Bürger der VG Mendig spendeten für Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge
Den Opfern der Kriege würdige Grabstätten schaffen und erhalten
Verbandsgemeindebürgermeister Jörg Lempertz überreichte einen symbolischen Scheck über 4.449,46 Euro
Mendig. Anlässlich der feierlichen Übergabe eines Schecks über 4.449,46 Euro begrüßte Verbandsgemeindebürgermeister Jörg Lempertz jüngst im historischen Ratssaal der Verbandsgemeinde Mendig den Bezirksvorsitzenden des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, den Lahnsteiner Oberbürgermeister Peter Labonte, der anschließend das Wort an die Anwesenden richtete. Außerdem hieß er die Geschäftsführerin des Volksbund-Bezirksverbands Koblenz Bettina Hörter, den stellvertretenden Bezirksvorsitzenden Friedrich Hermes, die Pädagogin Monika Bühler und einige Schülerinnen der Realschule plus, Stadtbürgermeister Hans-Peter Ammel sowie die Ortsbürgermeister Bernd Merkler und Rudolf Wingender, den Beigeordneten der Verbandsgemeinde Mendig Joachim Plitzko sowie zahlreiche ehrenamtlich tätige Sammler, darunter die Reservistenkameradschaft Andernach-Mendig, herzlich willkommen. Ein ganz besonderer Gruß des VG-Bürgermeisters galt dem ehrenamtlichen Volksbund-Beauftragten der Verbandsgemeinde, Gerald Frank und dessen Ehefrau Ingeborg. Lempertz: „Schreckensherrschaft, Gewalt, Tod, Trauer, Leid - Schlagworte, die treffend zwei Weltkriege bezeichnen, die im 20. Jahrhundert Elend und Blut über zahlreiche Nationen gebracht haben. Der Tod von 70 Millionen Menschen in diesen Kriegen - allein 434 Mendiger sind im Zweiten Weltkrieg gefallen - muss als Mahnung verstanden werden. Als Mahnung, nie wieder denselben Fehler zu begehen. Wir brauchen Menschen, die dieses Zeugnis aufrechterhalten.“
An die anwesenden Sammler gerichtet sagte Lempertz: „Durch Ihr großes Engagement und Ihren Einsatz konnte bei der Sammlung ein hervorragendes Ergebnis erzielt werden. 4.449,46 Euro wurden gesammelt und stehen der sinnvollen Tätigkeit des Volksbundes zur Verfügung. Ein Ergebnis, dass sich sehen lassen kann. Im Jahr 2012 wurde diese Sammlung wieder federführend durch unseren Volksbund-Beauftragten, Herrn Gerald Frank, durchgeführt. Er ist unermüdlich im Einsatz, engagiert bei der Sache, überzeugt vom tiefen Sinn seiner ehrenamtlichen Tätigkeit. Sie alle, die an der Sammlung teilgenommen haben, und die zahlreichen Bürger, die diese finanziell unterstützt haben, tragen durch diesen Einsatz dazu bei, ein Zeugnis für den Frieden und die Aufarbeitung der schlimmsten Geschichte unserer Menschheit abzugeben. Dafür danke ich Ihnen im Namen der Verbandsgemeinde von ganzem Herzen.“
Peter Labonte würdigte in seiner Ansprache sowohl das Sammlungsergebnis als auch die Spendenbereitschaft der Bürger in der VG Mendig. Sein ganz besonderer Dank galt ebenfalls Gerald Frank für dessen bemerkenswerten Einsatz sowie Thorsten Mintgen und Ilse Pütz für die Unterstützung bei der Organisation und Abrechnung der Sammlung. Erfreulicherweise wurde im Jahr 2012 die Sammlung in allen Ortsgemeinden durchgeführt. In der Stadt Mendig haben Schüler der Realschule plus sowie Mitglieder der Reservistenkameradschaft Andernach-Mendig, die bei der Feierstunde durch den Stabsunteroffizier der Reserve Markus Hendges (Vorsitzender der Reservistenkameradschaft Andernach-Mendig) und den Hauptfeldwebel der Reserve Manfred Malz vertreten wurden, gesammelt.
Peter Labonte: „Ich danke dem Verbandsbürgermeister, den Ortsbürgermeistern, den Organisatoren, allen Sammlern und Spendern in der Verbandsgemeinde Mendig sehr, sehr herzlich. Seit nunmehr 93 Jahren widmet der Volksbund sich der Aufgabe, die Gräber der deutschen Kriegstoten im Ausland zu erfassen, zu erhalten, zu pflegen und neue Grabstätten anzulegen. Nach wie vor betreuen wir Angehörige in Fragen der Kriegsgräberfürsorge und beraten private und öffentliche Stellen. Seit dem Wegfall des Eisernen Vorhangs ist ein weiterer Schwerpunkt die Suche, Bergung, Identifizierung und Umbettung der Gefallenen in Osteuropa auf ebenfalls würdige Ruhestätten. Noch heute sind nicht alle Schicksale aufgeklärt. Nicht alle Kriegstoten haben ein würdiges Grab erhalten. Auch in der Gegenwart stellen wir fest, dass wieder junge Deutsche, Soldaten der Bundeswehr, bei Auslandseinsätzen weit weg von zuhause schwer verletzt werden bzw. sterben - diesmal im Auftrag unseres demokratischen Staates. Die Aufgaben des Volksbundes sind auch heute so aktuell und notwendig wie eh und je. Er benötigt zur Fortsetzung seiner umfangreichen und notwendigen, jedoch auch kostenintensiven Aufgaben weiterhin die Hilfe und Unterstützung aller Bürger sowie der kommunalverantwortlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter und Helfer. Denn Soldatenfriedhöfe sind Stätten der Begegnung, der Versöhnung und der Mahnung zum Frieden.“
Zufriedene Gesichter angesichts des hervorragenden Sammlungsergebnisses in Mendig (v l.): Peter Labonte, Gerald Frank, Bettina Hörter, Ingeborg Frank, Friedrich Hermes und Jörg Lempertz.
Peter Labonte würdigte in seiner Ansprache sowohl das Sammlungsergebnis als auch die Spendenbereitschaft der Bürger in der Verbandsgemeinde Mendig.
