Relegationsrunde zum Aufstieg in die Fußball-Rheinlandliga
„Wir haben alles selbst in der Hand“
aus Kottenheim
TuS Mayen muss am Samstag gewinnen, Betzdorf reicht ein Punkt
Mayen. Die erste Entscheidung um den Aufstieg in die Fußball-Rheinlandliga ist am Mittwoch gefallen: Durch das 1:1 (0:0) bei der SG Betzdorf (Zweiter der Bezirksliga Ost) steigt der TuS Mosella Schweich (Zweiter der Bezirksliga West) nach nur einem Jahr Abstinenz wieder in das Oberhaus des Fußballverbands Rheinland auf. Die Moselaner hatten am vergangenen Samstag vor 380 Zuschauern auf ihrem engen Kunstrasenplatz mit dem 4:2 (3:2) zu Hause gegen den TuS Mayen den Grundstein gelegt. Nun durfte in Betzdorf ausgiebig gefeiert werden. „Ich bin unfassbar stolz auf das, was dieses Team in der ganzen Saison geleistet hat“, freute sich der Schweicher Trainer Thomas Schleimer. „Nach dem unglücklichen Abstieg im vergangenen Jahr sind alle bei der Stange geblieben und haben diesen Unfall heute repariert.“
Nico Schäfer brachte die Gäste vor 618 Besuchern auf dem Kunstrasenplatz in der ENERIX-Arena in Betzdorf nach 57 Minuten in Führung, der 1:1-Ausgleich von Robin Moosakhani (86.) fiel zu spät, um die Partie noch einmal komplett zu drehen. Was bedeutet: Der TuS Mayen kann sich als Zweiter der Bezirksliga Mitte mit einem Sieg über die SG Betzdorf den zweiten Aufstiegsplatz sichern, den Westerwäldern reicht hingegen schon ein Unentschieden. Die mit großer Spannung erwartete Begegnung wird am Samstag, 6. Juni, um 17 Uhr auf dem Rasenplatz im Stadion Nettetal von Schiedsrichter Dominik Franklin aus Wintrich angepfiffen.
„Betzdorf spielt einen guten Ball und verfügt über viele Individualisten. Vor allem über die Außenpositionen geht es mit hohem Tempo und Zug zum gegnerischen Tor“, bemerkte der Mayener Trainer Marc Steil als Augenzeuge vor Ort im Westerwald. „Nichtsdestotrotz wissen wir, dass wir mit einem Sieg alles selbst in der Hand haben. Das gibt uns ein positives Gefühl. Wir sind heimstark und bauen auf unsere Kulisse. Eine vierstellige Besucherzahl ist nicht utopisch. Wir werden alles dafür tun, dass wir am Samstag den Aufstieg realisieren.“ Das sieht bei den Gästen ähnlich aus. „Uns haben gegen Schweich vor allem in der ersten Halbzeit die Tore gefehlt. Nüchtern betrachtet sind wir einen kleinen Schritt weiter. Mayen muss gewinnen, uns reicht ein Remis“, bilanzierte SG-Übungsleiter Enis Caglayan.
Wenn der Rheinlandliga-Zweite SV Rot-Weiß Wittlich die Dreier-Relegationsrunde zur Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar (mit dem FSV Jägersburg und dem TB Jahn Zeiskam) für sich entscheiden würde, stünde auch der Dritte der Dreier-Relegationsrunde zur Rheinlandliga (Mayen oder Betzdorf) als Aufsteiger fest und würde in der Saison 2026/2027 in der Rheinlandliga auflaufen. Wittlich reicht am Sonntag, 7. Juni, um 16 Uhr auf dem heimischen Kunstrasenplatz am Sportzentrum im Duell mit Zeiskam ein Punkt. Zum Auftakt der Dreier-Runde gewann Zeiskam mit 5:0 (3:0) gegen den Saarlandvertreter FSV Jägersburg deutlich mit 5:0 (3:0). Wittlich zog am vergangenen Mittwoch mit einem 5:0 (3:0) nach. Die Regularien des Fußball-Regionalverbands Südwest besagen, dass als erstes Kriterium die Punkte, danach das Torverhältnis und anschließend die geschossenen Tore zählen. Weil bei Zeiskam und Wittlich alle Werte identisch sind, werden die Auswärtstore zum entscheidenden Faktor. Da Wittlich in Jägersburg antrat und Zeiskam die Saarländer zu Hause besiegt hatte, haben die Rot-Weißen die Nase vorn. Es sei denn, die Partie endet mit 5:5 (dann gäbe es sehr wahrscheinlich ein Elfmeterschießen) oder mit 6:6. (SK)
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