Allgemeine Berichte | 30.11.2012

Leserbrief

Haben wir nichts aus der Vergangenheit gelernt?

Am 18. August fand in Mayen eine Auftaktveranstaltung statt, durch die das Netzwerk Inklusion gegründet wurde. Wir waren sehr froh, so viel Zuspruch und interessierte Menschen zu erreichen. Daher gaben uns nun die Erfahrungen eines Mitglieds unserer Steuergruppe bei der Teilnahme am Schweigemarsch durch Mayen zur Erinnerung an die Reichpogromnacht, zu denken.

Die Dame mit Handicap, im Rollstuhl sitzend, erzählte uns bei unserer letzten Sitzung, wie ausgegrenzt sie sich gefühlt hatte. Durch Beschimpfungen und rücksichtslosem Verhalten anderer Teilnehmer entwickelte sich dieser Marsch durch Mayen, zum Gedenken an Menschen, die vor knapp siebzig Jahren auch ausgegrenzt, beschimpft und sogar verfolgt wurden, zu einer bitteren Erfahrung.

Das, was unser Mitglied dachte, war: Haben wir denn gar nichts in den letzten Jahren gelernt? Darf ich, nur weil ich im Rollstuhl sitze, nicht an Veranstaltungen teilnehmen? Darf ich mich nicht in der Öffentlichkeit beteiligen, um an die schrecklichen Ereignisse dieser Zeit zu erinnern? Ist die Würde des Menschen unantastbar? Die Dame im Rollstuhl brach aufgrund des massiven Drucks den Schweigemarsch vorzeitig ab.

Diese Schilderung gab uns sehr zu denken. Wir hoffen, durch diesen offenen Leserbrief die Menschen zum Nachdenken zu bewegen und würden uns freuen, wenn das nächste Mal ein Mensch mit Handicap an einer öffentlichen Veranstaltung teilnehmen möchte, es schlicht selbstverständlich ist.

Sonja Burghardt

Projektleitung Netzwerk Inklusion

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Dauerauftrag 2026
Rund ums Haus
Kreishandwerkerschaft
Essen auf Rädern
Titel
Innovatives rund um Andernach
Rund ums Haus
Osteraktion
Empfohlene Artikel
Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa tauschte sich bei ihrem Besuch mit einigen Mitarbeitenden des Caritasverbandes aus.
49

Mayen. Beim Besuch des Caritas-Mehrgenerationenhauses in Mayen (MGH) hat die Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes die Bedeutung generationenübergreifender Begegnungsorte für den gesellschaftlichen Zusammenhalt betont. Im Rahmen der Jahreskampagne „Zusammen geht was. Caritas verbindet Generationen“ machte sie deutlich, dass Orte wie Mehrgenerationenhäuser entscheidend dazu beitragen, Verständnis, Solidarität und faire Chancen für alle zu fördern.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2279

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
133

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Rund um´s Haus
Daueranzeige
Holz Loth-Entsorgung
Fahrer gesucht (m/w/d)
Innovatives rund um Andernach
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Anlagenmechaniker
Osterangebot
Tag der offenen Tür
Innovatives rund um Andernach
SB Standesamt
Stellenanzeige
PR-Anzeige
Anzeige Lange Samstage
Unterstützeranzeige
Mitarbeiter IT-Administrator
Stellenanzeige Personalreferent/in