Allgemeine Berichte | 04.09.2015

Schorsch Nürnberg begeistert bereits ein Jahrzehnt lang seine Fans beim Mayener Stein- und Burgfest

Musik ist sein Leben

Das ist seine alte Trompete, die er einst für 180 Mark erstand. Damit spielte Schorsch Nürnberg sogar beim Bundespresseball in der Bonner Beethovenhalle. BS

Mayen. Hunderte Besucher wollen sicherlich wieder mit dabei sein, wenn ein besonderes Highlight der traditionellen Festivität des Stein- und Burgfestes am Freitag, 11. September, mit „live Musik“ der Mayener „Old Star Band“ rund um das Urgestein, den exzellenten Joe Cocker Imitator „Schorsch“ Nürnberg, im Festzelt auf dem Marktplatz über die Bühne geht. Man kann es wohl einen tollen Auftakt nennen, diese musikalischen und gesanglichen Beiträge der Musiker, mit ihren bekannten „Ohrwürmern“, und Welthits wie „Yesterday“, oder „I feel good“, „Unchaine my Heart“, „The heat is on“, oder „Spinning Wheel“. Die 15-köpfige Soulformation - zwei Lead Sänger, vier Sängerinnen, vierstimmigen Bläsersatz, Bass-Rhytm- und Leadgitarre, Keyboard und Drums - präsentieren die Welthits der „Schwarzen Musik“ mit Titeln von Joe Cocker, Blues Brothers, Wilson Pickett, James Brown, Ray Charles, Tina Turmer, Amy Winehouse und anderen Interpreten in einer musikalischen Show der Extraklasse. Und Schorsch Nürnberg weiß ganz genau: „Die Fans wollen eben feiern, fröhlich sein und gemeinsam unter Freunden die „Seele baumeln lassen“. Man kann unsere Schau wohl ohne Übertreibung einen Höhepunkt zum Fest-Auftakt nennen, denn das, was meine Musiker, innerhalb der „Old Star Band“ präsentieren, das sind musikalische und gesangliche Glanzleistungen. Und dies nunmehr seit zehn Jahren“.

Ein bewegtes Musikerleben

Bei Hans-Georg Nürnberg, dem mit Nettewasser getauften, echten „Mayener Jung“, den seine Fans liebevoll „Schorsch“ nennen, kann man mit Fug und Recht behaupten: „Musik ist sein Leben“. Der gelernte Einzelhandelskaufmann ist ein Vollblut-Musiker durch und durch. Er liebt nicht nur diese Musik, nein er „lebt“ sie. Was hat er, der „Allroundman“ nicht schon alles bewirkt. In all den Jahren stand er innerhalb vieler bekannter Formationen auf der Bühne des Stein- und Burgfestes, und seit zehn Jahren mit den Könnern der Old Star Band, die einst aus der „Little Beat Band“ entstand. „Ohne meine exzellenten Musiker, wahre Könner in ihrem Fach, hätte ich wahrscheinlich nicht so viel erreicht. Dazu die tollen Arrangements, die aus der Feder von Kurt Beul stammen und das Ganze komplettieren. Alle Bandmitglieder sind für mich wahrlich ein Glücksfall“, so Nürnberg. Ein Glücksfall für Schorsch ist aber auch seine Ehefrau Elvira, mit der er seit 1969 verheiratet ist, die ihn, wo sie nur kann, unterstützt und ihm quasi in jeder Hinsicht, den „Rücken“ freihält. Eigentlich mischte Schorsch schon vor 52 Jahren, 1963 beim Stein- und Burgfest Geschehen mit. Natürlich, wie könnte es anders sein, musikalisch. Der Mann, dessen bewegtes Musikerleben, sozusagen seine „Karriere“ im zarten Alter von fünf Jahren begann, als er bei Winfried Rittershaus anfing das Spielen auf dem Saxophon zu erlernen. Heute spielt er nicht nur eines, oder drei, sondern sage und schreibe zehn Instrumente. Darunter Klarinette, Trompete, Querflöte, Bass, Gitarre, Keyboard, oder Okulele.

In zwei Wochen Trompete gelernt

Und zur Trompete hat Schorsch Nürnberg eine schöne Geschichte parat. Als 14 Tage vor einem Auftritt mit der „Dixiland-Band“ in der Genovevaburg sein Trompeter ausfiel: „Was wollte ich machen. Für 180 DM kaufte ich mir eine Trompete, hatte innerhalb von 14 Tagen das Spielen drauf, und so war das Engagement gerettet“. Nun muss man wissen, das Nürnberg lange Zeit Mitglied der Hausband in der Bonner Beethovenhalle war. Dort standen diese Jungs gemeinsam im abwechselnden Musizieren gleichzeitig mit namhaften Orchestern, wie James Last, Willi Berking oder Max Greger auf der Bühne. Einmal, und da erinnert sich „Schorsch“ noch genau daran, sollte er dort beim Bundespresseball gemeinsam mit seiner Band, den „Silhouets“ den Hit „Try a little tenderness“ spielen. Bandleiter Klaus Berger gab zu bedenken, dass da am Anfang die Trompete im Einsatz ist. Gott sei Dank hatte Nürnberg sein vor Jahren in Mayen gekauftes, in die Jahre gekommenes Instrument dabei. Als er dies aus einem abgewetzten Koffer auspackte, hörte man schon ein Schmunzeln aus Richtung der drei Weltbesten in Max Gregers Orchester sitzenden Trompeter. Doch Schorsch spielte, was das Zeug hielt. „Ich wusste genau die hatten alle drei erstklassige, hochwertige Instrumente und ich meine 180 Mark-Trompete. Aber trotz allem, es gab einen Riesenapplaus der Gäste für Nürnberg, auch von Max“.

Schorch spielt gerne Tennis

Nun bei aller Musikalität hat das Multitalent noch weitere Hobby´s. Nicht nur als Tennisspieler, nein er hat auch seinen dazu passenden Trainerschein. Dann das Reisen innerhalb Europäischer Länder, oder aber der Heimat liebende Mann streift mit seiner Elvira durch die Eifelregion. Und ganz besonders stolz ist er, der Musiklehrer, auf seine vielen Schülerinnen und Schüler in der eigenen Musikschule. „Viele davon haben eigene Bands gegründet. Und eine ganze Menge hat es zu was gebracht“, freut sich Schorsch Nürnberg. Kein Wunder bei einem solchen Lehrmeister, der trotz vieler Angebote, „seinem“ Mayen treu bleibt, auch wieder beim Stein- und Burgfest.

Das musikalische Urgestein mit der Joe Cocker Stimme: Schorsch Nürnberg.

Das musikalische Urgestein mit der Joe Cocker Stimme: Schorsch Nürnberg.

Das ist seine alte Trompete, die er einst für 180 Mark erstand. Damit spielte Schorsch Nürnberg sogar beim Bundespresseball in der Bonner Beethovenhalle. Fotos: BS

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