Lokalsport | 01.08.2026

Weser-Flusstour

Auf den Spuren des Rattenfängers und der Stadtmusikanten – RSC Mayen unterwegs auf dem Weser-Radweg

Start zum Weser-Tour am „Weserstein“ in Hannoversch Münden.

Hannoversch Münden/Mayen. Die 25. Jubiläumsflusstour des Mayener Radsportclubs führte auf rund 400 Kilometern Länge entlang der Weser, von der Quelle in Hannoversch Münden bis zur Hansestadt Bremen. Eine 17-köpfige Gruppe folgte dabei auf vier Radetappen den Spuren deutscher Geschichte, Märchen und Sagen.

Nach der frühmorgendlichen Anreise mit zwei Bussen samt Fahrradanhänger nach Hannoversch Münden startete die erste 90km lange Etappe am „Weserstein“, der mit dem Zusammenfluss von Werra und Fulda die Weserquelle markiert. Von hieraus ging es entlang des Weser-Radwegs bis zum ersten Tagesziel nach Holzminden. Unterwegs bestaunten die Radsportler den historischen, Barockhafen und das Gradierwerk in Bad Karlshafen und genossen nachmittags nahe Höxter ein kühles Bad im Strandbad Godelheimer See. Die Busse wurden dabei während der Tour abschnittsweise von wechselnden Fahrern der Gruppe befördert.

Die zweite Etappe führte durch Deutschlands Märchen und Sagenwelt auf 110km bis nach Porta Westfalica. In Bodenwerder, der Heimat des „Lügenbarons“ Münchhausen, bestaunten die Sportler die lebendige Darstellung der berühmten Geschichten anhand von Figuren, während bei der Mittagsrast in Hameln Tourorganisator Thomas Eggen die berühmte Sage des „Rattenfängers“ zitierte. Unweit des Ziels genoss man nachmittags am Strand des „Bodega Beach Clubs“ bei Rinteln das herrliche Sonnenwetter.

An Tag 3 stand der mit 112km längste Tagesabschnitt bis Bücken auf dem Programm. Gleich nach dem Start wartete als größte Schwierigkeit der Tour die Auffahrt zum „Kaiser-Wilhelm-Denkmal“, mit einer fantastischen Aussicht über das Wesertal bei Porta Westfalica. Beim Übergang vom Weser-Bergland in die norddeutsche Tiefebene folgten die Städte Stolzenau, Nienburg und Drakenburg, zwischendurch besuchte man in Minden das Wasserstraßenkreuz von Weser und Mittellandkanal sowie die Weserschleuse. Nach der Flussüberquerung mit der „Weserfähre Schweringen“ ließen die Radsportler den Tag entspannt im Pool und an der Bar eines Wellnesshotels in Bücken ausklingen.

Die rund 82km lange Schlussetappe nach Bremen führte schließlich vorbei an der historischen Domstadt Verden und zu einer Mittagsrast im „Fährhaus am Streek“ nahe der Stadt „Achim“. Unweit des Tourziels am Martinianleger in der Bremer Altstadt gab es eine weitere willkommene Abkühlung am „Werderseestrand“. Die letzte, urige Übernachtung fand dann auf der „Alex“ statt, dem gemütlichen Hotel-Segelschiff „Alexander von Humboldt“, auch bekannt aus einer früheren Bier-Werbung. Die abermals rundum gelungene Etappenfahrt endete mit dem Besuch des Bremer Marktplatzes samt „Bremer Stadtmusikanten“, sowie des Bremer Nachtlebens entlang der belebten Weserpromenade und den engen Gassen und Kneipen der historischen „Bötchergasse“. Martin Schäfer

Die Flusstour-Gruppe während der Fahrt auf dem Weser-Radweg bei Rühle.

Die Flusstour-Gruppe während der Fahrt auf dem Weser-Radweg bei Rühle. Foto: Martin Schäfer

Die Mayener beim „halben Pferd“ des „Lügenbarons“ Münchhausen in Bodenwerder.

Die Mayener beim „halben Pferd“ des „Lügenbarons“ Münchhausen in Bodenwerder. Foto: Martin Schäfer

Besuch des „Kaiser-Wilhelm-Denkmals“ in Porta Westfalica.

Besuch des „Kaiser-Wilhelm-Denkmals“ in Porta Westfalica. Foto: Martin Schäfer

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Auf den Spuren des Rattenfängers und der Stadtmusikanten – RSC Mayen unterwegs auf dem Weser-Radweg
Urige Übernachtung auf dem Segelschiff „Alexander von Humboldt“ zum Abschluss in Bremen

Foto: Martin Schäfer

Auf den Spuren des Rattenfängers und der Stadtmusikanten – RSC Mayen unterwegs auf dem Weser-Radweg

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Start zum Weser-Tour am „Weserstein“ in Hannoversch Münden. Foto: Martin Schäfer

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