Politik | 27.06.2015, 09:54 Uhr

SPD sieht die Pläne zur Dorfmitte als gescheitert an

Bürger sollen für eine neue Lösung einbezogen werden

Die Dorfmitte droht, ein langfristiger Schandfleck in der Gemeinde zu werden. privat
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Ettringen. Ein paar Sandhaufen auf einem riesigen, unebenen Gelände - wer derzeit Ettringens Hauptstraße befährt und einen Seitenblick in Höhe der Bäckerstraße wagt, der sieht Ettringens neue Dorfmitte, beziehungsweise das, was derzeit davon übrig geblieben ist. Was für Uneingeweihte wie ein logischer erster Bauabschnitt nach den vor Monaten vollzogenen Abrissarbeiten aussieht, scheint nun ein langfristiger Schandfleck in der Gemeinde zu werden, denn die Pläne zur neuen Dorfmitte dürften gescheitert sein.

 Nachdem die Verwaltung, allen voran Bürgermeister Werner Spitzley, sämtliche Zweifel am Investor, Nachfragen nach Referenzen und der Seriosität des Investors, dem Fortgang des Projekts und Bitten um weitreichendere Informationen lange Zeit mit lapidaren Aussagen wie: „Alles in Ordnung, das Projekt läuft wie geplant, Öffentlichkeit und Gemeinderat sind ausreichend informiert“ abgetan hat, ist nun eines klar: Blindes Vertrauen in mündliche Absprachen mit einem Investor, von dem wenig bekannt war, und das Ignorieren von Warnungen und Bedenken seitens der SPD, nur um ein Projekt durchzusetzen, zahlt sich eben doch nicht aus. Offensichtlich hat der Investor Forderungen gestellt, die für die Gemeinde unannehmbar sind. Die Schuld am Scheitern des Projektes nun der SPD-Fraktion anzulasten, die ihre unbeantworteten Fragen und offenen Punkte letztendlich von der für die Zuschüsse zuständigen Behörde geklärt haben wollte, um spätere Finanzierungsprobleme auszuschließen, ist kein guter Stil. Die SPD-Fraktion sieht ihre schlimmsten Befürchtungen nun übertroffen. Schadenfreude wäre das letzte, was Ettringen nun hilft. Statt Schadenfreude geht es um Schadensbegrenzung und die beste Lösung für Ettringen und seine Bürger. Um den Dorfmittelpunkt doch noch zu realisieren, muss ein für Ettringen angepasstes und finanzierbares Projekt konzipiert werden. Hierzu gehören eine vernünftige Planung, ein seriöser Investor und Betreiber, die das Projekt mit Leben füllen. 

Diese sicherlich nicht einfache Aufgabe gilt es, gemeinsam anzugehen. Die SPD wird deshalb auf der nächsten Gemeinderatssitzung ihre Vorstellungen für eine schlichtere und einem Dorfmittelpunkt eher entsprechende Lösung vorschlagen. Die SPD möchte eine Gestaltung mit Charme, Zweckmäßigkeit und dem Charakter eines Dorfmittelpunktes statt des möglicherweise geplatzten Luftschlosses - ein Lösungsvorschlag, der die Ettringer Bürger einbindet. Wie schon seit Langem von der SPD gefordert, muss Schluss sein mit Lösungen hinter verschlossenen Türen. Es muss eine öffentliche Diskussion mit Ettringens Bürgern geführt werden, die das beste Ergebnis für Ettringen zum Ziel hat. Dafür allerdings muss Bürgermeister Spitzley eine gemeinsame Lösung mit allen Fraktionen, Bürgern und Institutionen suchen. Denn eines ist klar: So hat sich in Ettringen niemand die seit zwei Jahrzehnten geplante Umgestaltung des Dorfmittelpunktes vorgestellt. Die SPD hofft, dass die Ettringer Bürger den Wunsch nach aktiver Mitsprache mittragen und wird  weiterhin für eine sinnvolle Gestaltung der Dorfmitte kämpfen. 

Pressemitteilung

SPD Fraktion Ettringen

Die Dorfmitte droht, ein langfristiger Schandfleck in der Gemeinde zu werden. Foto: privat

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