Weinbauverein „mons regalis 2002 e. V.“ Monreal auf Exkursion im Kaulenbachtal
Auf den Spuren des Schieferbergbaus
Monreal. Zwischen den Eifelgemeinden Müllenbach und Leienkaul liegt der Teil des Kaulenbachtals, in dem ab dem 17. Jahrhundert Schiefer abgebaut wurde. Zahlreiche Stollen und Mauerreste von Werksgebäuden zeugen noch heute von der einst blühenden Schieferindustrie.
Die Grube Colonia und später die Grube Mariaschacht, waren die Hauptbergwerke. Noch bis weit in die 1950er Jahre, war Mariaschacht in Betrieb und wurde nach einem starken Wassereinbruch geschlossen.
Dies und vieles mehr zu erkunden, hat sich eine Gruppe des Weinbauvereins „mons regalis“ Monreal ins Kaulenbachtal begeben. Unter fachkundiger Führung von Wolfgang Fröschen, Vorstandsmitglied des „Vereins zur Erhaltung der Schieferbergbaugeschichte e.V. Müllenbach“, durchwanderte die Gruppe den beschriebenen Talabschnitt. Die Teilnehmer der Exkursion waren begeistert von der geschichtlichen Reise in die Vergangenheit und den stummen Zeitzeugen einstigen Grubenlebens, waren doch einige darunter, deren Vater, Großvater und Urgroßvater einer der Bergmänner gewesen ist. Begonnen hat die Führung im Bergbaumuseum Müllenbach, dem ehemaligen Pfarrhaus, mit einer Einführung in Form eines Kurzfilms und dem Rundgang im Museum. Der Verein, der auch das Museum betreibt, hat sich seit einigen Jahren für den Erhalt und die Pflege der noch vorhandenen Anlagenreste eingesetzt, und das sind nicht wenige. Sie pflegen die Wege, warten die Mauerreste, haben Verweilplätze mit Tischen und Bänken geschaffen und kramen immer wieder in der Bergbaugeschichte.
Noch gibt es Zeitzeugen, zum Beispiel die damaligen Kinder, die mittags Essen, in sogenannten „Henkelmännern“, zur Grube trugen. Wohlverdient hat sich die Wandergruppe den Verweilplatz auf dem ehemaligen Gelände der Grube Colonia zunutze gemacht, um ein Mittagspicknick zu genießen.
Zu einpaar deftigen Bissen fehlte, neben anderen Getränken, natürlich auch eine Auswahl köstlicher Weine nicht. Auf den geschichtsträchtigen „Henkelmann“ hatte die Gruppe verzichtet. Nach Beendigung der Exkursion ließ es sich die Gruppe auf dem Sommerfest des Laubacher Gesangvereins bei Kaffee und Kuchen gut gehen. Das eindrucksvolle Erlebnis wird nachhaltig in Erinnerung bleiben.
