Politik | 12.01.2015

Arft, eine Perle der Eifel, mitten im „Wacholderland“

Arft, eine Perle der Eifel, mitten im „Wacholderland“

Arft/Vordereifel. Das Wort „Gemeindetag“ sagt eigentlich schon alles. An diesem Tage werden die Bürger der Ortsgemeinde eingeladen, um in der heimeligen Atmosphäre des Bürgerhauses, locker vom Hocker, bei Kaffee und Kuchen vieles im Rückblick, aber auch mit Blick in die Zukunft zu erfahren und natürlich über all das zu diskutieren, was Jung und Alt innerhalb ihrer Gemeinde interessiert. Schon die Zahl der Besucher zeigte ein breites Interesse an der Veranstaltung: Etwa 80 Arfter waren zum Gemeindetag in das Bürgerhaus gekommen.

Zahlreiche Ehrengäste

Ortschef Carlo Groß konnte darüber hinaus zahlreiche Ehrengäste begrüßen: Gekommen waren unter anderem auch der ehemalige Ortsbürgermeister Lothar Waldorf sowie die vorigen Mitglieder des Gemeinderats, die verabschiedet wurden (Horst Andres, Josef Groß, Theodor Holzem, Michael Pung). Zudem waren die Vorsitzenden der örtlichen Vereine anwesend: Bernd Groß (Wehrleiter Freiwillige Feuerwehr), Alexander Winter (Junggesellenverein), Christian Dewald (Thekenmannschaft) sowie Jörg Holzem (Heimatverein). Weitere Ehrengäste waren der Wehrleiter der Verbandsgemeinde Peter Ott, der Arfter Jagdpächter Alexander Breekpot, Gerhard Krämer von der Wacholderwacht Osteifel und Josef Ant als Organisator des Spendenlaufs 2014. Und sie alle wurden aus berufenem Munde informiert, ob nun aus Sicht der Kreisverwaltung von Landrat Dr. Alexander Saftig, innerhalb des Bereiches der „Verbandsgemeinde Vordereifel“ von Bürgermeister Gerd Heilmann, und zu guter Letzt vom Hausherrn, dem Arfter Ortsbürgermeister Carlo Groß, der dem Auditorium gleich bescheinigte: „Die Ortsgemeinde, das sind wir alle, jeder einzelne von uns, die wir in diesem schönen Ort wohnen. Wir können gestalten und gemeinsam etwas erreichen“. Und da gab es wohl so einiges, im ersten arbeitsintensiven Halbjahr mit einem fast komplett neuen Gemeinderat und dem 45-jährigen Carlo Groß, der seit Juni 2014 an der Spitze agiert.

Man hat viel dazu gelernt, die anstehenden Arbeiten diverser Projekte im Team angefasst und bearbeitet. Ob nun der Bergheidenweg, die Waldbegehung im Forst, Arbeiten am Spielplatz, die Verkehrsinsel am Ortseingang oder gar Patenschaften, und vieles weitere mehr.

Neue Themen stehen an

Auch im nächsten Jahr gilt es, die Ärmel hoch zu krempeln, um sich mit neuen, anstehenden Themen zu beschäftigen. Etwa der Bau der Ortsstraßen, die Wacholderheide, eine Landschaft, die unbezahlbar ist. oder gar die Homepage der Ortsgemeinde. Hierzu wurde ein Fotowettbewerb ausgeschrieben, dessen Gewinner bei der Veranstaltung prämiert wurden. „Wir wohnen hier in einem herrlichen Fleckchen Erde und dafür sind wir alle sehr dankbar“, so Groß, der besonders betonte, was dieses Bürgerengagement im Einzelnen ausmacht. Der Ortsbürgermeister legte dar, welche Themen bereits abgeschlossen waren und betonte dabei, dass dies vor allem durch eine hervorragende Zusammenarbeit in einem Gemeinderat gelungen sei, der sich als Team versteht und zusammenarbeitet. Gleichzeitig hob er die Mitarbeit von einer Vielzahl von Arfter Bürgern in Arbeitsgruppen und durch die Übernahme von Patenschaften durch Einzelne hervor. Einige Neuerungen waren direkt bemerkbar - so gibt es am Raßberg eine neue Traumpfad-Fahne, neue LED-Straßenleuchten mit beeindruckenden Stromeinsparungen wurden installiert und an einigen Straßen erfolgten Risse-Sanierungen. Andere Arbeiten erfolgten im Hintergrund - beispielsweise wurden die Holzbestellungen neu organisiert und die Benutzungsordnung des Bürgerhauses überarbeitet. Carlo Groß begrüßte, dass Arfter Traditionen wie das Fest des Jungengesellenvereins „Krach am Bach“ nicht nur fortgeführt, sondern auch weiterentwickelt werden - so wurde das Fest 2014 mit einem überaus erfolgreichen Spendenlauf kombiniert. Und vielleicht werden auch neue Traditionen geschaffen, zumindest deuteten die vielen Besucher des Glühwein-Abends des Gemeinderats auf eine Fortsetzung in den nächsten Jahren hin.

