IGE verabschiedet sich in die Sommerpause
Tristan Cornely zeigt starke Präsenz im Endurosport
aus Mayen
Betzing. Mit dem Umstieg zum Jahreswechsel auf eine Beta RR 300 des OSK Racing Teams, stand dem 18 jährigen Betzinger Hobby-Endurist, der für den MSC Dreckenach startet, nun auch ein wettbewerbsfähigeres Motorrad als in den Vorjahren zur Verfügung.
Erste Tests im Januar und Februar waren bereits recht vielversprechend.
Zum Saisonstart am 11. April, fand man in Mernes im Main-Kinzig-Kreis ein stark besetztes Fahrerfeld von 140 Teilnehmern vor. Vom Start weg konnte sich Tristan auf Platz 14 behaupten, bis er in Runde 4 durch den Sturz eines Konkurrenten in Mitleidenschaft gezogen wurde, als dessen Lenker sich seitlich in seinen Oberkörper bohrte. Leider endete der Vorfall mit einer Rippenverletzung. Unter starken Schmerzen setzte er seine Fahrt jedoch fort und rettete sich auf Platz 39 ins Ziel.
Durch Absage des nächsten Rennens in Schweinfurt, blieb zum Glück ausreichend Zeit zur Genesung.
Zum Lauf in Wolfshausen am 23. Mai wurde dann wieder entsprechend abgeliefert. Mit Platz 9 von 106 Teilnehmern ein sehr gelungenes Ergebnis.
Bereits eine Woche später, folgte das nächste IGE-Rennen in Niederwürzbach im Saarland. Hier hatte man, wie gewohnt, eine sehr technische Strecke mit vielen Hindernissen gebaut, die von Mensch und Maschine einiges abverlangte. Bis in Runde 11 konnte er erfolgreich Platz 8 von 69 Startern verteidigen. Leider zog er sich in dieser Runde aber einen hinteren Reifenschaden zu. In gemäßigter Fahrt schleppte er sich auf plattem Reifen in Ziel und konnte damit immerhin noch Platz 17 belegen, ohne mit technischem Defekt aus der Wertung zu fallen.
Hatten die bisherigen Rennen allesamt bei 30 °C stattgefunden, so konnte man am vergangenen Wochenende noch einmal 5 °C drauf rechnen. Dort fand in Schlüchtern-Hohenzell der letzte Lauf der IGE vor der Sommerpause statt. Der MSC Schlüchtern hatte wieder eine sehr abwechslungsreiche Strecke gesteckt, die teilweise über die Rallycrosspiste, den Motocross-Kurs, sowie die Waldpassagen führte.
Im Rennen selbst, spielten sich insbesondere im legendären Bachbett, sowie den anschließenden Auffahrten wahre Dramen ab. Hier lagen reihenweise Motorräder und Fahrer übereinander.
Beim Start aus Box 3 konnte sich Tristan gut absetzen und bereits in der Frühphase unter die ersten 15 der Wertung fahren.
In Runde 3 fuhr ihm jedoch ein Mitbewerber in einer der Auffahrten ungewollt in die Seite, worauf hin sich die Motorräder ineinander verkeilten und umkippten. Nach dem Zeitverlust von etwa einer Minute, konnte er seine Fahrt jedoch ohne Probleme fortsetzen. Ein weiterer kleiner Zwischenfall ereignete sich dann in Runde 7. Nach einem Ausweichmanöver hatte er offensichtlich mit dem Hinterrad ein Stück Flatterband der Streckenbegrenzung abgerissen, welches sich anschließend um die Bremsscheibe wickelte. Als die Hinterradbremse schließlich ihren Dienst verweigerte, war er gezwungen anzuhalten und die ganzen Plastikfetzen aus der Bremsscheibe zu entfernen. Nach dem Zeitverlust einer weiteren Minute konnte er jedoch auch hier das Rennen fortsetzen.
Leider fehlten zum Schluss genau jene 2 Minuten, die es für eine letzte weitere Runde benötigt hätte. Um keine Strafzeit für Verspätung zu kassieren, musste somit die Box mit 5 Minuten Restzeit angesteuert werden.
Alles in allem jedoch ein grandioses Rennen, welches mit Platz 9 von 101 Startern belohnt wurde.
Tristan Cornely bei der IGE in Niedewürzbach Foto: privat
Tristan Cornely bei der IGE in Wolfshausen Foto: privat
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Tristan Cornely bei der IGE in Mernes Foto: privat