Bei Peter Wölwer stapelten sich 150 bunte Geschenkpäckchen für Hilfsbedürftige in Mostar
Bereits zum 82. Mal machte die „Reise der Hilfe“ viele Kinder glücklich
Bell. Franz Beckenbauers Kultsatz „Ja ist denn schon Weihnachten“ hätte man originalgetreu in das Backofenbauerdorf Bell transferieren können. Denn dort, in der Forstbergstraße 4, herrschte reges Treiben „guter Geister“, die Wagenladungen voller bunter Weihnachtspäckchen ins Haus schleppten. Darunter waren auch junge engagierte Damen, die sich auf die Fahnen geschrieben hatten: „Wir möchten dabei helfen, auch den Kindern in Mostar ein Geschenk zum ’Fest der Freude‘ zukommen zu lassen“.
Sie alle luden ihre voll bepackten Privat-PKWs aus, bis alles im Wohnhaus der Wölwers verstaut war. Sage und schreibe 150 Weihnachtspakete, liebevoll eingepackt und dekoriert, gefüllt mit vielen Überraschungen, Süßigkeiten, Kleidung, Stofftieren, Schokoladen-Adventskalendern, aber auch mit diversen Hygiene-Artikeln kamen zusammen, um auf eine circa 1.500 Kilometer lange Reise zu gehen. Weihnachtsfroh gestimmt waren auch die beiden jungen Damen Steffi Daub, Peter Wölwers Nichte, und Schwiegertochter Nadine Soetebier, die im Namen der Grundschule Mendig den Beller unterstützen und denen auch die Gesamtorganisation obliegt; sie handelten nach der Prämisse: „Den Kindern in Mostar geht es nicht so gut wie uns, also helfen wir tatkräftig bei der Päckchenaktion mit“. Genau wie auch Susanne Schlich und Michaela Hirt, die wunderschöne „Engelslocken“ beisteuerten. Darüber hinaus halfen auch Stefanie Bürresheim von der Kita Bell sowie Eva Gynrowath von der Kita Miesenheim.
Natürlich gibt es auch viele weitere Spender, wie zum Beispiel Eveline Buchberger aus Andernach und Monika Hück aus Bell, die Trödel, Kaffee und Kuchen verkaufen und ihren Erlös der Aktion „Weihnachtspäckchen“ spendeten. „Nennen Sie uns ruhig Frau ‚Trödel‘ und Frau ’Krempel‘, Hauptsache, es kommt etwas dabei rum“, so die engagierten Damen zu „Blick aktuell“ bei der Übergabe ihrer Spendendose an Peter Wölwer. Der und seine Gattin Erika sortierten derweil die Geschenke, sodass alles zum Ladetag am richtigen Platz stand. Die beiden haben schließlich Erfahrung bei diesen Aktionen für die hilfsbedürftigen Menschen von Mostar in Bosnien Herzogowina. Dorthin fuhren die Wölwers zwei Tage später mit voll beladenem LKW. Zunächst ging es bis Zagreb und dann am nächsten Tag weiter zum Zielort Mostar. Dort wurde dann alles, unterstützt von Hilfspersonen, vor Ort übergeben. „Wenn dann die Augen der Kinder leuchten, ist dies der schönste Lohn für uns und die vielen Menschen, die immer tatkräftig hinter uns stehen. Die Strapazen der Reise sind wie weggeblasen und wir freuen und schon auf das nächste Mal. Denn nach dieser Fahrt ist dann wieder vor der nächsten ’Reise der Hilfe‘“.
Bei den bisher 81 Fahrten kam auch für den engagierten Beller so Einiges zusammen. Wenn man so will, fuhr er so hinsichtlich der Kilometerzahl über fünfmal um die Welt für die gute Sache. In diesem Jahr kam dann die 82. Reise nach Mostar für Peter Wölwer. hinzu: „Hochachtung an alle Beteiligten“.
Die tollen Geschenke wurde alle ausgeladen und ins Haus geschleppt.
Eveline Buchberger und Monika Hück übergaben Peter Wölwer eine gut gefüllte Spardose.
