Allgemeine Berichte | 08.07.2026

Inklusion erleben in Meckenheim

Jubiläums-Sommerfest des Café sofa in Meckenheim mit viel Inklusion und Engagement

von links: Sven Schnieber, Bürgermeister der Stadt Meckenheim, Katja Kroeger, Vorsitzende von „Wir für Inklusion e.V.“Birgit Rieder, Caféleitung des Café sofa

Meckenheim. Zahlreiche Gäste haben am Sonntag, 5. Juli, das fünfjährige Bestehen des Café sofa in Meckenheim gefeiert. Gemeinsam feiern, Vielfalt leben und erleben: Das Sommerfest des Trägervereins „Wir für Inklusion e.V.“ zeigte, wie lebendig und bereichernd das Miteinander im Café ist. Die Bühnenstürmer aus dem Haus Hohenhonnef und die Band HatAndVoice begeisterten das Publikum und sorgten für ausgelassene Stimmung.

Die Bühnenstürmer sind eine bekannte Percussion- und Trommelgruppe aus Bad Honnef. Ihre Mitglieder sind Menschen mit Behinderung, die im Förderbereich des Hauses Hohenhonnef arbeiten.

Zur Eröffnung dankte die Vereinsvorsitzende Katja Kroeger besonders den vielen Ehrenamtlichen im Verein und im Café. Mit ihrem Einsatz, ihrer Zeit und ihrer Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, ermöglichten sie, dass das Café sofa Woche für Woche verlässlich öffnen kann. „Inklusion ist für uns ein Herzensthema und eine klare Haltung. Sie ist Maßstab dafür, wie wir miteinander umgehen“, sagte Kroeger. Inklusion sei kein abgeschlossenes Projekt, sondern eine dauerhafte Aufgabe für Verein, Politik, Verwaltung und Gesellschaft. Demokratie brauche Inklusion, gemeinsamen Willen und Vielfalt. Dafür stünden der Verein und das Café sofa.

Der Einladung waren auch Vertreterinnen und Vertreter der Stadt, der Politik, der beiden Kirchen, von Vereinen und Organisationen sowie Sponsoren gefolgt. Bürgermeister Sven Schnieber würdigte das Café sofa als besonderen Ort der Begegnung in Meckenheim. Er erinnerte an seinen ersten Besuch: Als Karnevalsprinz hatte er gemeinsam mit seiner Frau den Bonner Blinden- und Sehbehindertenverein ins Café eingeladen. Pastorin Iris Gronbach von der evangelischen Kirche erzählte eine kurze Geschichte. Der katholische Pfarrer Michael Maxeiner hob die Offenheit und Menschlichkeit des Cafés hervor.

Ein weiteres wichtiges Projekt des Vereins stellte die pädagogische Leiterin Elke Steckenstein vor. Gemeinsam mit Klaus Brouwers leitet sie die Ideenschmiede. Dort entwickeln Menschen mit Behinderung eigene Ideen und setzen sie selbst um. Die Angebote richten sich an alle Menschen in und um Meckenheim. So werden die Teilnehmenden ehrenamtlich aktiv, übernehmen Verantwortung und gestalten das gesellschaftliche Leben vor Ort mit.

Mehr als 40 Angebote und zwei große Konzerte hat die Ideenschmiede bereits in und für Meckenheim organisiert. Ihr Engagement zeigt: Teilhabe bedeutet nicht nur, dabei zu sein. Es bedeutet, mitzugestalten, Verantwortung zu übernehmen und die Gemeinschaft aktiv zu bereichern.

Das Jubiläumsfest setzte damit ein sichtbares Zeichen für Toleranz, Vielfalt und ein friedliches Miteinander. Die Gäste blickten mit Vorfreude auf weitere Jahre mit dem Café sofa.

Trommelgruppe Bühnenstürmer des Haus Hohenhonnef

Trommelgruppe Bühnenstürmer des Haus Hohenhonnef Foto: Privat

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von links: Sven Schnieber, Bürgermeister der Stadt Meckenheim, Katja Kroeger, Vorsitzende von „Wir für Inklusion e.V.“ Birgit Rieder, Caféleitung des Café sofa Foto: Sabine Dräbing

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