Katholische Grundschule Meckenheim
Besuch der französischen Partnerklasse
Meckenheim. Als die 20 Schülerinnen und Schüler der École Lapierre am Montagabend aus dem Bus stiegen, waren sie für die wartenden Schülerinnen und Schüler der Klasse 3b der Kath. Grundschule Meckenheim und ihre Familien keine Unbekannten: Schon vor Monaten ist der Kontakt aufgenommen worden: Die Kinder haben sich wechselseitig „Steckbriefe“ geschickt, in denen sie sich vorstellten: Es gab ein Foto, dazu Informationen über Geschwister, Hobbys, Leibspeisen. Und schon da konnten alle zufrieden feststellen, dass es viele Gemeinsamkeiten gibt. Fußball führt auf deutscher wie französischer Seite die Hitliste der Hobbys an, zum Lieblingsessen gehören ganz klar Lasagne, Pommes, Pizza und Nudeln in allen Variationen. Crepes sind schon exotisch. Auf die jungen Gäste der CM 1 - sie sind zwischen neun und zehn Jahre alt - wartete ein recht umfangreiches Programm. Zwar verbrachten sie die Abende in den Gastfamilien, um den Alltag kennen zu lernen und mit den Partnerkindern vertraut zu werden, tagsüber waren jedoch alle unterwegs. Am Dienstag begrüßte der Erste Beigeordnete der Stadt Meckenheim, Herr Jung, die Gäste aus der Partnerstadt und hieß sie willkommen.
Weite Reise ohne Eltern
Er ließ die Kinder wissen, wie wichtig dieser bereits zum 5. Mal stattfindende Austausch sei und wie sehr er ihren Mut bewundere, in so jungen Jahren ohne Eltern diese weite Reise zu unternehmen. Am Nachmittag folgte eine Rallye durch die Stadt. „ Wie grün ist es hier!“, stellte Olivier bewundernd fest. In den nächsten Tagen folgte der Besuch des Beethovenhauses, zum Drachenfels ging's mit der Zahnradbahn hoch und in Kommern waren die frei umherlaufenden Tiere und der große Spielplatz mindestens so interessant wie die alten Gebäude. Überhaupt das Spielen: Zwischen den Ausflügen gab es für die deutschen und französischen Kinder viel Zeit, um gemeinsam um die Wette zu rennen, sich zu verstecken, zu klettern, zu toben. Das funktionierte wunderbar ohne Sprache, die Kinder verständigten sich falls notwendig mit Zeichen und lernten ganz nebenher, dass Versteckenspielen „cache-cache“ heißt. Am Donnerstagabend wurden die Gäste im Foyer der Katholischen Grundschule verabschiedet. Von den Eltern war zu hören, wie sehr sie die Kinder in der kurzen Zeit ins Herz geschlossen hätten. Die Partnerklassen hatten kleine Sketche und Lieder in der jeweiligen Fremdsprache einstudiert, die dann den Eltern und Gästen vorgeführt wurden. Erstaunlich, wie schnell sich die Kinder die Texte einprägen konnten, obwohl sie keinen regulären Französisch - beziehungsweise Deutschunterricht haben. Die deutsch-französische Freundschaft, Europa, der Elysée-Vertrag - in der „Ode an die Freude“ von Ludwig van Beethoven finden sie ihren musikalischen Ausdruck und so sangen die Kinder dieses feierliche Lied in ihrer Muttersprache zuerst jeweils für sich, dann gemeinsam aus voller Kehle. Die Sprachen vermischten sich zu einem harmonischen Wohlklang. Am Freitag, sehr früh morgens, verabschiedeten sich die Gäste: Au revoir! Nächstes Jahr sehen sich die Kinder in Le Mée wieder. Sie freuen sich darauf!
