CDU-Fraktion im Rat der Stadt Meckenheim
Demographischer Wandel und Stadtplanung
Meckenheim. Weniger, bunter und alter: diese Schlagworte bringen die Einwohnerentwicklung in Deutschland in den nächsten Jahren auf den Punkt, folgt man der übereinstimmenden Analyse von Bevölkerungsforschung und Politik, nachzulesen etwa im aktuellen Demographiebericht der Bundesregierung. Der Rhein-Sieg-Kreis und Meckenheim sind allerdings einer der wenigen Wachstumspole, sodass hier vor Ort gilt: mehr, bunter und alter.
Vor allem die Alterung wird in den nächsten Jahren die Bevölkerungsentwicklung in Meckenheim prägen. Dabei fällt weniger der Rückgang der Schülerzahlen ins Gewicht, doch umso mehr die Zunahme der Zahl Hochbetagter. Bei der Planung sind daher ausdrücklich die Belange Älterer zu berücksichtigen. Hier ist etwa an barrierefreies Bauen, die zunehmende Bedeutung der Nahversorgung und ein umfassendes ÖPNV-System zu denken. Darüber hinaus steigern diese Maßnahmen natürlich auch die Attraktivität der Stadt für Familien.
Auch deren Zahl wird in den kommenden Jahren steigen. So werden 2030 im Rhein-Sieg-Kreis über 40.000 Menschen mehr leben als heute. Ursache sind vor allem Wanderungsgewinne, sprich Zuzüge von außen. Da die städtische Infrastruktur auf einen bestimmten Bevölkerungsquerschnitt ausgerichtet ist, lässt sich mit einer behutsamen Bevölkerungszunahme die städtische Infrastruktur und damit die Lebensqualität für die hier lebenden Menschen erhalten und noch ausbauen. Für Meckenheim heißt dies z. B., dass die Zahl der Grundschulen und Kindertagesstätten auch künftig erhalten bleiben kann. Dies war in der Vergangenheit nicht immer selbstverständlich, da die Zahl der Grundschüler im vergangenen Jahrzehnt fast kontinuierlich gesunken ist.
Der dritte Aspekt ist die Zuwanderung aus dem Ausland, welche bereits in den vergangenen Jahren in der Region eine große Rolle spielte. Selbiges gilt auch für Meckenheim. Die Zuwanderung von qualifizierten Fachkräften ist von Bedeutung für die Wirtschaft und ein wichtiger Faktor, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Darüber hinaus wird eine intensive Integrations-, Jugend- und Sozialarbeit auch zukünftig eine wesentliche Rolle spielen.
Um zukünftigen Herausforderungen, zu denen auch der demographische Wandel gehört, mit einer konzeptionellen Grundlage zu begegnen, erarbeitet die CDU Meckenheim zurzeit ein Stadtentwicklungskonzept. In zwölf Handlungsfeldern, die von „Siedlungs- und Infrastruktur“ über den „Demographischen Wandel“ und „Wirtschaft und Arbeit“ bis hin zur „Interkommunalen Kooperation“ reichen, setzt der Arbeitskreis auf das Wissen der Experten für das Leben in Meckenheim - das Wissen der Bürgerinnen und Bürger -, die ihre Anregungen in einem Mitmach-Blog für Interessierte unter www.2020plus.de mit in das Konzept einfliesen lassen können. Der Arbeitskreis freut sich auf Ihre Beiträge! Pressemitteilung
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