Allgemeine Berichte | 02.08.2013

Senioren-Union Vordereifel auf großer Fahrt in Belgien

Flandern erleben und genießen

Die Reisegruppe der Senioren-Union vor dem weltberühmten Atomium, dem Wahrzeichen von Brüssel. privat

Vordereifel/Brügge. Der Jahresausflug der Senioren-Union Vordereifel führte in diesem Jahr ins Nachbarland Belgien, genauer gesagt nach Flandern. Hier war die mittelalterliche Stadt Brügge das Domizil der sechstägigen Reise. Die Eifelaner nutzten die Zeit die Stadt ausführlich zu besichtigen und zu genießen. Brügge, die alte Hansestadt, ist zweifellos eine der schönsten Städte Europas. Mittelpunkt von diesem altehrwürdigen Brügge ist der Burgplatz. Hier stehen die Heilig-Blut-Basilika, die besichtigt wurde, und eines der schönsten Rathäuser Flanderns. Auf dem in unmittelbarer Nähe befindlichen „Grote Markt“ (Marktplatz) stehen der alles überragende Stadtturm, der Belfried mit seinem nicht zu überhörenden Glockenspiel, der Provinzpalast und die malerisch schönen Reihenhäuser mit ihren Treppengiebel. Besonders romantisch sind die durch die Stadt führenden Wasserläufe (Grachten), mit den beschaulichen Übergängen und kleinen Brücken, gesäumt von den bestens erhaltenen und gepflegten mittelalterlichen Bau- und Kunstwerken. Hier war es selbstverständlich, dass eine ausgedehnte Bootstour mit Stadtbesichtigung unternommen wurde. Nicht zu Unrecht wird Brügge auch das Venedig des Nordens genannt. Insbesondere wegen seines historischen Stadtkerns ist Brügge von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt worden und war auch 2002 eine der Kulturhauptstädte Europas.

Von Brügge aus starteten auch die täglichen Ausflüge und Besichtigungen zu den bedeutendsten Städten und Sehenswürdigkeiten Flanderns. Schon auf der Hinfahrt nach Brügge wurde die zweitgrößte Stadt von Belgien, die flämische Metropole Antwerpen besucht. Besonders beeindruckte hier der große imposante Marktplatz mit dem Brabo-Brunnen, der großen Figur des Handwerfers - der Sage nach der Namensgeber der Stadt - gesäumt vom Rathaus und den besonders auffallend schönen Zunfthäusern und der nahen gewaltigen Kathedrale, das eigentliche Wahrzeichen Antwerpens.

Nordseeluft geschnuppert

Bei den Tagesreisen wurde schon an einem der ersten Tage, und nicht zuletzt auch wetterbedingt, eine Fahrt an die Nordseeküste zu den Seebädern unternommen. Bevor das offene Meer erreicht wurde, gab es eine interessante Besichtigung der kleinen Stadt Damme, dem früheren Vorhafen von Brügge. Die im 12. Jhd. wirtschaftlich bedeutende Hafenstadt wirkte jetzt ruhig und beschaulich, fast verträumt, nachdem Damme seine Hafenfunktion für Brügge infolge der Versandung des Meeresarmes an den Nordseehafen Zeebrügge verloren hat. Nach einem Rundgang durch die teils engen Gassen, mit den überwiegend weiß getünchten Häusern und Stadtvierteln führte die Fahrt zu den mondänen Seebäder Knooke-Heist über Zeebrügge nach Blankenberge. Hier waren kurze Aufenthalte zum Schnuppern der Seeluft, allerdings mit leicht verschleierter Sicht, eingeplant, bevor die Tour über De Haan zu dem wohl bekanntesten Seebad Belgiens nach Ostende weiterging. Hier war ausreichend Zeit vorgegeben, um auf eigene Faust das Seebad zu erkunden und in einem der vielen Strandrestaurants einzukehren.

Am nächsten Tag führte die Reise zur Hauptstadt Belgiens nach Brüssel. Nach einem kurzen Fototermin an dem von der Weltausstellung 1958 stammenden Atomium wurde, bedingt durch die nicht so günstigen Wetterverhältnisse, eine Stadtbesichtigung per Bus unternommen und dabei festgestellt, dass die groß angelegten Gebäudekomplexe der europäischen Verwaltung das Stadtbild stark dominieren und prägen. Die innerstädtischen Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel die erste überdachte Ladenstraße Europas, die elegante St.-Hubertus-Passage, die Metzgergasse mit ihren wie an einer Perlenschnur aufgereihten Speiselokalen und die weltbekannte Brunnenanlage mit dem originellen Manneken-Pis wurden bei einem gemeinsamen Rundgang besichtigt.

Am späten Nachmittag wurde noch Gent, die Hauptstadt Ostflanderns besucht. Hier wurden die bekannten baulichen Anlagen wie der 95 Meter hohe Belfried, das im 16 Jhd. erbaute gewaltige Rathaus, das Hafenviertel mit seinen Zunft- und Kaufmannshäusern, die mittelalterliche Fleischhalle und nicht zuletzt die Stankt-Bavo-Kathedrale besucht. Leider war das Äußere der Kathedrale eingerüstet und der sehenswerte Genter Altar der Brüder Jan und Hubert v. Eyck abgebaut. Davon abgesehen, konnten die Sehenswürdigkeiten im Innern der großen Kathedrale besichtigt und bewundert werden.

Am vorletzten Tag wurde die Stadt Kotrijk an der Leie und eine der ältesten Städte Belgiens Tournai in der Provinz Hennegau an der Schelde besucht und besichtigt. In Kortijk war neben der Besichtigung der St.-Martinskirche ein Rundgang im Beginenhof, eine ehemalige Klosteranlage, die seit 1998 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, auf dem Besuchsprogramm.

In Tournai wurde die größte und bedeutendste Kirche Belgiens, die fünftürmige Kathedrale Notre-Dame in Augenschein genommen. Leider war eine Besichtigung des Innern der gewaltigen Kirchenanlage nicht möglich, da die Kathedrale 1998 von einem Orkan stark beschädigt wurde und die dadurch notwendigen Restaurierungsmaßnahmen und insbesondere die Stabilisierung der fünf Kirchentürme noch nicht abgeschlossen ist und noch längere Zeit beanspruchen wird. Am Abend wurde ein letzter Spaziergang durch die Stadt Brügge unternommen, wobei die Kanäle und Brücken, die Liebesee mit seiner Schwaneninsel stimmungsvolle Eindrücke vermittelten.

Am nächsten Tag wurde die Heimreise angetreten, wobei sich Irmgard Kicherer, die Vorsitzende der Senioren-Union, bei allen bedankte, die mit der Organisation dieser schönen erlebnisreichen Reise, mit den vielen neu gewonnenen Eindrücken betraut waren.

Die Reisegruppe der Senioren-Union vor dem weltberühmten Atomium, dem Wahrzeichen von Brüssel. Foto: privat

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