Eheleute Kajo feierten Goldhochzeit
Ein Herz für Karneval und Boxerzucht
Wilhelm und Helga Kajo feierten das 50-jährige Bestehen ihrer Ehe
Mendig. Der in Nürnberg geborene Wilhelm Kajo und seine unweit von Wasserburg geborene Ehefrau Helga feierten am Donnerstag, 11. Dezember in Niedermendig ihre Goldhochzeit. Einen Tag später statteten VG-Bürgermeister Jörg Lempertz und Stadtbürgermeister Hans-Peter Ammel den in der Gambrinus Straße wohnenden Eheleuten einen Besuch ab, um ihnen persönlich zu gratulieren. Im Rahmen eines Ausflugs ihres Kirchenchores im Jahre 1962 in Düsseldorf sahen Helga und Wilhelm Kajo einander zum ersten Mal. Erst ein Jahr später trafen sie sich eher zufällig beim Düsseldorfer Karneval und bei dieser Gelegenheit hatte es dann zwischen den beiden offensichtlich gefunkt.
Wilhelm Kajo, Hubschrauberpilot bei der Bundeswehr, wurde 1962 von Düsseldorf nach Fritzlar versetzt. Seine Ehefrau Helga arbeitete zunächst als Bürokraft bei Pelikan in Düsseldorf und später als Pfarrsekretärin beim Militär in Fritzlar. Nachdem das Paar 1964 in Düsseldorf standesamtlich geheiratet hatte, lebte es zunächst in Fritzlar. 1966 erblickte die gemeinsame Tochter Heike das Licht der Welt, die inzwischen mit ihrem Ehemann und ihren beiden Kindern im Westerwald wohnt. Als Wilhelm Kajo 1973 nach Mendig versetzt wurde, bezog die Familie zunächst eine Wohnung in der Yerres Straße, wo sie sechs Jahre lang, bis zur Fertigstellung ihres wunderschönen Hauses in der Gambrinus Straße 9, wohnte. Übrigens zeichnete Wilhelm Kajo als „Bürgermeister der Nachbarschaft“ (Gambrinus Straße, Siegfriedstraße, Kolping Straße und Raiffeisenstraße) fast 30 Jahre lang für die Organisation des jährlich stattfindenden Nachbarschafts-Straßenfestes verantwortlich, welches er - nach eigener Aussage - 2015 zum letzten Mal organisieren wird. Zu den Vereinen, in denen Wilhelm und Helga Kajo aktiv sind bzw. waren, zählt unter anderem auch die fast 40 Jahre währende Mitgliedschaft bei der Singgemeinschaft Schlich.
Wilhelm Kajo - ein Karnevalist aus Leidenschaft
Nach 36 Jahren bei der Bundeswehr, davon 33 Jahre als aktiver Hubschrauberpilot, wurde Wilhelm Kajo 1994 pensioniert. Anschließend verdingte er sich nebenberuflich zunächst als Reisebus- und später als Schulbusfahrer. Da er schon immer ein Herz für den Karneval hatte, verwundert es nicht, dass er sowohl im Kölner Karneval (heute als Ehrenratsherr der „Kölschen Narrengilde“) als auch als langjähriges Vorstandsmitglied der KG Niedermendig ausgesprochen aktiv war. Nachdem er bei einer Sitzung im Jahre 1988 den damals amtierenden Veilchendienstagszugpräsidenten Achim Diensberg eher beiläufig fragte, ob es denn schon ein Prinzenpaar gebe und dieser verneinte, stand zum Ende der Sitzung fest: Mendig hat mit Prinz Wilhelm I. von der Boxergilde und Prinzessin Helga I. vom Gambrinuseck ein neues Prinzenpaar.
Der Clou an der Sache war jedoch, dass dem designierten Prinzenpaar nur noch 14 Tage bis zur Proklamation blieben - heutzutage absolut undenkbar. Angefangen von der Robe für den karnevalistischen Adel samt Hofstaat, bis hin zur Gestaltung der Orden - alles wurde mit geringen Mitteln pünktlich fertig. „Allerdings muss ich hinzufügen, dass dies ohne das Organisationstalent Jorg Meyer-Schaar, mit dem wir schon viele Jahre lang befreundet sind, nicht möglich gewesen wäre“, so Wilhelm Kajo, der jedoch nicht nur ein Herz für den Karneval hat, sondern auch für Hunde im Allgemeinen und für Boxer im Speziellen.
Als langjähriges Vorstandsmitglied des Boxerclubs Koblenz hat er insgesamt fünf Boxerhunde ausgebildet. Sein erster, „Arabelle vom Tal der Loreley“, war ein Geschenk zum 40. Geburtstag. Mit diesem edlen Tier hat er alle nur denkbaren Prüfungen bestanden und zahlreiche Preise gewonnen. Inzwischen hat Tochter Heike seinen Zwinger „Gambrinus“ übernommen und auch seine inzwischen 13-jährige Enkeltochter Johanna hat ihre Liebe zu Hunden entdeckt und fährt ca. drei Mal pro Woche mit ihrer Mama zum Boxerclub nach Koblenz, wo sie seit Kurzem ihren eigenen Boxerhund trainiert.
Während die Eheleute Kajo ihre „standesamtliche“ Goldhochzeit am Donnerstag, 11. Dezember im engsten Familienkreis im Mendiger Hotel-Restaurant Felsenkeller gefeiert hatten, jährt sich am 30. Mai nächsten Jahres ihre kirchliche Hochzeit zum 50. Mal, sodass im kommenden Jahr noch einmal gemeinsam mit Freunden, Verwandten und Bekannten ein Fest gefeiert wird.
