StrongmanRun am Nürburgring
Schlammgruben und Kletterhürden warteten in der „Grünen Hölle“
Nürburg. 12.000 Teilnehmer wühlten sich beim weltgrößten Hindernislauf und regnerischem Wetter durch den Eifelschlamm.
Spätestens seit dem vergangenen Jahr hat der Wettbewerb, der auch als „Mutter aller Hindernisläufe“ bezeichnet wird, sich das Prädikat „Kultstatus“ mehr als verdient. Laut Veranstalter standen allein für 2014 27.000 Läufer auf der Warteliste. Nur 97 Stunden, nachdem im vergangenen September ein exklusiver Link an alle diese Läufer versandt worden war, waren alle 13.000 Startplätze an Teilnehmer aus über 40 Nationen vergeben. Und das, obwohl der Nürburgring bei der Veranstaltung seinem Spitznamen „Grüne Hölle“ wieder mehr als alle Ehre machte.
Auf einem der spektakulärsten und härtesten Hindernisparcours mussten die am Ende rund 12.000 Starter einen Rundkurs von 11 km, gespickt mit insgesamt 17 Hindernissen, zweimal bewältigen. Auf der Distanz, die etwa der eines Halbmarathons entsprach, hieß es für die Teilnehmer, gemeinsam durch tiefe Schlammgruben zu robben, kniffelige Kletterhürden zu bezwingen oder sich prickelnden Stromstößen aussetzen. Regen und kühle Temperaturen steigerten zusätzlich noch die Herausforderungen. Für so manchen Teilnehmer dürfte bei diesen Bedingungen das Durchqueren des 40 m langen und mit nur 7 °C warmem Wasser gefüllten Pool, anders als im letzten Jahr, keine willkommene Erfrischung gewesen sein.
Trotz der großen Anzahl an Sportlern und den widrigen Bedingungen zeigten sich die Helfer des Deutschen Roten Kreuzes aber mit der Verletzungsstatistik des Laufes zufrieden. Insgesamt mussten nach Angaben von Thorsten Trütgen, Pressesprecher des DRK, nur 38 Läufer zur Untersuchung ins Adenauer Krankenhaus eingeliefert werden. Trütgen: „Das ist eine Hochleistungsveranstaltung. Die meisten Teilnehmer sind sehr austrainiert.“ Auch wenn so manches Erscheinungsbild nicht beim ersten Blick darauf schließen lässt. Denn neben den ambitionierten Sportlern stand für viele der Spaßfaktor über dem sportlichen Ehrgeiz und so waren in diesem Jahr auch wieder viele der Teilnehmer in spektakulären Kostümen, vom Neandertaler bis zum Ritter oder Indianer am Start. Nach 1:44:25 Stunden überquerten die im vergangenen Jahr Erst- und Zweitplatzierten Felix Grelak und Tom Schlegel zeitgleich als Sieger die Ziellinie. Den dritten Platz belegte Robin Dechant, der nur sieben Sekunden später das Ziel erreichte.
Mit einer Zeit von 1:57:22 Stunden wurde der viermalige Strongmanrun-Sieger Knut Höhler nur 22. Schnellste Frau war die Schweizerin Carole Koster, die 2:06:01 Stunden für den Parcours benötigte, gefolgt von Viola Cavalieri (ITA). Beste Deutsche war die Vorjahressiegerin Friederike Feil, die nach 2:08:00 Stunden auf dem dritten Rang das Ziel erreichte.
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Einige schwierige Hindernisse mussten die Teilnehmer bewältigen.
Die im vergangenen Jahr Erst- und Zweitplatzierten Felix Grelak (l.) und Tom Schlegel liefen zeitgleich als Sieger über die Ziellinie.
