Fronleichnam in Kehrig
Premiere für Vater Joseph
250 Gläubige begleiteten das Allerheiligste
Kehrig. Keine Fronleichnamsprozession in Kehrig ohne eine Besonderheit. War es im vergangenen Jahr der witterungsbedingte Mangel an Blüten, der die Frauen und Mädchen der Gemeinde zur Improvisation bei der Gestaltung der Blumen-Altäre zwang, erlebten die Gläubigen in diesem Jahr eine Premiere mit: Zum ersten Mal nahm Vater Joseph Adose Poku an einer Fronleichnamsprozession in Deutschland teil. Das kirchliche Fest hatte der Theologe, der während seines Studiums unter anderem in Deutschland von der Alzheimer Familie Hüging unterstützt worden war, bislang nur in seiner Heimatdiözese in Ghana gefeiert. Angeführt von Ministranten, den Kommunionkindern dieses Jahres, den Fahnenabordnungen der Vereine, den Schützen und begleitet von der Schützenkapelle Luxem trug Vater Joseph gemeinsam mit Diakon Winfried Stadtfeld die Monstranz zu den Altären auf dem Schulhof und am Dorfbrunnen.
Annähernd 250 Gläubige, auch aus umliegenden Gemeinden, begleiteten das Allerheiligste, um sich dort zu Gebeten, Gesang und Fürbitten zu versammeln. Mit dem Te Deum in der Pfarrkirche St. Kastor/St. Katharina schloss die Feier zu Fronleichnam.
Wie Vater Joseph Adose Poku berichtete, wird die Feier in seiner Heimat zur Mittagszeit, nach der Messe, unterbrochen; erst am Nachmittag kommen die Gläubigen wieder zusammen, um mit Gesang und Tänzen bis in den Abend hinein zu feiern.
In Kehrig laden traditionell die Schützen für den Nachmittag zum Königsschießen ein.
Die Schützenbruderschaften gestalten Gottesdienste und Prozessionen an Fronleichnam maßgeblich mit; gegründet worden waren sie ursprünglich allerdings, um die Eucharistiefeiern zu schützen.
