Allgemeine Berichte | 11.08.2013

St. Sebastianus Schützenbruderschaft Mayen-Hausen

Erfolgreiche Teilnahme an den Deutschen Meisterschafen im Schwarzpulverschießen

Der spätere Deutsche Meister, Stefan Hennerici aus Welling, beim Laden seines Vorderladers.privat

Mayen-Hausen. Die Deutsche Schießsport Union 1984 e.V. (DSU) - Fachverband für Sportschießen - richtete traditionell auf der Schießsportanlage der St. Sebastianus Schützenbruderschaft in Mayen-Hausen 1904 e.V. kürzlich ihre Deutsche Meisterschaft im Schwarzpulverschießen aus, zu der auch Schützen, die nicht Mitglied der DSU sind, eingeladen waren. Neben der Mitgliedschaft in einem anerkannten Schießsportverband war nur noch der Besitz einer gültigen Erlaubnis nach § 27 SprengG zum Umgang mit Schwarzpulver zwingende Voraussetzung zur Teilnahme an den Wettbewerben.

Schützen der „schwarzen Zunft“

So fanden sich Schützinnen und Schützen der „schwarzen Zunft“ aus ganz Deutschland in Mayen-Hausen ein. Ebenso fanden viele Zuschauer den Weg zur Schießsportanlage, die fasziniert das Präzisionsschießen mit historischen Sportgeräten bewunderten. Begünstigt wurde die Veranstaltung durch bestes Wetter - die Sonne strahlte.

Da es sich um eine „offene“ Deutsche Meisterschaft ohne Vorausscheidungen handelt, fanden sich neben DSU-Schützen auch viele Schützinnen und Schützen aus den befreundeten Schießsportverbänden „Bund der historischen Deutschen Schützenbruderschaften“, dem „Rheinischer Schützenbund“, dem „Bund Deutscher Schützen“, sowie dem „Bayerischen Schützenbund“ in Hausen ein. Als Vertreter der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz konnte Michael Erlemann vom Hausener Brudermeister Frank Neis begrüßt werden.

Geschossen wurde nach dem „alten“ internationalen 13 - Schuss Programm (zehn Wertungs- und drei Streichschüsse), die Schießzeit betrug jeweils 30 Minuten. Bei den vielfältigen Disziplinen fanden sich Steinschlossgewehr, Steinschlossmuskete, Steinschlosspistole, Vorderladerrevolver getrennt nach offenem und geschlossenem Rahmen, Perkussionspistole, Perkussionsgewehr mit und ohne Diopter sowie sowie zwei Disziplinen für Schwarzpulver-Hinterladungssysteme wieder.

Erfolge für die Schützen- bruderschaft Hausen

Es wurden von den einzelnen Schützen sehr gute bis hervorragende Ergebnisse geschossen. Die ausrichtende Schützenbruderschaft Hausen konnte einige sehr gute Erfolge feiern. So wurden das Hausener Mitglied Stefan Hennerici aus Welling Deutscher Meister in gleich drei Disziplinen (Muskete, Jagdgewehr, Schwarzpulver-Patronengewehr). Weitere sehr gute Platzierungen erreichten die Hausener Schützen Rudolf Froitzheim aus Kruft mit einen zweiten Platz (Steinschlossmuskete), Helmut Mohr aus Hausen mit zwei dritten Plätzen (Perkussionspistole, Steinschlossgewehr), Dirk Gerhards aus St. Johann mit dem zweiten Platz (Perkussionsrevolver offener Rahmen), Ralf Nolden aus Mendig, dritter Platz (Scheibengewehr) und Leon Mülhausen aus Ettringen erreichte einen dritten Platz (Revolver Schwarzpulverpatrone).

Die Auswertung lag wie immer in den sehr guten und fachlich kompetenten Händen des DSU-Präsidiums, namentlich von den Vizepräsidenten Peter-Hans Durben, Reinhold Rühle und dem Präsidenten Hermann Thieme.

Da die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Mayen Hausen in 2012 von der DSU das Prädikat „Schießleistungszentrum Schwarzpulver“ verliehen bekam, wurde von Frank Helmut Neis, Brudermeister der Hausener Schützen und Unionsratsmitglied der DSU, eine Ehrenscheibe gestiftet, auf der die 20 Unionsräte und das Präsidium der DSU startberechtigt waren und die bei der letztjährigen Meisterschaft ausgeschossen wurde. Gewinner war hier der Bundesmeister des Schützenbundes Brohltals und Unionsratssprecher Hans Ströter. Spontan spendete er die neue Ehrenscheibe für das Jahr 2013. Das sicherste Auge und das entsprechende Quäntchen Glück hierauf hatte der Vizepräsident der DSU, Bernhard Schneider aus Andernach, der sich riesig über die Ehrenscheibe freute. Er kündigte bereits an, im nächsten Jahr ebenfalls eine Ehrenscheibe zu stiften.

Herausforderung für die Schützen

Das Schießen mit Schwarzpulver, egal ob mit Vorderlader oder Sportgeräte, die Schwarzpulverpatronen verwenden, ist etwas Besonderes. Es führt zurück zu den Anfängen des Schießens, beginnend mit den Musketier Vorderladern aus dem 15. Jahrhundert und ist zudem für den Schützen eine Herausforderung. Während sich der „moderne Schütze“ seine Patronen in der Regel fertig kauft, zum Schießstand fährt und natürlich gut schießt, muss der Schütze, der sich der „schwarzen Zunft“ verschrieben hat, experimentieren, tüfteln und probieren, bis er wirklich die für seine Waffe optimale Ladung gefunden hat. Dieses Ausprobieren macht einen guten Teil der Faszination aus, die mit dem Schießen mit Schwarzpulver verbunden ist. Dazu kommt: zumindest die Vorderlader laden sich deutlich langsamer als moderne Waffen. Das macht das ganze Schießen mit ihnen dann auch deutlich langsamer und gemütlicher. Hektik beim Laden des Sportgeräts schadet letztlich der Präzision beim Schuss.

Die Meisterschaft fand am Sonntagabend ihr Ende und sowohl Teilnehmer als auch Ausrichter waren sich einig, dass sie zwei wunderschöne Tage verlebten. Man freut sich bereits auf das nächste Jahr am ersten Wochenende im August, wenn es wieder heißt: Offene Deutsche Meisterschaft der DSU bei der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Mayen-Hausen 1904 e.V., bei der sich die Schützen der verschiedenen Verbänden wieder im fairen Wettkampf messen.

Die Scheiben werden für die nächsten Teilnehmer aufgehangen, (v.l.) Michael Deuble, Rudi Froitzheim und Stefan Hennerici.

Die Scheiben werden für die nächsten Teilnehmer aufgehangen, (v.l.) Michael Deuble, Rudi Froitzheim und Stefan Hennerici.

Der spätere Deutsche Meister, Stefan Hennerici aus Welling, beim Laden seines Vorderladers.Fotos: privat

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