Zum 75. Mal wurde in Mayen das Stein- und Burgfest gefeiert
Zumindest am Samstag war für jeden was dabei
aus Kottenheim
Ausgerechnet am verkaufsoffenen Sonntag öffnete Petrus fünf Stunden lang die Schleusen
Mayen. Auch wenn die Traditionsveranstaltung in jedem Jahr wiederkommt: Kein Stein- und Burgfest ist wie das andere. Das gilt erst recht nicht für die Auflage 2026, schließlich wurde das Stein- und Burgfest bereits zum 75. Mal gefeiert. Zumindest am Sonntag hatte Petrus etwas dagegen: Um 12 Uhr, pünktlich zu Beginn des verkaufsoffenen Sonntags, öffnete der Wettergott seine Schleusen. Bis zur Schließung der Geschäfte um 17 Uhr hatte Petrus kein Einsehen. Das hatten die Organisatoren, ausgerechnet im Jubiläumsjahr, in dieser Form nicht verdient.
Nach dem ökumenischen Gottesdienst in der Sankt-Clemens-Kirche war es beim Festumzug durch die Innenstadt hin zum Festzelt auf dem Marktplatz noch trocken geblieben. „Dass das Stein- und Burgfest zum 75. Mal auf dem Programm steht, bedeutet, dass Generationen von Mayenern dieses Fest erlebt, gestaltet und weitergetragen haben. Der Stein hat unsere Stadt geprägt, aber dahinter stehen Menschen: Menschen mit Können, Erfahrung und Leidenschaft, die aus einem Stück Material etwas geschaffen haben, das Bestand hat“, so Oberbürgermeister Dirk Meid in seinem Grußwort. „Manchmal bedeutet Zukunft nicht, etwas völlig Neues zu beginnen. Manchmal bedeutet Zukunft, das Eigene neu zu denken. Vielleicht ist das auch eine Botschaft für Mayen heute. Wir können unsere Wurzeln bewahren und uns gleichzeitig weiterentwickeln.“
Die enge Verbundenheit zwischen der Stadt und dem Handwerk unterstrichen die beiden Ehrengäste: Erich Nöthen als Erster Zunftmeister der Hämmerzunft und Aloys Krämer als Ehrenzunftmeister der Hämmerzunft nahmen gemeinsam den traditionellen Fassanstich vor. Auf Initiative Krämers und des damaligen Oberbürgermeisters Günter Laux wurde vor einem Vierteljahrhundert der Zunftbaum vor dem Rathaus errichtet.
Zumindest am Samstag hatte der Wettergott ein Einsehen gehabt. Ob beim Handwerker- und Bauernmarkt, beim Bürgerschießen der Mayener Bogenschützen in den Burggärten, beim Kinderschminken oder bei Olympischen Spielen für den Nachwuchs: Für jeden Geschmack war etwas dabei. Wie in den vergangenen drei Jahren waren Alpakas aus Ahrbrück nach Mayen gekommen. Insgesamt stehen 39 Tiere zur Verfügung, in diesem Jahr waren die beiden vierjährigen Alpakas Tasman und Taycan mit in die Eifel gereist. (SK)
Was wäre ein Stein- und Burgfest ohne den obligatorischen Fassanstich? Foto: SK Foto: Stefan Schmitz
Der Stolz ist Erich Nöthen (links) und Aloys Krämer förmlich anzusehen. Foto: SK Foto: Stefan Schmitz
Als der Apfelstrudel der Bäckerei Lohner gerade angeschnitten war, setzte der große Regen ein. Foto: SK Foto: Stefan Schmitz
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Der Festumzug führte durch die Mayener Innenstadt Richtung Marktplatz. Foto: SK Foto: Stefan Schmitz