Mayener SPD unterstützt ein barrierefreies Mayen
JuSos erarbeiteten eine Bestandsaufnahme
Mayen. Die Mayener Jungsozialisten haben in einer Fleißarbeit eine Bestandaufnahme der Barrieren in Mayen für Gehbehinderte erarbeitet. Gestartet sind die Jungsozialisten mit einer Aktion auf dem Marktplatz. Hierüber würde bereits berichtet. Jetzt haben die jungen Kommunalpolitiker der SPD-Fraktion ein Papier übergeben, in dem der Stadt ein teilweise schlechtes Zeugnis zum Thema Barrierefreiheit ausgestellt wird. Die Jusos haben dabei den Zugang zu öffentlichen Einrichtungen erkundet, wie auch den öffentlichen Verkehrsraum. Die jungen Kommunalpolitiker heben aber nicht nur kritisch den Finger, sondern haben auch kostengünstige Verbesserungen und Lösungen vorgestellt. Das Thema Barrierefreiheit, so der Juso Vorsitzende Oliver Falterbaum sei generationsübergreifend. Auch junge Menschen können sehr schnell in eine Gehbehinderung geraten. Die Forderung nach einem mehr an Barrierefreiheit ist also nicht nur der demografischen Entwicklung geschuldet. Auch junge Familien sind davon betroffen. Was für Gehhilfen oder Rollstühle als Barriere gilt, wird teilweise auch für einen Kinderwagen zum Problem, so Oliver Falterbaum weiter. Kritisch bemerkten die Jusos insgesamt, dass es ganz offensichtlich immer noch am Problembewusstsein mangelt. Die dahin gehenden Altlasten, wie Bordsteine, die herabgesetzt oder Straßenquerungen, die verlegt werden müssen, sind bereits bedauerlich genug und verursachen in der Bewältigung Kosten. Dass aber Fehlentwicklungen bei aktuellen Baumaßnahmen fortgesetzt werden, sei schon sehr befremdlich, so die Jungsozialisten übereinstimmend. Oliver Falterbaum übergab das „Juso-Papier“ zur Barrierefreiheit jetzt im Rahmen einer offenen Fraktionssitzung dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Rolf Schäfer mit der Bitte, die formulierten Anliegen und Lösungsvorschläge in die Beratung der städtischen Gremien zu tragen. Rolf Schäfer, der von Beginn an die Juso-Initiative gefördert und unterstützt hat, lobt die Arbeit der Jungsozialisten. Die SPD, so Rolf Schäfer, habe das Thema Barrierefreiheit immer wieder aufgriffen.
Hier und dort sei auch etwas geschehen, aber ganz offensichtlich bei Weitem nicht genug. Dies fange beim öffentlichen Verkehrsraum oder dem Stadtverkehr an und höre beim Zugang zu öffentlichen Einrichtungen auf. Das Papier bzw. der Bericht der Jungsozialisten zur Barrierefreiheit beschäftigt sich unter anderem auch mit der demografischen Entwicklung. Die jungen Kommunalpolitiker kommen dabei zu der Feststellung, dass innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte etwa 33 Prozent der Bevölkerung auf Gehilfen angewiesen sind. Barrierefreiheit ist daher nicht nur eine wichtige soziale Aufgabe, sondern mit ein Baustein, wie erfolgreich die Stadt Mayen als Wohn- und Lebensraum künftig mit anderen Städten konkurrieren kann. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Rolf Schäfer sicherte Oliver Falterbaum und seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern zu, die Hinweise und Anregungen der Jusos in die städtischen Gremien zu tragen.
Pressemitteilung
des SPD-Ortsverbandes Mayen
