Politik | 16.07.2013

Große Kanal- und Bachlauf-Sanierung in Altendorf-Ersdorf

Projekt von Stadt und Erftverband kostet rund 3,5 Millionen Euro

Meckenheim. Der Kanal und die Verrohrung des Ersdorfer Baches sind in die Jahre gekommen. Im Meckenheimer Ortsteil Altendorf-Ersdorf bröckelt es deshalb an allen Ecken und Enden. Aus diesem Grund stellten die Vertreter des Erftverbandes das große Sanierungspaket für den Ortsteil im jüngsten Stadtentwicklungsausschuss vor. Ein Rundumpaket für insgesamt rund 3,5 Millionen Euro, das über mehrere Jahre hinweg realisiert werden soll, präsentierten Heinrich Schäfer und Marco Roth. Nächstes Jahr sollen zunächst unter der Unterdorfstraße sowohl die Verrohrung des Baches als auch der Abwasserkanal mit entsprechendem Rückstauraum neu gebaut werden. „Das ist eine Gemeinschaftsbaumaßnahme von Stadt und Erftverband und dazu brauchen wir Ihre Zustimmung“, erläuterte der Technische Beigeordnete Heinz-Peter Witt. Der Ausschuss gab einstimmig grünes Licht für die erste Baumaßnahme in der Ortslage Ersdorf. Roth erläuterte genauer, was sich dahinter verbirgt: Die erste Maßnahme umfasst demnach ein Regenrückhaltebecken sowie ein Regenüberlaufbecken, welches dafür sorgen soll, dass der Abfluss aus dem Regenrückhaltebecken gleichmäßig und gedrosselt in die Kläranlage weitergeleitet werden kann. Derzeit habe der Kanal dort einen Durchmesser von 700 bis 800 Millimetern. Wenn der Niederschlag zu groß sei, laufe jetzt das Wasser ohne jede Reinigung in den Ersdorfer Bach, weil es keine hydraulischen Stau-Reserven gebe, so Roth. Das soll sich mit dem neuen Stauraum, der rund 160 Kubikmeter Wasser fassen kann, ändern. Der Durchmesser der Kanalrohre wird ebenfalls auf 1000 bis 1500 Millimeter vergrößert. Auch werde eine so genannte „Kulissentauchwand“ eingebaut, die wie ein Rechen aussehe und groben Schmutz zurückhalte. Das sei je nach Schnelligkeit der Bezirksregierung, die die Maßnahmen genehmigen müsse, in den nächsten drei Jahren von 2014 bis 2016 geplant. Gelichzeitig mit der Kanalsanierung muss auch der Hochwasserschutz gewährleistet werden. Der Ersdorfer Bach verlaufe unter der Unterdorfstraße durch Rohre, die ebenfalls sanierungsbedürftig seien. Bei dieser Maßnahme sei die Stadt der Bauherr. Danach stehe die Kanalerneuerung unter der Schulstraße und der Straße Am Viethenkreuz an. Auch hier habe die TV-Befahrung ergeben, dass neben der fehlenden hydraulischen Stau-Reserve auch die Hausanschlüsse erneuert werden müssten. Unterm Strich seien es 530 Meter Kanal, der dort saniert werde und dann einen Durchmesser von 700 bis 800 Millimetern bekommen. Mit dem Beschluss, dass die Maßnahme in der Unterdorfstraße gemeinsam von Stadt und Erftverband durchgeführt werden könne und der Erftverband die Bauarbeiten koordiniere, sei die Stadt nun in der Lage, die Straße, die fast komplett aufgerissen werden müsse, neu zu planen, erläuterte Witt die Vorgehensweise. Danach soll das gesamte Konzept den Bürgern vorgestellt werden. Wie hoch letztendlich die Anliegergebühren werden, konnte Witt im Ausschuss noch nicht sagen. „Immer dort, wo ein Mehrwert entsteht, wird ein Teil der Kosten an die Anlieger weitergegeben“, formulierte es der Technische Beigeordnete vor rund zehn Zuhörern aus Altendorf-Ersdorf. Er kündigte eine entsprechende Bürgerversammlung zum Jahresende an. Die Gesamtmaßnahme bestehend aus der Bachverrohrung, dem Regenrückhaltebecken, der Sanierung des Kanalstauraums in der Unterdorfstraße sowie der Kanalsanierung mit den Hausanschlüssen bis zur Grundstücksgrenze kostet rund 3,5 Millionen Euro. Der städtische Anteil für die neuen Rohre des Ersdorfer Baches wird für das Jahr 2014 auf rund 845.000 Euro geschätzt. Koordiniert und durchgeführt wird die Maßnahme vom Erftverband.

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