Leiter der Lebensberatung Mayen in den Ruhestand verabschiedet
Im Mittelpunkt steht der Mensch
Mayen. Wäre er mit jedem Menschen, den er beraten hat, nur drei Meter weit gegangen, hätte Dr. Gerd Jager einmal die Welt umrundet. Mit diesem Rechenbeispiel, das die Anzahl der Ratsuchenden erahnen lässt, mit denen Jager in den knapp vierzig Jahren seiner Beratertätigkeit Kontakt hatte, hat Dr. Andreas Zimmer den Leiter der Erziehungs-, Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle des Bistum Trier in Mayen in den Ruhestand verabschiedet. Er repräsentiere „die Dankbarkeit all jener, mit denen Sie im Laufe der Jahre zusammengearbeitet haben“, sagte Zimmer, Leiter des Arbeitsbereichs Beratungsstellen und Telefonseelsorge im Bischöflichen Generalvikariat Trier.
Gleichzeitig begrüßte er den Diplom-Psychologen Arnd Görres als neuen Dienststellenleiter. Am 1. Mai 1974 war der Psychologe Jager in den Dienst des Bistums eingetreten, seit 1975 hatte er die Beratungsstelle geleitet. Dr. Alexander Saftig, Landrat des Kreises Mayen-Koblenz, sagte, Jager habe fast 40 Jahre durch die Begleitung von Menschen „auch Verantwortung für unsere Region und die Menschen hier übernommen“.
Mayens Oberbürgermeister Wolfgang Treis dankte Jager für sein „hervorragendes Engagement“; sein Beruf sei auch Berufung gewesen.
Der Vorsitzende der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung Ulrich Gerth würdigte Jagers Mitarbeit im Vorstand der Landesarbeitsgemeinschaft für Erziehungs- und Familienberatung Rheinland-Pfalz: „Wir brauchen Leute, die Verantwortung übernehmen und die die Rahmenbedingungen unserer Arbeit mitgestalten.“
Theresia Wagner, Sprecherin der Dienststellenleiterkonferenz, sagte, sie habe Jager als „vorbildliche Persönlichkeit“ mit einem „positiv-kritischen Urteilsvermögen“ kennengelernt. Sie erinnerte daran, dass Jager der erste Sprecher der Gruppe war, in der sich die Stellenleitungen der Lebensberatungen im Bistum austauschen, und auch auf Bistumsebene in Gremien und Arbeitsgemeinschaften mitgearbeitet habe.
Doch: „Im Mittelpunkt stand immer der Mensch, der in seiner persönlichen Not in die Beratungsstelle kam.“ Achtsamkeit habe Jagers Arbeit ausgezeichnet. Über fachlich fundierte Beiträge hinaus sei es immer sein Ziel gewesen, eine „Atmosphäre des Wohlwollens und des Angenommenseins“ zu schaffen.
Jager blickte in seinen Dankesworten auf die Veränderungen der letzten 40 Jahre, ob im methodischen Bereich oder mit Blick darauf, dass die Beratungszahlen rapide angestiegen sind: „Beratung wird heute selbstverständlicher in Anspruch genommen.“ In der Beratungsarbeit habe er eine „zweite Heimat“ gefunden, sagte der 65-Jährige.
Das kollegiale Miteinander habe die manchmal schwierige Arbeit erleichtert. Im Bistum habe er stets das „Gefühl des Vertrauens in meine persönliche Integrität und die fachliche Kompetenz“ gespürt. Mit Görres übernimmt ein Teammitglied der Lebensberatung Mayen die Stellenleitung. Der Psychologe ist 1974 geboren und im Kreis Mayen-Koblenz aufgewachsen. Seit 2003 arbeitet er in der Lebensberatung Mayen und hat unter anderem die Nebenstelle in Andernach aufgebaut. Die Lebensberatung Mayen ist in der St.-Veit-Straße 42 zu finden und unter Tel. (0 26 51) 48 08 5, E-Mail: lb.mayen@bistum-trier.de zu erreichen.
Pressemitteilung
Bistum Trier
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