In Arft tut sich etwas

Das alles zeigt wohl - in Arft tut sich was, der Eifelort ist äußerst lebendig, und seine Bürger packen an. Aus der Perspektive des Landkreises Mayen-Koblenz gab Dr. Alexander Saftig einen politischen Rückblick auf das vergangene Jahr sowie ein Ausblick auf 2015. Sein Resümee: 2014 war ein gutes Jahr für Kreis, Verbandsgemeinde und Arft. In seinem Redebeitrag beleuchtete Dr. Saftig ganz verschiedene Facetten des Landkreises und machte dabei immer wieder die Verbindung zu Arft deutlich: Sei es zum Beispiel der im zweiten Jahr ausgeglichene Haushalt des Kreises, seien es die erfolgreich durchgeführte Klinikfusion, die anstehenden Investitionen bei Schulen und Feuerwehr oder die Förderung der Dorfentwicklung. Als Inbegriff besonderen Naturschutzes bezeichnete der Landrat das Engagement für die Wacholderheiden der Osteifel. 150 Tausend Euro werden im Jahr 2015 hier wieder investiert und eine gute Kooperation zwischen SGD, Kreis, Verbandsgemeinde und Ortsgemeinden sorgen dafür, dass die Zukunft dieses Projekts gesichert ist. Bürgermeister Gerd Heilmann stellte die Politik auf der Ebene der Verbandsgemeinde dar und gab den Arfter Bürgern einen Überblick zu den 2015 wichtigen Themen wie Haushalt, Windenergie und Abwassergebühren. Bei einer moderaten Neuverschuldung der Verbandsgemeinde von 155 Tausend Euro kommen 85 Prozent der Gesamtinvestitionen der Feuerwehr zugute. Gerd Heilmann stellte zudem dar, welche Chancen auch für Arft das europäische LEADER-Förderszenario bietet, über das bald entschieden wird. Beide Redner begrüßten das Bürgerengagement in Arft: Dr. Alexander Saftig und Gerd Heilmann gaben ein starkes Plädoyer für die dörflichen Strukturen in der Region und die starke Bürgerbeteiligung und bedankten sich für das Engagement in Arft.

In einem eigenen Teil moderierte Wehrleiter Bernd Groß die Punkte der Freiwilligen Feuerwehr: Dr. Alexander Saftig konnte Theodor Holzem das Goldene Feuerwehrehrenzeichen für 35 aktive Mitgliedschaft verleihen. Gerd Heilmann hatte gleich drei erfreuliche Aufgaben: Er verlieh Markus Thiel das Silberne Feuerwehrehrenzeichen für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft, verpflichtete Bernhard Holzem als stellvertretenden Wehrleiter und nahm Daniel Weber als neues Mitglied in die Feuerwehr auf.

Zahlreiche Aufgaben und Projekte

Auch 2015 stehen viele Aufgaben und Projekte in Arft an. Der Ortsbürgermeister verwies auf konkrete Vorhaben: Er beschloss die Veranstaltung mit der Preisverleihung des Fotowettbewerbs „Arft gestern und heute“, zu dem die Ortsgemeinde 2014 aufgerufen hatte. Hintergrund war der neue Internetauftritt von Arft, für den noch Fotos benötigt wurden. Thorsten Klühe erreichte den 1. Platz und erhielt einen Restaurant-Gutschein in Höhe von 50 Euro, weitere Preisträger waren Hans-Georg Winter (2.), Karl Becher (3.) und Volker Windheuser (4.), die jeweils ein Buch zur Geschichte der Verbandsgemeinde erhielten. Der Kinder- und Jugendpreis (jeweils zwei Karten für die Burgfestspiele Mayen) ging an Hannah Holzem sowie Nico und Linda Groß. Auch beim anschließenden geselligen Teil der Veranstaltung konnten sich die Bürger aus Arft und Netterhöfe als Dorf erleben. Und dabei wurde immer wieder deutlich: „Gemeinsamkeit macht stark“.

Arft, eine Perle der Eifel, mitten im „Wacholderland“
Arft, eine Perle der Eifel, mitten im „Wacholderland“

Arft, eine Perle der Eifel, mitten im „Wacholderland“

Viele illustre Gäste waren zum Gemeindetag in die Arfter Halle gekommen. Fotos: BS Ortschef Carlo Groß hat einiges vor: Wir müssen gemeinsam vieles bewirken „Also, packen wird an“. Bürgermeister Gerd Heilmann stellte die Politik auf der Ebene der Verbandsgemeinde dar. Landrat Dr. Saftig gab wichtige Informationen und hatte viel Lob im Gepäck.

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