Evangelische Grundschule in Meckenheim
Das Geheimnis des Sonnenblumensamens
Jahreskreis-Erkundungsreise der Klasse 2a wurde erfolgreich beschlossen
Meckenheim. Zum Auftakt des Sonnenblumen-Jahreskreis-Projekts der evangelischen Grundschule in Meckenheim (EGS) wurde bereits im Frühjahr ein großes Arsenal an Petrischalen mit saugfähigem Papier ausgelegt und mit Wasser benetzt. Daraufhin erwiesen die Keimungsdetektive der EGS großes handwerkliches Geschick, denn je Petrischale durften drei bis sechs Sonnenblumensamen mit einer Pinzette sorgfältig auf das befeuchtete Papier gelegt werden. Dann hieß es warten. Mit Spannung wurden die ersten Triebe herbeigesehnt. Jeden Tag wurden die, auf den Fensterbänken des Klassenraums aufgestellten, Pflanzenbaby-Aufzucht-Stationen unter die Lupe genommen. Dann endlich, unter allgemeinem Staunen, durchbrachen nach circa zwei Wochen die ersten Pflanzenteile die harte Schale des Sonnenblumensamens.
Anschließend kam das Keimungslabor der evangelischen Grundschule in Meckenheim zum Einsatz. Dabei wurden alle aufgekeimten Samenkörner sorgfältig abgelegt. Es musste genau darauf geachtet werden, dass die Wurzeln einen Zugang zum Wasserreservoir der Keimungsgefäße fanden. Da die jungen Pflanzen sich über Nacht manchmal wie von Geisterhand in eine missliche Lage manövriert hatten, übernahmen die Schülerinnen und Schüler der EGS gerne die Rolle der Pflanzeneltern und halfen den keimenden Pflanzen immer wieder in die richtige Position.
Innerhalb des bereitgestellten Keimungslabors und der Pflanzenstationen konnten die Pflanzenforscher so die unterschiedlichen Entstehungs- und Wachstumsphasen der Sonnenblumenpflanze erkunden. Nachdem Blatt- und Wurzelwerk ausgiebig unter der Lupe erforscht worden war, pflanzten alle Schülerinnen und Schüler ihre junge Sonnenblumenpflanze in ein durchsichtiges Pflanzgefäß. Bis zum Abfallen der Keimungsblätter blieben die jungen Zöglinge im Klassenraum. Dann durften alle Pflanzeneltern der jetzigen Klasse 2a der evangelischen Grundschule Meckenheim ihre Sonnenblumen-Schützlinge mit nach Hause nehmen.
„Und wie ging es weiter?“: Zum Ende des Schuljahres konnten die größten und schönsten Sonnenblumen bestaunt werden. Aus dem klitzekleinen Sonnenblumensamen waren stattliche Sonnenblumenpflanzen geworden, die genauestens untersucht werden mussten.
Nachdem der behaarte Stängel, das haarige Blattwerk, die hauchdünnen Blütenblätter, der prächtige Blütenkorb, die starken Pfahl- und dünnen Seitenwurzeln intensiv mit den Händen “begriffen“ worden waren, schloss sich der Kreislauf. Die im Blütenkorb entdeckten Samen wurden geerntet und als Wunder der Natur bestaunt. Um für das bevorstehende Frühjahr gerüstet zu sein, erhielt jeder Pflanzenforscher zum Abschluss eine eigene Sonnenblumen-Samendose. Ein Auftakt, der weitere Jahreskreis-Erkundungsreisen nach sich ziehen wird.
Forscheraufträge mit der Lupe.
