Hauptausschuss beschließt Sanierung der Jungholzhalle
Damit ist auch der Weg frei für den vorgeschalteten Rathaus-Neubau am Siebengebirgsring
Meckenheim. Es kann losgehen mit dem Neubau des Rathauses und der Sanierung der Jungholzhalle. Nach umfassender Debatte fasste der Hauptausschuss den einstimmigen Beschluss für Sanierung und Umbau der Jungholzhalle. „Lassen Sie uns den Schritt wagen und Meckenheim nach vorne bringen“, formulierte es Heribert Brauckmann für die FDP-Fraktion. Der Grundsatzbeschluss für das Parallel-Projekt - den Rathausneubaus - wurde bereits im November 2011 gefällt. Die Stadt wird jetzt alle erforderlichen Maßnahmen für eine europaweite Ausschreibung in die Wege leiten, denn im nächsten Jahr muss mit dem Bau des Rathauses begonnen werden. Ansonsten drohen Rückzahlungen von Fördergeldern in Höhe von 633.000 Euro, die bereits vor Jahren für ein Rathausgrundstück gezahlt wurden, auf dem nun das Seniorenwohnheim „Johannis-Stift“ steht. 11,2 Millionen Euro kostet der Rathausneubau, knapp 3,7 Millionen Euro die Sanierung und Umgestaltung der Jungholzhalle.
Die Bauzeit für das neue Rathaus wird auf ungefähr 16 bis 18 Monate geschätzt. Nach dem Umzug der Mitarbeiter werden die Räume im Rathaus an der Bahnhofstraße 22 und die Sitzungsräume sowie das Gebäude für den Fachbereich Jugendhilfe, Im Ruhrfeld 16, frei. Was genau damit geschehen soll, darüber will sich die Verwaltungsspitze erst dann Gedanken machen, wenn der Umzug absehbar ist. Für die Räume im Reginahof, Bahnhofstraße 25, sucht die Stadt einen Nachmieter.
Die Belastung für die städtische Kasse ist enorm. Für Rathaus und Jungholzhalle zahlt die Stadt dann jährlich knapp eine Million Euro, für Zinsen und Tilgung der Kosten für die Jungholzhalle und den Rathausneubau. In der Hauptausschuss-Sitzung stellte Thomas Mandt von der Beratungsgesellschaft für Behörden (VBD) die geplanten Umbaumaßnahmen ebenso wie notwendige energetische Sanierungen sowie die Erneuerung der technischen Ausrüstung in der Jungholzhalle vor. 2100 Quadratmeter Nutzfläche bietet die Halle, die von 1979 bis 1982 gebaut wurde. Um die Kredite abzubezahlen, müssen jedes Jahr rund 183.000 Euro zurückgezahlt werden und das 30 Jahre lang. Dafür bekommt die Stadt eine Sanierung der Halle nach heutigen Standards. Zweifel äußerte insbesondere die Fraktionsvorsitzenden der SPD, Brigitte Kuchta. Sie erkundigte sich, ob die Stadt angesichts dieser Zahlen in die Haushaltssicherung fallen könne. Kämmerin Pia-Maria Gietz konnte zumindest für die kürzere Finanzplanung der nächsten Jahre diese Befürchtung zerstreuen. „Das bekommen wir gestemmt“, sicherte sie zu.
Der Haushalt sei solide aufgestellt und schließe in diesem Jahr erneut günstiger ab als prognostiziert. CDU-Fraktionschef Joachim Kühlwetter fasste zusammen: „Der Sanierungsbedarf der Halle ist unstrittig, der Zeitpunkt ist günstig und der Umfang so bemessen, dass es sich um eine funktionale Sanierung handelt“.
Mit der Sanierung soll auch das Problem der Lärmbelästigung gelöst werden. Ein Parkleitsystem soll auf rund 700 Parkplätze in einer Entfernung von fünf Gehminuten verweisen. Dieses sind die Parkpalette am Neuen Markt, die Parkplätze an den Sportanlagen am Siebengebirgsring und Parkplätze an der Königsberger Straße. Auf dem Parkplatz vor der Halle, wo wegen lauter Unterhaltungen und abfahrender Autos insbesondere der Lärm produziert wurde, wird das neue Rathaus entstehen. Helmut Schulten (BfM) fasste zusammen: „Der heutige Tag ist eine erneute Grundsteinlegung für die Jungholzhalle.“ AT
