Durchgängigkeit der Nette im Bereich Riedener Mühlen wird mit Landesmittel hergestellt
Der Fischaufstieg ist bislang beeinträchtigt
Rieden. Nach der EU-Wasserrahmenrichtlinie (EUWRRL) sind die Gewässerunterhaltungspflichtigen gehalten, den Zustand ihrer Gewässer zu verbessern.
"Aktion Blau"
In der Nette ist im Bereich der Riedener Mühlen als Grenzgewässer der beiden Verbandsgemeinden Vordereifel und Mendig die Durchgängigkeit für den Fischaufstieg zwischen den dortigen Wohnbebauungen durch alte Betonkaskaden mit einem sehr schnellen Wasserabfluss stark beeinträchtigt. Derzeit steht unter Federführung der Verbandsgemeinde Vordereifel die Renaturierung zur Realisierung an. Es sind hier zwei Querbauwerke/Sohlabstürze sowie drei Betonkaskaden zu beseitigen und durch eine neue Sohlgleite unter dem Brückenbauwerk soll der Fischaufstieg ermöglicht werden. Für 2014 wurde ein entsprechender Förderantrag zur Gewährung von Mitteln an das Ministerium für Umwelt gestellt.
Ökologische Aufwertung
Die Maßnahme ist im Rahmen der „Aktion Blau“ als förderfähig anerkannt und zu bewerten, da hierdurch neben der Herstellung der Durchgängigkeit eine ökologische Aufwertung erfolgt.
Das Kostenvolumen wird sich auf rund 55.000 Euro belaufen, wobei nach den Förderrichtlinien mit einer Förderung des Landes in Höhe von 90 Prozent und damit rund 49.500 Euro gerechnet werden kann. Nach Zustimmung zum vorzeitigen förderunschädlichen Baubeginn ist mit der Bewilligung in absehbarer Zeit zu rechnen. Nach der Vergabe im Bau- und Planungsausschuss der Verbandsgemeinde Vordereifel Ende 2013 wurde durch die Firma Natursteinwerke Engels aus Plaidt mit den Arbeiten begonnen. Bürgermeister Gerd Heilmann informierte sich vor Ort mit dem Mendiger Amtskollegen Jörg Lempertz, Werkleiter Matthias Steffens, dem bauleitenden Büro Brück-Saxler, Mayen und der Firma Engels über den Fortgang der Arbeiten. Um die Durchgängigkeit der Nette wieder für Pflanzen und Tiere in einen ökologisch guten und auch für den Wanderer sehenswerten Zustand zurückzuversetzen, werden in den kommenden Jahren mit vorrangiger hoher Förderung des Landes zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie weitere Maßnahmen folgen.
Pressemitteilung der
Verbandsgemeinde Mendig
