Ortsgemeinde Kehrig erfüllt Rechtsanspruch im Kindergarten
Kitaplätze statt Betreuungsgeld
Kehrig. Ab dem 1. August haben Eltern für ihre Kinder ab einem Jahr einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz. Den Bedarf an guter Kinderbetreuung für Kinder unter drei Jahren hat die Ortsgemeinde Kehrig durch den Erweiterungsanbau bereits im September 2012 gedeckt. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Kindergartens wurden die neuen Räume eingeweiht.
Der Kehriger Kindergarten „Regenbogen“ erhielt durch die 3. Erweiterung mit einem Gruppenraum und einem Ruheraum ein neues Gesicht. Die Bauarbeiten wurden abgeschlossen und die neuen Räumlichkeiten in Betrieb genommen. Nun steht eine moderne Kindertagesstätte den Kindergartenkinder und den Erzieherinnen zur Verfügung. "Durch die richtige Beschlussfassung im Ortsgemeinderat in den letzten Jahren haben wir in Kehrig weitere Baugebiete ausgewiesen mit dem Ziel, das Kehrig als Gemeinde wächst nicht nur um unseren Kindergarten und die Grundschule im Bestand zu sichern. Kehrig hat eine gute Lage an der A 48, zivile Grundstückspreise und davon profitieren wir alle. Die steigende Einwohnerzahl in den letzten zehn Jahren gibt uns recht", so Ortsbürgermeister Herbert Keifenheim. Der Sanitärbereich wurde mit Dusche und Wickelstation, neuen Waschbecken und Toiletten erweitert und im Bestand das Büro der Leiterin in ein Personalaufenthalts- und Besprechungsraum umfunktioniert und Räume in ihrer Nutzung getauscht. Natürlich für mehr Kinder auch mehr Personal benötigt. Bei Gruppen mit einem überwiegenden Anteil an Plätzen in der ganztägigen Betreuung wird von einer Gruppengröße von 22 Kinder ausgegangen. Derzeit besteht der Regelpersonalschlüssel aus 6,5 Stellen. Auch die Außenanlagen wurde erweitert mit einem neuen Zaun, Spielgeräten, eigenen Anpflanzungen und Planung von Gartenbeeten mit Schaffung eines gesonderten U-3 Bereiches neu gestaltet. Außerdem wird ein Mittagstisch angeboten, der sehr gut angenommen wird. Eine Hauswirtschafterin wurde hierfür eingestellt.
Die Baukosten für die Erweiterung betrugen 199.961 Euro. Für die Umgestaltung der Einrichtung wurden 3.354 Euro ausgegeben und für Ausstattung der U 3-Plätze 8.494 Euro, sodass Gesamtkosten in Höhe von 211.810 Euro entstanden sind. Das Land Rheinland-Pfalz hat 83.000 Euro und der Landkreis Mayen-Koblenz 57.750 Euro als Zuwendungen gewährt. Der Eigenanteil der Ortsgemeinde Kehrig betrug rund 71.060 Euro. Der Rat war sich mehrheitlich einig auch im Hinblick auf die Folgekosten mit Personal- und Sachkosten, diesen Betrag aufzuwenden und der Ortsbürgermeister ist sich sicher, dass es immer gut ist, in Bildung zu investieren, denn die Kinder sind die Zukunft des Landes. Laut Auskunft der Kindergartenleitung Christel Friese liegen derzeit acht Anfragen für die Betreuung der U 3-Kinder nach den Sommerferien vor.
Bei allen Um- und Ausbauten der letzten Jahre, bei allen Bemühungen auch die Kinder unter drei Jahren aufzunehmen wird es zunehmend wichtiger auch immer wieder über Qualität nachzudenken. Durch die Betreuung wird hauptsächlich auf die Bedürfnisse der Eltern reagiert. Es müssen aber auch bei der Erfüllung des Rechtsanspruches die Bedürfnisse der Kinder in den Blick genommen werden. Es ist deshalb enorm wichtig weiter in die gute Aus- und Fortbildung der Erzieherinnen zu investieren. Gute qualitative Bildungs- und Betreuungseinrichtungen unterstützen Eltern bei der Betreuung ihrer Kinder und sind notwendig, um das Recht aller Kinder auf Bildung zu realisieren.
Pressemitteilung
Herbert Keifenheim,
Ortsbürgermeister
