Politik | 22.02.2013

„Die natürliche Schönheit des Bergrückens wird zerstört“

Lesermeinung zur Errichtung einer Schaukel auf dem Noorkopf

„Die natürliche Schönheit des Bergrückens wird zerstört“

Auf dem westlich von Volkesfeld befindlichen „Noorkopf“ befindet sich ein Trockenrasen-Biotop. Er ist ein Standort für sehr seltene Blumen von denen die Türkenbund-Lilie, die ganz seltene Heide-Nelke und die mäßig vertretene Küchenschelle sogar auf der „Roten Liste“ stehen.

Ich bemühe mich seit Jahren um den Erhalt dieser Blumen und sprach oft mit Noorkopfbesuchern, etwas Rücksicht auf diese blühende Pracht nehmen.

Dass sich einige Besucher der Traumpfade ihre Wanderungen damit krönen, indem sie die seltene Heidnelke ausgraben und mitnehmen, wie im letzten Jahr geschehen, ist schon schlimm.

Was in meinen Augen noch schlimmer ist, ist, dass genau auf dieser Stelle, wo ich im letzten Frühjahr 2012 die beiliegende Aufnahme von den Küchenschellen gemacht habe, im Herbst eine große Schaukel errichtet wurde.

Um einigen Wanderern ein Schaukelerlebnis zu bieten, verstößt man grob gegen das Naturschutzgesetz und zerstört ein ganzes Biotop. Und verschaukelt damit die gut gemeinte Idee der „Traumpfade“. Auch wird dem Gesamtbild des Bergrückens durch die Schaukel seine natürliche Schönheit genommen und zerstört. Zählt bei den Verantwortlichen kein Naturschutz?

Traurig aber wahr.

Viele Wanderer, mit denen ich gesprochen habe, finden es schmählich, dass man so den Berg verunstaltet. Was ich aber am meisten bedauere, ist, dass die Ortsgemeinde Volkesfeld so was nicht unterbindet. Andere Gemeinden wären froh, solche Biotope mit so seltenen Blumen zu haben. Wenn die Eingriffe so weitergehen, bringen die „Traumpfade“ keine Heimatpflege, sondern eine Heimatzerstörung. Und unsere schöne Landschaft wird bald ein Rummelplatz sein. Was kommt als nächstes, Bierbude oder Imbisstand?

Gerad Müller

56745 Volkesfeld

Die Küchenschelle. Foto: privat

Im Herbst letzten Jahres wurde im Trockenrasen-Biotop des Noorkopfes eine Schaukel errichtet. Foto: privat

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