren ihre Stationen zu Gebet und Gesang, den sie in der ganztägig voll besetzten Marien-Basilika anderen Pilgern überlassen mussten.

Verbundenheit im Gebet

Aber auch der historische Stadtkern von Kevelaer mit seinen 200 denkmalgeschützten Häusern beeindruckte die Pilger. Auf ihrer Rückfahrt nach Mayen machten die Dompilger auch Station in Straelen beim Besuch der dortigen Peter und Paul – Kirche und der Grabesstätte der ehemaligen Oberbürgermeisterin von Mayen, Veronika Fischer, der sie im Gebet vor Ort gedachten. Nach einem gemeinsamen Abschlussabend in Lahnstein galt ein Dank allen Akteuren, die diese eindrucksvolle „Domfahrt“ wieder mal zu einem Gemeinschaftserlebnis machten. Und so wurde für den 17. September 2016 bereits der „Hunsrück-Dom“ in Ravensgiersburg und die Benediktiner-Abtei in Eibingen im Gedenken an Hildegard von Bingen ins Planungs-Visier der rührigen St.-Matthias-Bruderschaft Mayen genommen...

PRESS

Im Gebet gedachten die Dompilger auch der ehemaligen Oberbürgermeisterin Veronika Fischer an deren Grabesstätte in Strealen.

Im Gebet gedachten die Dompilger auch der ehemaligen Oberbürgermeisterin Veronika Fischer an deren Grabesstätte in Strealen.

Die Peter und Paul-Kirche in Strealen war eine weitere Pilgerstation der Matthiasfreunde aus Mayen und Umgebung. Fotos: PRESS

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