Lokalsport | 03.04.2026

Fußball-Rheinlandliga, 27. Spieltag

„Ich muss mir auch meine Gedanken machen“

Vor dem Anpfiff waren die Spieler des SV Eintracht Mendig noch guter Dinge. Foto: SK

SV Eintracht Mendig unterlag im Kellerduell mit dem TuS Immendorf deutlich mit 0:3 (0:0)

Mendig. Aufsteiger SV Eintracht Mendig bleibt auch nach Ostern auf einem Abstiegsplatz: Die Mannschaft von Trainer Damir Mrkalj unterlag am 27. Spieltag der Fußball-Rheinlandliga dem ebenfalls gefährdeten TuS Immendorf nach einer blutleeren Vorstellung mit 0:3 (0:0).

Während die Koblenzer Vorstädter mit diesen drei wichtigen Punkten weiter Richtung Mittelfeld kletterten, muss das Team von der Brauerstraße die Blicke mehr und mehr nach unten richten.

„Wir sind momentan nur bedingt tauglich für die Rheinlandliga. Eins ist aber klar: Ich werde in den abschließenden sieben Spielen nichts herschenken, das wird sich auch im Training widerspiegeln. Ich selbst muss mir auch so meine Gedanken machen“, fand Mrkalj deutliche Worte.

„Wir haben ganz einfach viel zu große Ausfallzeiten. Diejenigen, die von Woche zu Woche von Beginn an spielen, laufen auf der letzten Rille. Und die Spieler, die eingewechselt werden, haben einen extremen Rückstand. So lässt sich in dieser Klasse kein Blumentopf gewinnen.“

Zumindest gegen Immendorf waren die Hausherren weit von einem Erfolgserlebnis entfernt. Brice Braquin (11.) und Matthias Wengenroth (16.) kamen zwar zu zwei Halbchancen, aber das war es schon mit der Mendiger Herrlichkeit. Weil auch den Gästen die Nervosität deutlich anzumerken war, sahen die 200 Zuschauer auf dem Kunstrasenplatz an der Brauerstraße mehr Krampf als Kampf. „Es war ziemlich harte Kost, es gab kaum Strafraumszenen“, räumte der Immendorfer Trainer Marvin Schenk ein.

Das sollte sich im zweiten Abschnitt ändern. 48 Sekunden nach Wiederanpfiff plötzlich ändern. Joel Maas, der noch zu den besseren Spielern gehörte, leistete sich einen folgenschweren Ballverlust: Der Immendorfer Marko Slowik überlief Michael Koch problemlos. Seine Hereingabe beförderte Sebastian Fischer mit seinem linken Fuß ins lange Eck. Eintracht-Schlussmann Robin Rohr, der erstmals nach seiner langen Verletzungspause wieder im Kasten stand, war chancenlos.

Zwei Minuten später traf Slowik nur den linken Außenpfosten. SV-Innenverteidiger Adrian Medic hatte ihm den Ball in die Füße gespielt.

Jan Bruker nutzte einen weiteren Konter zum 0:2 (56.), die Messe war gelesen. Zumal Dama Kanouté mit der Gelb-Roten Karte (66.) seinem Team einen Bärendienst erwies: Wegen unerlaubten Betretens des Spielfelds bei seiner Einwechslung (40.) hatte er Gelb gesehen, wegen eines Foulspiels musste er nun vom Platz. Mit einem herrlichen Freistoß in den rechten Winkel machte Linksfuß Marvin Weber endgültig den Deckel drauf. (80.). In der Schlussphase hätten die Gäste das Resultat weiter in die Höhe schrauben können. „Für uns war es ein kleiner, aber wichtiger Schritt“, meinte TuS-Übungsleiter Schenk.

SV Eintracht Mendig: Robin Rohr, Michael Koch (88. Dominic Kranz), Adrian Medic, Alexej Eberhardt, Leonard Zerwas, Matthias Wengenroth (78. Meris Ramic), Niklas Heinemann (40. Dama Kanoute), Joel Maas, Max Bernads (57. Stephan Gies), Tim Montermann, Brice Braquin (72. Jason Weber).

TuS Immendorf: Moritz Weißenborn, Maximilian Fischer (89. Marcel Pitsch), Lukas Claus (90. + 3 Andreas Köppen), Marvin Weber, Mattis Thörner, Jan Bruker, Jannik Jarski (90. + 1 Yannis Jochem), Andreas Nicolay, Marko Slowik (82. Christian Wild), Sebastian Fischer (85. Robin Reichert), Jan Knopp.

Schiedsrichter: Nicolas Prinz (Trier).

Zuschauer: 200.

Tore: 0:1 Sebastian Fischer (46.), 0:2 Jan Bruker (56.), 0:3 Marvin Weber (80.).

Besonderheit: Gelb-Rote Karte für Dama Kanouté (66., SV Eintracht Mendig) wegen unerlaubten Betretens des Spielfelds und Foulspiels.

Nächste Aufgabe für den SV Eintracht Mendig: am Sonntag, 12. April, um 15 Uhr beim VfB Linz.

Nächste Aufgabe für den TuS Immendorf: am Freitag, 10. April, um 20 Uhr gegen die Spvgg Wirges. (SK)

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Vor dem Anpfiff waren die Spieler des SV Eintracht Mendig noch guter Dinge. Foto: SK Foto: Stefan Schmitz

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