Zünftiger Mayener Karneval beim Verein sozialer Nächstenhilfe
Heike I.: „Watt is datt so schön bei Euch“
Vorsitzender Helmut Sondermann und Moderator Arne Dybionka präsentierten wieder ein närrisches Programm
Mayen. Einen tollen Nachmittag, gewürzt mit vielen „Mayoh“-Rufen, erlebten wieder einmal die betagten Mayener Bürgerinnen und Bürger im karnevalistisch dekorierten Saal des Hotels „Zum Alten Fritz“. Stimmung pur, schon als der 1. Vorsitzende, Helmut Sondermann mit der Ehrenvorsitzenden Theres Tutas an der Spitze des gesamten Vorstands in die Narrhalla einzog, um auf der Bühne Platz zu nehmen.
„Was der Helmut Sondermann als Boss so alles bieten kann, das zeigte er am Mittwoch mit Bravour im ‚Alten Fritz‘ in einer Tour.“ Charmeur Sondermann, fand auch gleich die richtigen Worte zur Begrüßung: „Ihr seid das Beste, was Mayen zu bieten hat - echte Faasenachtsjecken der Eifelstadt.“ Dann ging es im wahrsten Sinne des Wortes „auf und nieder“, Programmhöhepunkte am laufenden Band, exzellent musikalisch von Harald Loeb als Mini-Orchester begleitet. Er hatte alle Hände voll zu tun, seinem Instrument die richtigen närrischen Töne zu entlocken. Denn der gesamte Vorstand sang gemeinsam „Und nun die Hände zum Himmel“. Und Moderator Arne Dybionka setzte seine Gags gekonnt an der richtigen Stelle ein.
90-jähriges Büttenass
Die Verantwortlichen hatten keine Kosten und Mühen gescheut und ein Spitzenprogramm auf die Beine gestellt: Ihren Winterurlaub mit der Familie schilderte Elke Schulz exzellent in Prosa: „Kaum war das ‚Stille Nacht‘ verklungen, wie immer völlig falsch gesungen, sollt´s morgens, wenn die Hähne krähn, auf Tour in Richtung Alpen gehn.“
Einen Wahnsinnsbeitrag mit einem Loblied über die Frauen lieferte die ihren 90. Geburtstag feiernden Hertha Mürtz: „Gott schuf die Welt in alten Zeiten, auch von dem Mann ein Exemplar, das schien so ziemlich anzudeuten, dass Gott schon etwas müde war.“
Dagegen berichtete Monika Fischer über die „Klagen einer Frau“: „Batt hätte ech Männer hann könne, wenn se mech jewollt hätten.“ Und die Ulknudel „Putzfrau Lisbeth“ (Tanja Remmel), die „zwei Melonen und zwei kleine Schweinchen“ sogar mit „zwei Millionen in kleinen Scheinchen“ verwechselte, wagte sich mit Arne Dybionka und Helmut Sondermann sogar auf die Flugreise nach „Malle“. Das Kult-Duo „Mohr und Möhrchen (Albert und Doris Mohr), hatte wieder viel Stimmung, Frohsinn und einen „Knaller“ im Gepäck. Sie behaupteten doch tatsächlich: „Oh, oh, Schneewittchen, dau wors e janz schö Fli …, et hat nämlech ümma jede Naacht met siewe Zippelmötsche et jemaacht.“
Tolle Lieder und Tänze
Neben den tollen Stimmungsliedern von Harald Loeb, bei duftendem Kaffee und leckeren Berlinern dargeboten („Du kannst nicht treu sein“, „Nur einmal blüht im Jahr der Mai“ oder „Heute blau und morgen blau“), gab es sehenswerte tänzerische Darbietungen der Funkentanzgruppe der Mertlocher Möhnen sowie der Tanzgruppe des Alzheimer KV, die auch das quirlige Tanzmariechen Luisa Steigel mitgebracht hatte. Des weiteren tanzte das 1. Kadettencorps der Blau-Weißen Husaren aus Hausen, tolle Einstudierungen der jungen Nachwuchs-Akteure.
„Dille und Dapp“ (Petra Jubelius und Uschi Rochlus) strapazierten die Lachmuskeln des Auditoriums. Genauso, wie auch „De aal Täsch“ (Andrea Nett).
Tollität setzt einen Glanzpunkt
Einer der absoluten Höhepunkte war, als Mayens Tollität Prinzessin Heike I. mit ihrem Hofstaat, den Pagen Katrin Weiler und Jenny Ochtendung, Mundschenk Stefan Ihle und dem quirligen Hofnarren Thorsten Voppmann, erschien. „Ihr sei ein tolles Publikum, man merkt sofort, dass ihr echten Mayener Karneval zu feiern gewohnt seid“, lobte Heike I. Und bei ihrer Ordensverleihung an den Vorsitzenden Helmut Sondermann kam dieser beim dreifachen „Mayoh“ und dem obligatorische Küsschen der Prinzessin zu dem Schluss: „Tollität, dieser Orden ist eine große Ehre für mich, ich werde mich bemühen, dem gerecht zu werden.“
Eine schöne Geste von Alte Große Vorstandsmitglied Werner Schäfer war es, als er der Ehrenvorsitzenden, Therese Tutas, den Sessionsorden der KG überreichte. Klar, dass Tollität und Gefolge auch das Prinzenlied „Mir hann oos Herz am richtije Fleck - mir faieren Faasenacht be Jeck“.“ zum besten gaben. Und da machten alle Seniorinnen und Senioren kräftig mit. Es war für alle, die dabei waren, ein bunter Nachmittag voller Lebensfreude.
Der Vorstand und Helmut Sondermann hatte tolles Programm arrangiert. Fotos: BS
Die Mayener Tollität Heike I. zeichnete Helmut ondermann mit ihrem Orden aus.
Hertha Mürtz mit ihren 90 Lenzen rockte die Bütt im „Alten Fritz“.
