Kinder aus Tschernobyl sind wieder zu Besuch
Auftakt mit einer großen Überraschung
Besuch bei weißen Schäferhunden und ein Rundflug über das Ahrtal
Mendig. Nun war es wieder soweit. Die Kinder aus Tschernobyl kamen wohlbehalten im Naturfreundehaus Mendig an. Alle Tschernobyl-Triker aus nah und fern waren da, um die 21 Kinder und zwei Betreuer zu empfangen. Die Wiedersehensfreude auf beiden Seiten war riesig.
Nachdem sich alle einen Tag ausgeruht hatten, ging es am nächsten Tag zur Heidestube, auf Einladung der Familie Groß, zum Welpentreffen der weißen Schäferhunde in Bad Neuenahr.
Hier gab es dann außer den schönen Tieren und der guten Verpflegung eine riesen Überraschung für alle Kinder. Vom LSV Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V. spendeten Jörg Schäfer, Dr. Ulrich Werner, Wolfgang Ehlert, Carsten Heermann, Michael Beck, Stefan Frank, Klaus Bachmann und Josef Nelles für jedes Kind einen Rundflug über das schöne Ahrtal. Auch der Wettergott hatte seine Hand über die schöne Veranstaltung gelegt, denn erst als alle dann am Nachmittag die Heimfahrt antraten, fing es an zu regnen.
Die Tschernobyl-Triker haben seit 2012 die Initiative „Erholung für Tschernobyl-Kinder in Mendig“ abgelöst.
Die Triker waren während der Initiative, die seit 20 Jahren durchgeführt wird, schon seit 2008 als Triker-Paten aktiv.
Jedes Jahr hatten sie eine Wochenendfreizeit für die Kinder organisiert, wo dann auch Triker aus Nordrhein-Westfalen, Nord-Baden, der Pfalz und auch aus Holland dabei waren. Als nach 20 Jahren die Initiative „Erholung für Tschernobyl -Kinder in Mendig“ beendet wurde, waren sich alle Triker-Paten einig, dass die Initiative weiter gehen muss.
Katastrophe vor 27 Jahren
Auch wenn die Katastrophe 27 Jahre zurückliegt, ist die Verstrahlung um das Katastrophengebiet immer noch gesundheitsschädlich. Noch immer leiden die Menschen unter den Folgen des Unglücks. Vor allem sind es die Kinder die betroffen sind. Sie leiden in erhöhtem Maße an Schwächen des Immunsystems, Leukämie und Schilddrüsenerkrankungen. Hilfsbedarf besteht aber auch bei den sozialen Folgen der damaligen Ereignisse. Kinder werden vorzeitig zu Waisen oder Halbwaisen. Hinzu kommen psychische Belastungen, Traumatisierungen und das Gefühl ausgegrenzt und vergessen zu sein. Diese Belastungen führen nicht selten zu Erkrankungen der Seele. Die Tschernobyl-Triker haben sich zusammengefunden, um die Kinder zu betreuen, sodass sie sich gesundheitlich an Leib und Seele regenerieren können. Die Betreuung geht auch über die Erholungszeit hinaus, über das ganze Jahr hindurch.
Viele private Kontakte sind all die Jahre über entstanden, die es ermöglichen, da zu helfen, wo es gerade am notwendigsten ist. Die Initiative wird ausschließlich über Spenden von Mitmenschen und Institutionen finanziert.
Spendenkonto:
Caritas Geschäftsstelle Mayen, BLZ: 577 615 91, Volksbank Mayen, Konto: 19704200; Verwendungszweck: “Tschernobyl-Triker Mendig“.
